In einem Schreiben an zahlreiche deutsche Medienpolitiker kritisiert die AG DOK gemeinsam mit fünf anderen Filmverbänden die so genannten „Eckpunkte“ für dokumentarische Auftragsproduktionen, die von der Produzentenallianz kürzlich mit der ARD vereinbart wurden. Weil sie nur einen kleinen Teil der betroffenen Filmschaffenden vertritt, ist die Produzentenallianz nicht legitimiert, im Namen der gesamten deutschen Dokumentarfilmbranche verbindliche Vereinbarungen zu treffen; die jetzt unterzeichneten „Eckpunkte“ sind zudem nicht dazu geeignet, die Situation der unabhängigen Produzenten in unserer Branche nachhaltig zu verbessern. Wir können nicht nachvollziehen, warum die Produzentenallianz für derart marginale Zugeständnisse der ARD –wie zuvor schon dem ZDF- jetzt „ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung von Verwertungsrechten“ bescheinigt, nachdem die AG DOK vor knapp zwei Jahren die Unterzeichnung einer ähnlichen Vereinbarung wegen fehlender substanzieller Fortschritte für die Branche entschieden abgelehnt hat. Der Schritt in die Öffentlichkeit erscheint uns nötig, um den Medienpolitikern der Staatskanzleien, den Rundfunkräten und der medienpolitisch interessierten Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass dieses Thema keineswegs zu den Akten gelegt werden kann.
Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. - AG DOK
film & fernseh produzentenverband nrw e.v.
Filmbüro NW e.V.
Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverband e.V.
Verband Deutscher Filmproduzenten e.V. - VDFP
Verband der Fernseh Film-, Multimedia- und Videowirtschaft e.V. - VFFmedia
DAS SCHREIBEN VON FREITAG 24. MAI 2013
Situation der unabhängigen Produktionswirtschaft, Schwerpunkt Dokumentarfilm
Sehr geehrte Damen und Herren,
vor einigen Tagen haben rund 15 Produktionsfirmen aus der Dokumentations-Sektion der Allianz Deutscher Produzenten - Film und Fernsehen (Produzentenallianz) „Eckpunkte zur vertraglichen Zusammenarbeit mit der ARD“ vereinbart und veröffentlicht.
Im Namen von gut 1000 Dokumentar-Filmschaffenden, die durch unsere Verbände vertreten werden, können wir trotz einiger kleiner, durchaus erfreulicher Verbesserungen in dieser Vereinbarung keinen substanziellen Fortschritt für die prekäre Situation unserer Branche erkennen.
Im Gegenteil: schon die Grundaussagen der Eckpunkte sind in mehrfacher Hinsicht falsch und deshalb für uns nicht akzeptabel. Die unterzeichnenden Verbände sprechen daher der Produzentenallianz noch einmal in aller Deutlichkeit das Recht ab, mit den Fernsehsendern verbindliche Vereinbarungen im Namen der deutschen Dokumentarfilm-Wirtschaft zu treffen, und sehen diese Auffassung durch ein im März veröffentlichtes, letztinstanzliches Urteil des Oberlandesgerichts Dresden bestätigt.
Die Produzentenallianz repräsentiert nachweislich nur einen kleinen Teil der deutschen Dokumentarfilm-Wirtschaft, die Belange der Dokumentarfilm-Urheber sind durch sie überhaupt nicht vertreten.
Insbesondere der Behauptung, "dass mit den vorliegenden Eckpunkten ausgewogene Vertragsbedingungen sowie eine faire Aufteilung von Verwertungsrechten gewährleistet werden", müssen wir entschieden widersprechen. Das Gegenteil ist der Fall. Schein-Konzessionen wie die bescheidene Erhöhung der kalkulationsfähigen Overhead-Kosten der Produktionsfirmen (so genannte "Handlungskosten") können nicht verschleiern, dass dafür die Forderung nach wirklich wirksamen Verbesserungen preisgegeben wurde. Die chronische Unterfinanzierung der meisten dokumentarischen Fernsehproduktionen wird durch die jetzt getroffene Vereinbarung nicht einmal ansatzweise behoben, zugleich wird eine strukturelle Ungleichbehandlung gegenüber Produktionen im fiktionalen Bereich festgeschrieben. Sowohl die vereinbarte Erlösbeteiligung als auch der Zahlungsplan fallen in wesentlichen Punkten deutlich hinter den Vertragsstandard für fiktionale Auftragsproduktionen zurück.
Besonders schädlich ist in diesem Zusammenhang der Verzicht auf die seit Jahren von der gesamten Dokumentarfilmbranche gemeinsam vertretene dokumentarfilm-spezifische Forderung nach Bezahlung des umfangreichen Entwicklungs- und Rechercheaufwands durch die Auftraggeber. In dieser Frage ist die Produzentenallianz jetzt plötzlich der gleichen Auffassung wie die Sender und glaubt, "dass die Recherche für Dokumentationen grundsätzlich zum unternehmerischen Risiko der Produzenten zählt."
Ansonsten vollziehen die Eckpunkte weitgehend das nach, was bereits vor dreieinhalb Jahren zwischen Produzentenallianz und ARD für die Fernsehspiel- und Serienproduktion vereinbart wurde. Was die öffentlich-rechtlichen Sender einer Protokollnotiz des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags zufolge schon vor Jahren "im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung" von sich aus hätten gewähren sollen, nämlich "ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung von Verwertungsrechten", wird hier zum Gegenstand eines unausgewogenen Abschlusses, bei dem die deutschen Dokumentarfilmproduzenten nicht viel gewonnen, aber einiges verloren haben. Der Produzentenallianz scheint dieses Dilemma durchaus selbst bewusst zu sein, wenn sie in ihrer mit den Eckpunkten veröffentlichen Presseerklärung vom "Erreichen einer Etappe" spricht und davon, "dass wir damit noch lange nicht am Ende sind". Gleichzeitig aber schreibt sie die Eckpunkte auf Jahre hinaus bis zunächst zum Herbst 2016 fest. Siegesmeldungen und echte Interessensvertretung sehen anders aus.
Die hier unterzeichnenden Verbände sind sich darüber einig, dass die Situation der deutschen Produktionswirtschaft jetzt eine entschiedene und pragmatische Interessenvertretung, aber keine lauen Kompromisse braucht. Die Produzentenallianz kann das unserer Auffassung nach schon deshalb nicht allein leisten, weil die starke Präsenz von Tochter- und Beteiligungsunternehmen der öffentlich-rechtlichen Sender in dieser Organisation eine konsequente Verhandlungsstrategie im Sinne der unabhängigen Filmschaffenden und Produktionsfirmen von vornherein unmöglich macht.
Ausgewogene und faire Verträge zwischen Sendern und Filmschaffenden sind erst dann gewährleistet, wenn sich ARD und ZDF ernsthaft auch mit allen unabhängigen Produzenten und Filmschaffenden an einen Tisch setzen und eine Einigung erzielen, die tatsächlich von einem nennenswerten Teil der deutschen Dokumentarfilm-Wirtschaft getragen wird. Insofern ist der Protokollnotiz zum 12.Rundfunkstaatsvertrag keineswegs bereits ausreichend Rechnung getragen, sie ist vielmehr aktueller denn je.
Mit freundlichen Grüssen
Thomas Frickel für die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. (AG DOK)
Martin Borowski für den film & fernseh produzentenverband nrw e.v.
Stephan Brüggenthies für das Filmbüro NW e.V.
Ingelore König für den Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverband e.V.
Arno Ortmair für den Verband Deutscher Filmproduzenten e.V. (VDFP)
Konstantin von Ahlefeld für VFFmedia/Verband der Fernseh Film-, Multimedia- und Videowirtschaft e.V.
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Presseerklärung der Europäischen Filmschaffenden
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Der Europäische Regieverband FERA, dem auch die AG Dokumentarfilm angehört, wehrt sich weiterhin mit Macht gegen die Absicht, auch kulturelle Leistungen in das neue Handelsabkommen zwischen den USA und der EU einzubeziehen. Damit vertritt die FERA in Brüssel auch die Interessen der Dokumentarfilmschaffenden. Wir veröffentlichen hier im Wortlaut eine Presseerklärung und den Link zu einer Petition der FERA zum Thema "Kulturelle Ausnahme":
Presseerklärung der FERA vom 12.06.13
Eine...
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Kulturelle Ausnahme: Der Kampf geht weiter
Presseerklärung der Europäischen Filmschaffenden
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Der Europäische Regieverband FERA, dem auch die AG Dokumentarfilm angehört, wehrt sich weiterhin mit Macht gegen die Absicht, auch kulturelle Leistungen in das neue Handelsabkommen zwischen den USA und der EU einzubeziehen. Damit vertritt die FERA in Brüssel auch die Interessen der Dokumentarfilmschaffenden. Wir veröffentlichen hier im Wortlaut eine Presseerklärung und den Link zu einer Petition der FERA zum Thema "Kulturelle Ausnahme":
Presseerklärung der FERA vom 12.06.13
Eine Delegation europäischer Filmemacher, darunter Lucas Belvaux, Costa Gavras, Daniele Luchetti, Dariusz Jablonski, Radu Mihaileanu, Cristian Mungiu hat sich am Dienstag, dem 11. Juni 2012, in Begleitung der Schauspielerin Bérénice Béjo mit José Manuel Barroso getroffen, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, um ihm erneut vorzutragen, wie wichtig es ist, die Bereiche Audiovisuelles und Kino aus dem Verhandlungsmandat der Handelsabkommen zwischen Europa und den USA herauszunehmen. Präsident Barroso hat sich hartnäckig geweigert. Er hat ausweichend in eine Richtung argumentiert, in der die "kulturelle Ausnahme" an keiner Stelle mehr garantiert wird, was die Zukunft kulturpolitischer Maßnahmen erheblich gefährdet.
Dadurch zeigt José Manuel Barroso, dass er 7000 Menschen, die im Kulturbereich tätig sind und die sich für diese Ausnahmeklausel aktiv eingesetzt haben, kein Gehör schenken will. Unter ihnen befinden sich die wichtigsten europäischen Regisseure. José Manuel Barroso hat ebenso wenig auf die Stellungnahme des Europäischen Parlaments reagiert, einer demokratisch gewählten Instanz, die sich mit überwältigender Mehrheit für die Ausklammerung kultureller Dienstleistungen ausgesprochen hatte. Auf diese Weise bestätigt Präsident Barroso die arroganten Äußerungen des EU-Handelskommissars Karel de Gucht, der den Beschluss des Europäischen Parlaments umgehend vom Tisch gewischt hatte.
Vor allem aber scheint José Manuel Barroso mit dieser Haltung zu akzeptieren, dass die Zukunft des künstlerischen Schaffens in Europa aufs Spiel gesetzt wird, indem es auf die Rolle einer Spielkarte im Machtpoker reduziert wird, was sich für die kulturellen Identitäten der europäischen Völker als sehr gefährlich erweisen könnte.
Damit stellt er allerdings die Grundlagen Europas selbst infrage: jene, die wir mit unseren Werken verteidigen, jene, die über die Geschichte unserer Völker berichtet, jene, die der Zement der europäischen Kultur mit ihrem Reichtum an Unterschieden ist.
Die Filmschaffenden Europas appellieren nun an die Mitgliedsstaaten, dieses für die europäische Kultur extrem gefährliche Vorhaben aufzugeben.
Straßburg, den 11.6.2013
zur Petition
Die petition ist dort unter anderem in Englisch und Französisch hinterlegt, zur deutschen Übersetzung hier
Kontakte:
FERA - Elisabeth Sjaastad – elisabeth.sjaastad@filmdirectors.eu
Europa Cinémas – Claude-Eric Poiroux – cepoiroux@europa-cinemas.org
Presseerklärung der FERA vom 12.06.13
Eine Delegation europäischer Filmemacher, darunter Lucas Belvaux, Costa Gavras, Daniele Luchetti, Dariusz Jablonski, Radu Mihaileanu, Cristian Mungiu hat sich am Dienstag, dem 11. Juni 2012, in Begleitung der Schauspielerin Bérénice Béjo mit José Manuel Barroso getroffen, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, um ihm erneut vorzutragen, wie wichtig es ist, die Bereiche Audiovisuelles und Kino aus dem Verhandlungsmandat der Handelsabkommen zwischen Europa und den USA herauszunehmen. Präsident Barroso hat sich hartnäckig geweigert. Er hat ausweichend in eine Richtung argumentiert, in der die "kulturelle Ausnahme" an keiner Stelle mehr garantiert wird, was die Zukunft kulturpolitischer Maßnahmen erheblich gefährdet.
Dadurch zeigt José Manuel Barroso, dass er 7000 Menschen, die im Kulturbereich tätig sind und die sich für diese Ausnahmeklausel aktiv eingesetzt haben, kein Gehör schenken will. Unter ihnen befinden sich die wichtigsten europäischen Regisseure. José Manuel Barroso hat ebenso wenig auf die Stellungnahme des Europäischen Parlaments reagiert, einer demokratisch gewählten Instanz, die sich mit überwältigender Mehrheit für die Ausklammerung kultureller Dienstleistungen ausgesprochen hatte. Auf diese Weise bestätigt Präsident Barroso die arroganten Äußerungen des EU-Handelskommissars Karel de Gucht, der den Beschluss des Europäischen Parlaments umgehend vom Tisch gewischt hatte.
Vor allem aber scheint José Manuel Barroso mit dieser Haltung zu akzeptieren, dass die Zukunft des künstlerischen Schaffens in Europa aufs Spiel gesetzt wird, indem es auf die Rolle einer Spielkarte im Machtpoker reduziert wird, was sich für die kulturellen Identitäten der europäischen Völker als sehr gefährlich erweisen könnte.
Damit stellt er allerdings die Grundlagen Europas selbst infrage: jene, die wir mit unseren Werken verteidigen, jene, die über die Geschichte unserer Völker berichtet, jene, die der Zement der europäischen Kultur mit ihrem Reichtum an Unterschieden ist.
Die Filmschaffenden Europas appellieren nun an die Mitgliedsstaaten, dieses für die europäische Kultur extrem gefährliche Vorhaben aufzugeben.
Straßburg, den 11.6.2013
zur Petition
Die petition ist dort unter anderem in Englisch und Französisch hinterlegt, zur deutschen Übersetzung hier
Kontakte:
FERA - Elisabeth Sjaastad – elisabeth.sjaastad@filmdirectors.eu
Europa Cinémas – Claude-Eric Poiroux – cepoiroux@europa-cinemas.org
AG DOK führt online-Befragung durch
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Wie bei den letzten Mitgliederversammlungen bereits angekündigt, arbeiten wir aktuell an einer neuen Studie, um einen Überblick über die Arbeitsleistung von Regisseuren, Autoren und Produzenten zu erstellen (siehe Protokoll der Außerordentlichen MV vom April 2013, Antrag C2-b).
Unser Ziel ist es, als AG DOK eine relevante Orientierung leisten zu können, in welcher Höhe wir für unsere pauschal vergüteten Leistungen bei dokumentarischen Formaten bezahlt werden sollten, nein müßten....
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Studie zur Arbeitsleistung von Regisseuren, Autoren und Produzenten
AG DOK führt online-Befragung durch
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Wie bei den letzten Mitgliederversammlungen bereits angekündigt, arbeiten wir aktuell an einer neuen Studie, um einen Überblick über die Arbeitsleistung von Regisseuren, Autoren und Produzenten zu erstellen (siehe Protokoll der Außerordentlichen MV vom April 2013, Antrag C2-b).
Unser Ziel ist es, als AG DOK eine relevante Orientierung leisten zu können, in welcher Höhe wir für unsere pauschal vergüteten Leistungen bei dokumentarischen Formaten bezahlt werden sollten, nein müßten. Wir wollen damit eine Grundlage für solidarisches Verhalten im gegenwärtigen Preiskampf ermöglichen.
Wir haben letztes Jahr eine fundierte Studie herausgebracht, die den miserablen Zustand unserer Gagen belegt, nun gehen wir den zweiten Schritt, um bei künftigen Verhandlungen konstruktive Forderungen für bessere Gagen formulieren zu können.
Dafür müssen wir die tatsächliche Arbeitsleistung und die Vergütung in ein realistisches Verhältnis setzen. Nun gibt es unterschiedliche dokumentarische Formate, mit unterschiedlicher Länge, mit unterschiedlichem produktionellem Aufwand und unterschiedlicher künstlerischer Ambition etc. Um der Vielfalt gerecht zu werden, benötigen wir Eure Mitarbeit bei dieser Online-Befragung, um den tatsächlichen Arbeitsaufwand zu ermitteln - und zwar beispielhaft an einzelnen Filmen nach unterschiedlichen Kategorien, Formaten und Einzel-Werken.
Wir beginnen mit der Erhebung des Arbeitsaufwands anhand von Beispielen für Autoren/Autorinnen und Regisseurinnen/Regisseure. Die Beschreibung des Produzenten-Aufwands folgt danach (ist noch mal um einiges schwieriger). Aus diesen Daten werden wir anschließend Orientierungswerte generieren.
Alle Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Für Rückfragen unsererseits sind wir aber darauf angewiesen, dass der Titel des jeweiligen Werks genannt ist.
Wir möchten hiermit alle Autoren und Regisseure auffordern, ihren Beitrag für diese Studie zu leisten. Die Beantwortung des Fragebogens braucht etwas Zeit und etwas Memotechnik. Um die Erinnerungsarbeit etwas zu vereinfachen, fragen wir nach definierten einzelnen Arbeitsschritten. Wir bitten alle, sich um möglichst realistische Angaben zu bemühen.
Der Link zur online-Befragung ist hier
im internen Mitgliederbereich hinterlegt; Einloggen mit Passwort erforderlich.
Wer Fragen hat oder Unterstützung benötigt, melde sich unter dieser Mail: aufwandsstudie@agdok.de
herzliche Grüße,
David Bernet, Jörg Langer, Alice Agneskirchner
Unser Ziel ist es, als AG DOK eine relevante Orientierung leisten zu können, in welcher Höhe wir für unsere pauschal vergüteten Leistungen bei dokumentarischen Formaten bezahlt werden sollten, nein müßten. Wir wollen damit eine Grundlage für solidarisches Verhalten im gegenwärtigen Preiskampf ermöglichen.
Wir haben letztes Jahr eine fundierte Studie herausgebracht, die den miserablen Zustand unserer Gagen belegt, nun gehen wir den zweiten Schritt, um bei künftigen Verhandlungen konstruktive Forderungen für bessere Gagen formulieren zu können.
Dafür müssen wir die tatsächliche Arbeitsleistung und die Vergütung in ein realistisches Verhältnis setzen. Nun gibt es unterschiedliche dokumentarische Formate, mit unterschiedlicher Länge, mit unterschiedlichem produktionellem Aufwand und unterschiedlicher künstlerischer Ambition etc. Um der Vielfalt gerecht zu werden, benötigen wir Eure Mitarbeit bei dieser Online-Befragung, um den tatsächlichen Arbeitsaufwand zu ermitteln - und zwar beispielhaft an einzelnen Filmen nach unterschiedlichen Kategorien, Formaten und Einzel-Werken.
Wir beginnen mit der Erhebung des Arbeitsaufwands anhand von Beispielen für Autoren/Autorinnen und Regisseurinnen/Regisseure. Die Beschreibung des Produzenten-Aufwands folgt danach (ist noch mal um einiges schwieriger). Aus diesen Daten werden wir anschließend Orientierungswerte generieren.
Alle Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Für Rückfragen unsererseits sind wir aber darauf angewiesen, dass der Titel des jeweiligen Werks genannt ist.
Wir möchten hiermit alle Autoren und Regisseure auffordern, ihren Beitrag für diese Studie zu leisten. Die Beantwortung des Fragebogens braucht etwas Zeit und etwas Memotechnik. Um die Erinnerungsarbeit etwas zu vereinfachen, fragen wir nach definierten einzelnen Arbeitsschritten. Wir bitten alle, sich um möglichst realistische Angaben zu bemühen.
Der Link zur online-Befragung ist hier
im internen Mitgliederbereich hinterlegt; Einloggen mit Passwort erforderlich.
Wer Fragen hat oder Unterstützung benötigt, melde sich unter dieser Mail: aufwandsstudie@agdok.de
herzliche Grüße,
David Bernet, Jörg Langer, Alice Agneskirchner
Referenzpunkte bleiben erhalten
Mit den Stimmen von Regierungsparteien und Opposition hat der Kulturausschuss des Deutschen Bundestages das neue Filmförderungsgesetz auf den Weg gebracht – nicht, ohne vorher einige kleine, aber wesentliche Änderungen vorzunehmen. Die wichtigste Nachricht für uns: Die Referenzförderung für Dokumentarfilme bleibt ungeschmälert erhalten! Filme, die mindestens 25.000 Kinozuschauer erreichen, werden auch in Zukunft mit 150.000 Referenzpunkten bewertet. Der Regierungsentwurf hatte ursprünglich...
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Absolute Mehrheit für den Dokumentarfilm
Referenzpunkte bleiben erhalten
Mit den Stimmen von Regierungsparteien und Opposition hat der Kulturausschuss des Deutschen Bundestages das neue Filmförderungsgesetz auf den Weg gebracht – nicht, ohne vorher einige kleine, aber wesentliche Änderungen vorzunehmen. Die wichtigste Nachricht für uns: Die Referenzförderung für Dokumentarfilme bleibt ungeschmälert erhalten! Filme, die mindestens 25.000 Kinozuschauer erreichen, werden auch in Zukunft mit 150.000 Referenzpunkten bewertet. Der Regierungsentwurf hatte ursprünglich vorgesehen, die sogenannte „Aufstockung“ um 50.000 Punkte abzusenken – jedem Dokumentarfilm, der vom nächsten Jahr an Referenzansprüche bei der FFA erreicht, wären dadurch bis zu 30.000 Euro verloren gegangen. Zugleich wird die Zeitspanne zum Sammeln der Referenzpunkte um ein Jahr verlängert, und Verleihvorgänge zu pauschalen Leihmieten werden künftig wieder bei der Ermittlung der Gesamt-Besucherzahl berücksichtigt. Diese Möglichkeit war bei der letzten Gesetzes-Novellierung vor vier Jahren gestrichen worden.
Der Abstimmung war eine intensive Debatte vorausgegangen, in der die AG DOK mit Unterstützung anderer Organisationen massiv für die jetzt verabschiedete Lösung geworben hat. Mit Briefen an die Abgeordneten des Kulturausschusses, in Einzelgesprächen mit Volksvertretern aus allen Fraktionen, durch die Teilnahme an der öffentlichen Ausschuss-Anhörung und mit Modellrechnungen zur Korrektur des von der FFA falsch berechneten Einspareffekts bereitete die AG DOK den argumentativen Boden, der am Ende zum Fundament einer einstimmig getroffenen Entscheidung wurde. Allen beteiligten Abgeordneten, insbesondere Angelika Krüger-Leißner, der filmpolitischen Sprecherin der SPD, der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Claudia Roth und dem filmpolitischen Sprecher der CDU/CSU, Wolfgang Börnsen, gebührt unser besonderer Dank – durch Änderungsanträge, Appelle zur Geschlossenheit und durch rechtzeitiges Einlenken haben sie ein Ergebnis möglich gemacht, an das vor der Sitzung kaum noch jemand geglaubt hatte.
Mit ihrer Entscheidung setzten die Abgeordneten ein Zeichen zur gezielten Unterstützung eines Genres, das es innerhalb des Kinomarktes nie leicht hatte und das auf besondere Fördermaßnahmen angewiesen ist, um diese strukturellen Probleme zu überwinden. Zugleich ermöglicht die so genannte „Aufstockung“ einen gezielten und damit effektiven Mitteleinsatz zu Gunsten weniger Produktionen, denen damit ein wertvoller Finanzierungs-Baustein zufällt. Die Alternative, die jetzt vom Tisch ist, hätte dazu geführt, das frei werdende Geld auf achtzig verschiedene Filme zu verkleckern, was in den meisten Fällen ohne nennenswerten Effekt geblieben wäre.
Der Abstimmung war eine intensive Debatte vorausgegangen, in der die AG DOK mit Unterstützung anderer Organisationen massiv für die jetzt verabschiedete Lösung geworben hat. Mit Briefen an die Abgeordneten des Kulturausschusses, in Einzelgesprächen mit Volksvertretern aus allen Fraktionen, durch die Teilnahme an der öffentlichen Ausschuss-Anhörung und mit Modellrechnungen zur Korrektur des von der FFA falsch berechneten Einspareffekts bereitete die AG DOK den argumentativen Boden, der am Ende zum Fundament einer einstimmig getroffenen Entscheidung wurde. Allen beteiligten Abgeordneten, insbesondere Angelika Krüger-Leißner, der filmpolitischen Sprecherin der SPD, der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Claudia Roth und dem filmpolitischen Sprecher der CDU/CSU, Wolfgang Börnsen, gebührt unser besonderer Dank – durch Änderungsanträge, Appelle zur Geschlossenheit und durch rechtzeitiges Einlenken haben sie ein Ergebnis möglich gemacht, an das vor der Sitzung kaum noch jemand geglaubt hatte.
Mit ihrer Entscheidung setzten die Abgeordneten ein Zeichen zur gezielten Unterstützung eines Genres, das es innerhalb des Kinomarktes nie leicht hatte und das auf besondere Fördermaßnahmen angewiesen ist, um diese strukturellen Probleme zu überwinden. Zugleich ermöglicht die so genannte „Aufstockung“ einen gezielten und damit effektiven Mitteleinsatz zu Gunsten weniger Produktionen, denen damit ein wertvoller Finanzierungs-Baustein zufällt. Die Alternative, die jetzt vom Tisch ist, hätte dazu geführt, das frei werdende Geld auf achtzig verschiedene Filme zu verkleckern, was in den meisten Fällen ohne nennenswerten Effekt geblieben wäre.

Introduction to AG DOK
