(10.03.10) Das Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart lädt am 18. und 19. März zu einer Tagung mit filmwissenschaftlichen Inhalten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des dokumentarischen Films nach 1945. Sie war geprägt durch eine Reihe markanter Einschnitte und Umbrüche. Die Tagung zeichnet solche Transformationsprozesse des dokumentarischen Films nach.
FilmemacherInnen und Fernsehredakteure wie Didi Danquart, Elmar Hügler, Sabine Rollberg, Claus Strigel, Joachim Tschirner, Gabriele Voss und Klaus Wildenhahn bewerten die Entwicklungen und reflektieren dabei auch, wie sich das dokumentarische Selbstverständnis verändert hat. Film- und MedienwissenschaftlerInnen diskutieren neue Ansätze der Dokumentarfilmforschung und -geschichtsschreibung. Im produktiven Austausch von theoretischen und produktionspraktischen Zugängen sollen Wege zu einer historischen Poetik der Gattung erschlossen werden, die den Entwicklungen in Ost und West Rechnung trägt.
Mit dieser Tagung stellt sich zugleich das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützte Forschungsprojekt "Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945-2005" unter der Leitung von Prof. Dr. Ursula von Keitz (Universität Bonn), Prof. Dr. Kerstin Stutterheim (HFF Potsdam) und Dr. Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms) vor. Anknüpfend an das erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekt zur deutschen Dokumentarfilmgeschichte 1895-1945 soll die Geschichte dieses Genres bis in die Gegenwart fortgeschrieben werden. Ziel ist die erste Gesamtdarstellung dokumentarischen Filmschaffens nach 1945 in seinen gesellschaftlichen, institutionellen, ökonomischen und technischen Rahmenbedingungen.
Die Tagung findet statt im Treffpunkt Rothebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart.
Informationen und Anmeldung
Tagung in Stuttgart zur Geschichte des dokumentarischen Films 1945-2005
(10.03.10) Das Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart lädt am 18. und 19. März zu einer Tagung mit filmwissenschaftlichen Inhalten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des dokumentarischen Films nach 1945. Sie war geprägt durch eine Reihe markanter Einschnitte und Umbrüche. Die Tagung zeichnet solche Transformationsprozesse des dokumentarischen Films nach.
FilmemacherInnen und Fernsehredakteure wie Didi Danquart, Elmar Hügler, Sabine Rollberg, Claus Strigel, Joachim Tschirner, Gabriele Voss...
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Transformationen des Dokumentarischen
Tagung in Stuttgart zur Geschichte des dokumentarischen Films 1945-2005
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(c) 2010 ag dok
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(16.02.10) Das unabhängige Filmschaffen und die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm als mitgliederstärkster Berufsverband der Filmbranche stößt bei den politisch Verantwortlichen des Landes auf Sympathie. Das demonstrierte Kulturstaatsminister Bernd Neumann jetzt als politischer Gastredner in der Mitgliederversammlung der AG DOK. Neumann sprach über film- und medienpolitische Perspektiven zu Beginn des Jahres 2010 und kam dabei natürlich auch auf die aktuelle Debatte um das Filmförderungsgesetz...
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei der AG DOK
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(c) 2010 ag dok
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(16.02.10) Das unabhängige Filmschaffen und die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm als mitgliederstärkster Berufsverband der Filmbranche stößt bei den politisch Verantwortlichen des Landes auf Sympathie. Das demonstrierte Kulturstaatsminister Bernd Neumann jetzt als politischer Gastredner in der Mitgliederversammlung der AG DOK. Neumann sprach über film- und medienpolitische Perspektiven zu Beginn des Jahres 2010 und kam dabei natürlich auch auf die aktuelle Debatte um das Filmförderungsgesetz zu sprechen.
Äußerungen von Herbert Kloiber konterte der Staatsminister mit der Bemerkung, daß Kloiber "sich selbst zur Mickymaus macht“. Der Münchner Medienunternehmer besitzt die Tele München Gruppe, den Sender Tele 5, ist Hauptanteilseigner an der Kinokette CinemaxX und damit einer der Gegner der derzeitigen im FFG festgelegten Abgabenregelung für Sender und Kinobetreiber. Obwohl Kloibers Produktions- und Verleihfirmen gerne Filmfördermittel der FFA beanspruchen, verweigern dessen Fernsehunternehmen schon lange und beharrlich die Zahlungen an die FFA.
Der Minister konstatierte, dass die Besucher- und Umsatzzahlen in den Kinos gut sind, besser als im Jahr davor und dass der Marktanteil deutscher Filme steigt, insofern möge die Filmwirtschaft „doch nicht den Ast absägen, auf dem sie selber sitzt“. Neumann kämpft für den Erhalt der FFA als einzige Säule der Filmförderung, die auf Zahlungen der Filmwirtschaft selbst basiert, denn hochwertige Kinofilme können in Deutschland nicht ohne Förderung entstehen, und auf diese können auch die Kinobetreiber nicht verzichten: „Kultur kostet Geld und Kultur ohne Förderung geht nicht“ so das knappe Fazit des Ministers; „die Förderung von Kinos, Kinofilmen und auch Dokumentarfilmen als besonderes kulturpolitisches Gut muss weitergehen."
Die Verweigerungshaltung großer Kinoketten hat für Neumann nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine kulturpolitische Dimension. Unabhängigen Spielstätten wie Programmkinos und kommunalen Kinos falle in der kulturellen Bildung –und damit in einem wichtigen Aufgabenschwerpunkt des BKM- eine bedeutende Vermittlerrolle zu. „Das Kino in der Fläche muß erhalten bleiben“ - um kleinere Kinos in dem von den großen Ketten angeheizten Verdrängungswettbewerb zu unterstützen fördert seine Behörde die Digitalisierung von unabhängigen Kinos. "Und das lassen wir uns nicht kaputtmachen", erklärte Neumann betont kämpferisch. In Anspielung auf die australische UCI-Gruppe, die jede Abgabenzahlung an das deutsche Fördersystem verweigert, sprach er von "ferngesteuerten Interessen".
Ein weiterer Schwerpunkt auf der Agenda des Ministers ist das Urheberrecht: „Der Schutz des geistigen Eigentums ist die derzeit grösste kulturpolitische Herausforderung“. Bernd Neumann fordert die Bestrafung von Internetpiraterie; weil sie Urhebern und Produzenten die Existenzgrundlage entzieht. Stattdessen plädiert er für Kooperationsmodelle zwischen Nutzern und Urhebern. Im Verhältnis zwischen Produzenten und Fernsehsendern wünscht er den versammelten Produzenten und Filmemachern, dass es der AG DOK gelingt mit ARD und ZDF bald Vereinbarungen über faire Vertragsbedingungen zu erzielen, denn „ihr Anliegen ist berechtigt“, die derzeitige Situation grenze an „Ausbeutung“. Neumann erinnerte an die im Rundfunkstaatsvertrag geforderte Selbstverpflichtung der Sender und positionierte sich damit als Unterstützer der Forderung nach angemessener Vergütung und ausgewogener Aufteilung der Rechte an den Produktionen zwischen Sender und Produzenten.
Äußerungen von Herbert Kloiber konterte der Staatsminister mit der Bemerkung, daß Kloiber "sich selbst zur Mickymaus macht“. Der Münchner Medienunternehmer besitzt die Tele München Gruppe, den Sender Tele 5, ist Hauptanteilseigner an der Kinokette CinemaxX und damit einer der Gegner der derzeitigen im FFG festgelegten Abgabenregelung für Sender und Kinobetreiber. Obwohl Kloibers Produktions- und Verleihfirmen gerne Filmfördermittel der FFA beanspruchen, verweigern dessen Fernsehunternehmen schon lange und beharrlich die Zahlungen an die FFA.
Der Minister konstatierte, dass die Besucher- und Umsatzzahlen in den Kinos gut sind, besser als im Jahr davor und dass der Marktanteil deutscher Filme steigt, insofern möge die Filmwirtschaft „doch nicht den Ast absägen, auf dem sie selber sitzt“. Neumann kämpft für den Erhalt der FFA als einzige Säule der Filmförderung, die auf Zahlungen der Filmwirtschaft selbst basiert, denn hochwertige Kinofilme können in Deutschland nicht ohne Förderung entstehen, und auf diese können auch die Kinobetreiber nicht verzichten: „Kultur kostet Geld und Kultur ohne Förderung geht nicht“ so das knappe Fazit des Ministers; „die Förderung von Kinos, Kinofilmen und auch Dokumentarfilmen als besonderes kulturpolitisches Gut muss weitergehen."
Die Verweigerungshaltung großer Kinoketten hat für Neumann nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine kulturpolitische Dimension. Unabhängigen Spielstätten wie Programmkinos und kommunalen Kinos falle in der kulturellen Bildung –und damit in einem wichtigen Aufgabenschwerpunkt des BKM- eine bedeutende Vermittlerrolle zu. „Das Kino in der Fläche muß erhalten bleiben“ - um kleinere Kinos in dem von den großen Ketten angeheizten Verdrängungswettbewerb zu unterstützen fördert seine Behörde die Digitalisierung von unabhängigen Kinos. "Und das lassen wir uns nicht kaputtmachen", erklärte Neumann betont kämpferisch. In Anspielung auf die australische UCI-Gruppe, die jede Abgabenzahlung an das deutsche Fördersystem verweigert, sprach er von "ferngesteuerten Interessen".
Ein weiterer Schwerpunkt auf der Agenda des Ministers ist das Urheberrecht: „Der Schutz des geistigen Eigentums ist die derzeit grösste kulturpolitische Herausforderung“. Bernd Neumann fordert die Bestrafung von Internetpiraterie; weil sie Urhebern und Produzenten die Existenzgrundlage entzieht. Stattdessen plädiert er für Kooperationsmodelle zwischen Nutzern und Urhebern. Im Verhältnis zwischen Produzenten und Fernsehsendern wünscht er den versammelten Produzenten und Filmemachern, dass es der AG DOK gelingt mit ARD und ZDF bald Vereinbarungen über faire Vertragsbedingungen zu erzielen, denn „ihr Anliegen ist berechtigt“, die derzeitige Situation grenze an „Ausbeutung“. Neumann erinnerte an die im Rundfunkstaatsvertrag geforderte Selbstverpflichtung der Sender und positionierte sich damit als Unterstützer der Forderung nach angemessener Vergütung und ausgewogener Aufteilung der Rechte an den Produktionen zwischen Sender und Produzenten.
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(c) 2010 Margarete Fuchs
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(16.02.10) Auf der außerordentlich gut besuchten Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm am 15.02.2010 wurden der erste Vorstandsvorsitzende Thomas Frickel und sein Stellvertreter Gunter Hanfgarn einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer im Vorstand fungieren weiterhin Simone Baumann, Susanne Petz, Cay Wesnigk, Martin Hagemann und Herbert Schwering; neu gewählt wurde der Münchner Produzent Björn Jensen und der Berliner Filmemacher Dirk Szuszies.
Thomas Frickel...
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Vorstand der AG DOK bestätigt
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(c) 2010 Margarete Fuchs
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(16.02.10) Auf der außerordentlich gut besuchten Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm am 15.02.2010 wurden der erste Vorstandsvorsitzende Thomas Frickel und sein Stellvertreter Gunter Hanfgarn einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer im Vorstand fungieren weiterhin Simone Baumann, Susanne Petz, Cay Wesnigk, Martin Hagemann und Herbert Schwering; neu gewählt wurde der Münchner Produzent Björn Jensen und der Berliner Filmemacher Dirk Szuszies.
Thomas Frickel dankte Gerlinde Böhm und Christian Beetz, die sich nicht zur Wiederwahl stellten, für ihre verdienstreiche Arbeit im Vorstand.
In seinem Rechenschaftsbericht hatte der Vorstand zuvor die breite Palette film- und medienpolitischer Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren lassen. Die professionelle Arbeit der AG DOK zahlte sich auch 2009 wieder in gestiegenen Mitgliederzahlen aus: der Verband hat im abgelaufenen Jahr 65 neue Mitglieder aufgenommen und vertritt jetzt mehr als 870 Autoren, Regisseure, Produzenten und andere Filmschaffende.
Thomas Frickel dankte Gerlinde Böhm und Christian Beetz, die sich nicht zur Wiederwahl stellten, für ihre verdienstreiche Arbeit im Vorstand.
In seinem Rechenschaftsbericht hatte der Vorstand zuvor die breite Palette film- und medienpolitischer Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren lassen. Die professionelle Arbeit der AG DOK zahlte sich auch 2009 wieder in gestiegenen Mitgliederzahlen aus: der Verband hat im abgelaufenen Jahr 65 neue Mitglieder aufgenommen und vertritt jetzt mehr als 870 Autoren, Regisseure, Produzenten und andere Filmschaffende.
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(c) 2010 Berlinale
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(11.02.10) Im Panorama laufen David wants to fly produziert von Lichtblick Film, Rock Hudson - Schöner fremder Mann produziert von Florianfilm, Wiegenlieder in der Regie von Johann Feindt (auch Kamera, Regie zs. mit Tamara Trampe), Friedensschlag – Das Jahr der Entscheidung in der Regie von Gerardo Milsztein (auch Kamera),...
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Filme von AG DOK Mitgliedern auf der Berlinale
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(c) 2010 Berlinale
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(11.02.10) Im Panorama laufen David wants to fly produziert von Lichtblick Film, Rock Hudson - Schöner fremder Mann produziert von Florianfilm, Wiegenlieder in der Regie von Johann Feindt (auch Kamera, Regie zs. mit Tamara Trampe), Friedensschlag – Das Jahr der Entscheidung in der Regie von Gerardo Milsztein (auch Kamera), produziert von Boomtown Media International. Das Forum zeigt Der Tag des Spatzen produziert von Kroeger & Scheffner, Berlin und Blinker Filmproduktion, Köln sowieSchnupfen im Kopf in der Regie von Gamma Bak und Sunny Land von Marietta Kesting (zs. mit Aljoscha Weskott). "Lebendkontrolle" von Florian Schewe wird in der Perspektive Deutsches Kino uraufgeführt. In der Reihe Berlinale-Special laufen Spur der Bären - 60 Jahre Berlinale produziert von zero fiction film, fotografiert von Johann Feindt und Kinshasa Symphony von Martin Baer (zs. mit Claus Wischmann). German Cinema zeigt Pianomania von Robert Cibis und Lilian Franck. In der Reihe Generation 14plus ist Neukölln Unlimited zu sehen, Produzent, Kamera + Regie Dietmar Ratsch (Regie zs. mit A. Imondi).
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(03.02.10) Die AG DOK gratuliert ihren Mitgliedern Heino Deckert / ma.ja.de für die Nominierung der Koproduktion „Mauerhase“ in der Kategorie Bester kurzer Dokumentarfilm und Jens Meurer / Egoli Tossell für die Nominierung der Koproduktion „Ein russischer Sommer“ in den Kategorien Beste männliche Nebenrolle (Christopher Plummer) und Beste weibliche Hauptrolle (Helen Mirren). Die Nominierungen
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Oscarnominierung für AG DOK Mitglieder
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(03.02.10) Die AG DOK gratuliert ihren Mitgliedern Heino Deckert / ma.ja.de für die Nominierung der Koproduktion „Mauerhase“ in der Kategorie Bester kurzer Dokumentarfilm und Jens Meurer / Egoli Tossell für die Nominierung der Koproduktion „Ein russischer Sommer“ in den Kategorien Beste männliche Nebenrolle (Christopher Plummer) und Beste weibliche Hauptrolle (Helen Mirren). Die Nominierungen werden jährlich von von der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) für die besten Filme des Vorjahres verliehen; aufgrund der Zulassungsprozedur sind die Nominierungen bis auf wenige Ausnahmen auf US-Produktionen beschränkt.
Die 82. Oscarverleihung für das Filmjahr 2009 findet am 7. März 2010 statt. Wir drücken die Daumen!
Die 82. Oscarverleihung für das Filmjahr 2009 findet am 7. März 2010 statt. Wir drücken die Daumen!
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(11.12.09) Ab Januar 2010 stellt ARTE sein Programmschema um. Über ein Splitting des Sendesignals passt sich das ARTE-Programm deutschen Sehgewohnheiten an und beginnt seine Primetime um 20.15 Uhr. Das neue Schema plus Sendeplatzbeschreibungen steht AG DOK-Mitgliedern als download im internen Bereich dieser website zur Verfügung: unter dem AG DOK Logo in der Ecke oben links auf MITGLIEDERBEREICH klicken, Benutzername und Passwort in die jeweiligen Felder eintragen. Es öffnet sich der interne Bereich...
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Programmschema ARTE 2010
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(c) arte
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(11.12.09) Ab Januar 2010 stellt ARTE sein Programmschema um. Über ein Splitting des Sendesignals passt sich das ARTE-Programm deutschen Sehgewohnheiten an und beginnt seine Primetime um 20.15 Uhr. Das neue Schema plus Sendeplatzbeschreibungen steht AG DOK-Mitgliedern als download im internen Bereich dieser website zur Verfügung: unter dem AG DOK Logo in der Ecke oben links auf MITGLIEDERBEREICH klicken, Benutzername und Passwort in die jeweiligen Felder eintragen. Es öffnet sich der interne Bereich mit den internen News. Dort in der linken Spalte auf DOWNLOADS und weiter auf DOKUMENTE ZUM DOWNLOADEN klicken.
Michael Hanfeld kritisiert in der FAZ die ARTE Programmreform. Er sieht den Sender auf einem "Popularisierungs-, um nicht zu sagen Vulgarisierungstrip" und zitiert die AG DOK: lesen
Schon im Frühjahr 2009 hat die AG DOK in einem Schreiben an ARTE-Präsident Dr. Gottfried Langenstein, Vizepräsident Jérome Clement und Programmdirektor Dr. Christoph Hauser aktuelle Tendenzen in der ARTE-Programmplanung kritisiert, die sich jetzt im neuen Programmschema 2010 niederschlagen: explizit benannt wurde der erkennbare Trend zum Ankauf konfektionierter Serien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Neuproduktion anspruchsvoller Kulturprogramme.
Der Brief im Wortlaut:
An den Präsidenten
des Europäischen Kulturkanals ARTE
Herrn Dr. Gottfried Langenstein
Postfach 40 40
55100 Mainz
Frankfurt, 27. März 2009
Betr.: Aktuelle Tendenzen der ARTE- Programmplanung
Sehr geehrter Herr Dr. Langenstein,
mit Sorge beobachten die in unserem Verband zusammengeschlossenen Film- und Fernsehproduzenten die Tendenz der deutschen ARTE-Programmplanung, konfektionierte Kaufproduktionen an die Stelle eigener redaktioneller Entscheidungen und zu setzen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sowohl die Sendeflächen als auch die finanziellen Spielräume für die engagierte Neuproduktion von Original-Beiträgen massiv beschnitten werden.
Wir halten diese Entwicklung in mehrfacher Hinsicht für gefährlich.
Zum einen, weil sie die Einzigartigkeit des ARTE-Profils bedroht. Ziffer 2.1 des Arte-Staatsvertrags verlangt ausdrücklich, „Fernsehsendungen zu konzipieren, zu gestalten und ... auszustrahlen, die in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern.“ Durch den Ankauf kompletter Serien gibt der Sender sein wichtigstes Pfund, nämlich genau diese Konzeptions- und Gestaltungshoheit, aus der Hand - und ob die inhaltlichen Visionen der ARTE-Gründer durch den vermehrten Einsatz amerikanischer Serienware oder anderer weltmarktgängiger Produkte (etwa aus dem Hause BBC) einzulösen sind, ist doch mehr als fraglich. Wenn auf „Arte“ irgendwann auch nur noch das gleiche läuft, was weltauf, weltab über alle Kanäle flimmert, wird das Programm des Europäischen Kulturkanals austauschbar und steht in letzter Konsequenz in der Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen. Nicht ohne Grund wird in Ziffer 19.2 des Gründungs-vertrages „angestrebt, einen möglichst großen Anteil an Erstsendungen auszustrahlen“. Auch das ist mit dem aktuellen Trend der Programmplanung nur schwer vereinbar.
Zum anderen scheint uns problematisch, dass diese Strukturveränderung allzu offensichtlich von dem Bemühen getragen ist, nun auch noch das ARTE-Programm quotenträchtig auf Stromlinie zu bürsten. Kein Politiker und auch sonst kein vernünftiger Mensch hat unseres Wissens ARTE jemals ultimativ unter Erfolgszwang gestellt, und schon gar nicht die Anwendung des absurden Quotendenkens für einen Bereich verlangt, für den sich allein schon durch den Oberbegriff „Kultur“ die Messlatte der Verwertbarkeit eigentlich von selbst verbietet. Die jetzt offenbar angestrebte multiple Nutzung angekaufter Serien auf anderen Programmflächen von ARD und ZDF konterkariert ebenfalls die Gründungsidee von ARTE und dürfte im Bereich der Aufsichtsorgane vermutlich nicht auf ungeteilten Beifall stoßen.
Und zum dritten wissen Sie sehr genau, dass Sie damit der deutschen Produktionswirtschaft Auftragsvolumen in mehrstelliger Millionenhöhe entziehen und die Produktion vieler wichtiger und kulturell erfolgreicher Filme unmöglich machen. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die anhaltend schwierige Lage der deutschen Film- und Fernsehproduktion genau das falsche Signal. Eine Verminderung des Auftragsvolumens bei ARTE trifft die gesamte Breite unserer Produktionslandschaft und dabei insbesondere diejenigen, die sich bei minimalen Gewinnmargen aus Idealismus der Entwicklung und Produktion kultureller Filmprojekte verschrieben haben. Sollte sich der bereits jetzt ablesbare Trend Ihrer Programmpolitik bestätigen, wird das eine ganze Reihe unabhängiger Produktionsfirmen, aber auch zahlreiche einzelne Autoren, Regisseure und andere Filmschaffende in existenzielle Schwierigkeiten bringen.
Und das ganz ohne Not, denn finanzielle Gründe kann ARTE für eine solche programmliche Neuorientierung sicher nicht geltend machen. In der letzten Gebührenperiode sind die verfügbaren Mittel für das deutsche ARTE-Programm ausweislich des KEF-Berichts immerhin um zehn Millionen Euro unterschritten worden.
Wir würden uns, sehr geehrter Herr Langenstein, freuen, wenn Sie unsere doch sehr ernsten Bedenken zerstreuen und statt dessen das Festhalten an der seitherigen ARTE-Konzeption verkünden könnten. An einer Konzeption, deren Erfolg sich sicher nicht in Einschaltquoten, aber in einer beispiellosen kulturellen Erfolgsgeschichte, in herausragenden Film- und Fernsehproduktionen und in unschätzbaren Impulsen für den kulturellen und politischen Diskurs auch in unserem Land ausdrückt.
Sicher werden Sie verstehen, wenn wir diesen Brief auch der medienpolitisch interessierten Öffentlichkeit zur Kenntnis geben.
Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand der AG Dokumentarfilm
(Thomas Frickel)
Michael Hanfeld kritisiert in der FAZ die ARTE Programmreform. Er sieht den Sender auf einem "Popularisierungs-, um nicht zu sagen Vulgarisierungstrip" und zitiert die AG DOK: lesen
Schon im Frühjahr 2009 hat die AG DOK in einem Schreiben an ARTE-Präsident Dr. Gottfried Langenstein, Vizepräsident Jérome Clement und Programmdirektor Dr. Christoph Hauser aktuelle Tendenzen in der ARTE-Programmplanung kritisiert, die sich jetzt im neuen Programmschema 2010 niederschlagen: explizit benannt wurde der erkennbare Trend zum Ankauf konfektionierter Serien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Neuproduktion anspruchsvoller Kulturprogramme.
Der Brief im Wortlaut:
An den Präsidenten
des Europäischen Kulturkanals ARTE
Herrn Dr. Gottfried Langenstein
Postfach 40 40
55100 Mainz
Frankfurt, 27. März 2009
Betr.: Aktuelle Tendenzen der ARTE- Programmplanung
Sehr geehrter Herr Dr. Langenstein,
mit Sorge beobachten die in unserem Verband zusammengeschlossenen Film- und Fernsehproduzenten die Tendenz der deutschen ARTE-Programmplanung, konfektionierte Kaufproduktionen an die Stelle eigener redaktioneller Entscheidungen und zu setzen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sowohl die Sendeflächen als auch die finanziellen Spielräume für die engagierte Neuproduktion von Original-Beiträgen massiv beschnitten werden.
Wir halten diese Entwicklung in mehrfacher Hinsicht für gefährlich.
Zum einen, weil sie die Einzigartigkeit des ARTE-Profils bedroht. Ziffer 2.1 des Arte-Staatsvertrags verlangt ausdrücklich, „Fernsehsendungen zu konzipieren, zu gestalten und ... auszustrahlen, die in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern.“ Durch den Ankauf kompletter Serien gibt der Sender sein wichtigstes Pfund, nämlich genau diese Konzeptions- und Gestaltungshoheit, aus der Hand - und ob die inhaltlichen Visionen der ARTE-Gründer durch den vermehrten Einsatz amerikanischer Serienware oder anderer weltmarktgängiger Produkte (etwa aus dem Hause BBC) einzulösen sind, ist doch mehr als fraglich. Wenn auf „Arte“ irgendwann auch nur noch das gleiche läuft, was weltauf, weltab über alle Kanäle flimmert, wird das Programm des Europäischen Kulturkanals austauschbar und steht in letzter Konsequenz in der Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen. Nicht ohne Grund wird in Ziffer 19.2 des Gründungs-vertrages „angestrebt, einen möglichst großen Anteil an Erstsendungen auszustrahlen“. Auch das ist mit dem aktuellen Trend der Programmplanung nur schwer vereinbar.
Zum anderen scheint uns problematisch, dass diese Strukturveränderung allzu offensichtlich von dem Bemühen getragen ist, nun auch noch das ARTE-Programm quotenträchtig auf Stromlinie zu bürsten. Kein Politiker und auch sonst kein vernünftiger Mensch hat unseres Wissens ARTE jemals ultimativ unter Erfolgszwang gestellt, und schon gar nicht die Anwendung des absurden Quotendenkens für einen Bereich verlangt, für den sich allein schon durch den Oberbegriff „Kultur“ die Messlatte der Verwertbarkeit eigentlich von selbst verbietet. Die jetzt offenbar angestrebte multiple Nutzung angekaufter Serien auf anderen Programmflächen von ARD und ZDF konterkariert ebenfalls die Gründungsidee von ARTE und dürfte im Bereich der Aufsichtsorgane vermutlich nicht auf ungeteilten Beifall stoßen.
Und zum dritten wissen Sie sehr genau, dass Sie damit der deutschen Produktionswirtschaft Auftragsvolumen in mehrstelliger Millionenhöhe entziehen und die Produktion vieler wichtiger und kulturell erfolgreicher Filme unmöglich machen. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die anhaltend schwierige Lage der deutschen Film- und Fernsehproduktion genau das falsche Signal. Eine Verminderung des Auftragsvolumens bei ARTE trifft die gesamte Breite unserer Produktionslandschaft und dabei insbesondere diejenigen, die sich bei minimalen Gewinnmargen aus Idealismus der Entwicklung und Produktion kultureller Filmprojekte verschrieben haben. Sollte sich der bereits jetzt ablesbare Trend Ihrer Programmpolitik bestätigen, wird das eine ganze Reihe unabhängiger Produktionsfirmen, aber auch zahlreiche einzelne Autoren, Regisseure und andere Filmschaffende in existenzielle Schwierigkeiten bringen.
Und das ganz ohne Not, denn finanzielle Gründe kann ARTE für eine solche programmliche Neuorientierung sicher nicht geltend machen. In der letzten Gebührenperiode sind die verfügbaren Mittel für das deutsche ARTE-Programm ausweislich des KEF-Berichts immerhin um zehn Millionen Euro unterschritten worden.
Wir würden uns, sehr geehrter Herr Langenstein, freuen, wenn Sie unsere doch sehr ernsten Bedenken zerstreuen und statt dessen das Festhalten an der seitherigen ARTE-Konzeption verkünden könnten. An einer Konzeption, deren Erfolg sich sicher nicht in Einschaltquoten, aber in einer beispiellosen kulturellen Erfolgsgeschichte, in herausragenden Film- und Fernsehproduktionen und in unschätzbaren Impulsen für den kulturellen und politischen Diskurs auch in unserem Land ausdrückt.
Sicher werden Sie verstehen, wenn wir diesen Brief auch der medienpolitisch interessierten Öffentlichkeit zur Kenntnis geben.
Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand der AG Dokumentarfilm
(Thomas Frickel)
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(18.01.10)
Die Vorauswahlkommissionen haben sich entschieden: 40 Kinofilme gehen ins Rennen um die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010 , darunter neun Dokumentarfilme. AG DOK Mitglieder sind an sieben dieser Produktionen beteiligt:
"Die Anwälte", Regie: Birgit Schulz
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Produzent Thomas Tielsch / Filmtank
"Das Herz von Jenin". Regie: Marcus Vetter, (zs. mit Leon Geller)
"Jagdzeit",...
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Dokumentarfilme in Vorauswahl für Deutschen Filmpreis
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(18.01.10)
Die Vorauswahlkommissionen haben sich entschieden: 40 Kinofilme gehen ins Rennen um die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010 , darunter neun Dokumentarfilme. AG DOK Mitglieder sind an sieben dieser Produktionen beteiligt:
"Die Anwälte", Regie: Birgit Schulz
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Produzent Thomas Tielsch / Filmtank
"Das Herz von Jenin". Regie: Marcus Vetter, (zs. mit Leon Geller)
"Jagdzeit", Regie: Angela Graas, Produzent Nicole Leykauf / Leykauf Film
"Mein Herz sieht die Welt schwarz", Regie: Helga Reidemeister, Produzent Zoran Solomun / Ohne Gepäck Filmproduktion, Kamera Lars Barthel
"Seelenvögel", Regie: Thomas Riedelsheimer, Produzenten Stefan Tolz, Thomas Riedelsheimer / Filmpunkt
"Wiegenlieder", Regie: Johann Feindt (zs. mit Tamara Trampe)
Ausserdem wurden fiktionale Produktionen der AG DOK Mitglieder Jens Meurer / Egoli Tossell Film ("Hilde") und Ralph Schwingel / Wüste Film ("Zwölf Meter ohne Kopf") für die Spielfilmkategorien in die Vorauswahl gewählt.
Alle vorausgewählten Filme werden von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie im Februar / März 2010 gesichtet. In der Kategorie BESTER DOKUMENTARFILM entscheiden alle Mitglieder der Sektionen Dokumentarfilm, Produktion, Regie, Kamera/Bildgestaltung und Musik/Schnitt/Ton über die zwei Nominierungen; die Nominierungen sind mit einer Prämie verbunden. In den Wochen vor der Verleihung werden im Rahmen des LOLA FESTIVAL 2010 alle zehn nominierten Filme auch öffentlich gezeigt. Die Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen dann unter allen Nominierungen sektionsunabhängig für alle Preiskategorien in einer geheimen und schriftlichen Wahl ab.
Die Vergabe der Preise durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien findet am 23. April 2010 in Berlin statt.
Die Vorauswahlkommissionen haben sich entschieden: 40 Kinofilme gehen ins Rennen um die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010 , darunter neun Dokumentarfilme. AG DOK Mitglieder sind an sieben dieser Produktionen beteiligt:
"Die Anwälte", Regie: Birgit Schulz
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Produzent Thomas Tielsch / Filmtank
"Das Herz von Jenin". Regie: Marcus Vetter, (zs. mit Leon Geller)
"Jagdzeit", Regie: Angela Graas, Produzent Nicole Leykauf / Leykauf Film
"Mein Herz sieht die Welt schwarz", Regie: Helga Reidemeister, Produzent Zoran Solomun / Ohne Gepäck Filmproduktion, Kamera Lars Barthel
"Seelenvögel", Regie: Thomas Riedelsheimer, Produzenten Stefan Tolz, Thomas Riedelsheimer / Filmpunkt
"Wiegenlieder", Regie: Johann Feindt (zs. mit Tamara Trampe)
Ausserdem wurden fiktionale Produktionen der AG DOK Mitglieder Jens Meurer / Egoli Tossell Film ("Hilde") und Ralph Schwingel / Wüste Film ("Zwölf Meter ohne Kopf") für die Spielfilmkategorien in die Vorauswahl gewählt.
Alle vorausgewählten Filme werden von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie im Februar / März 2010 gesichtet. In der Kategorie BESTER DOKUMENTARFILM entscheiden alle Mitglieder der Sektionen Dokumentarfilm, Produktion, Regie, Kamera/Bildgestaltung und Musik/Schnitt/Ton über die zwei Nominierungen; die Nominierungen sind mit einer Prämie verbunden. In den Wochen vor der Verleihung werden im Rahmen des LOLA FESTIVAL 2010 alle zehn nominierten Filme auch öffentlich gezeigt. Die Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen dann unter allen Nominierungen sektionsunabhängig für alle Preiskategorien in einer geheimen und schriftlichen Wahl ab.
Die Vergabe der Preise durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien findet am 23. April 2010 in Berlin statt.
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(28.12.09) Auch 2010 wird ein englischsprachiger Katalog Fernseheinkäufer und andere Interessenten auf aktuelle deutsche Dokumentarfilmproduktionen hinweisen. Der Katalog "german documentaries" erscheint im vierzehnten Jahr als Projekt der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) in Zusammenarbeit mit German Films Er wird bei internationalen Festivals, Märkten und Messen an Einkäufer, Redakteure, Festival-Scouts, Journalisten und Mulitiplikatoren ausgegeben.
Die...
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German Documentaries 2010: Neuer Katalog erscheint zur Berlinale
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(28.12.09) Auch 2010 wird ein englischsprachiger Katalog Fernseheinkäufer und andere Interessenten auf aktuelle deutsche Dokumentarfilmproduktionen hinweisen. Der Katalog "german documentaries" erscheint im vierzehnten Jahr als Projekt der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) in Zusammenarbeit mit German Films Er wird bei internationalen Festivals, Märkten und Messen an Einkäufer, Redakteure, Festival-Scouts, Journalisten und Mulitiplikatoren ausgegeben.
Die Eintragung in den Katalog erfolgt kostenlos. Voraussetzung für eine internationale Vermarktung ist allerdings die Verfügbarkeit von Auslandsrechten für die betreffenden Filme sowie das Vorhandensein englischer Sprachfassungen. Produzenten und Vertriebsfirmen, die ihre aktuellen Dokumentarfilme (ab Fertigstellungsjahr 2009) eintragen lassen wollen, können ihre Angaben bevorzugt per E-Mail bis Donnerstag, 14. Januar 2010 an folgende Adresse schicken:
AG Dokumentarfilm / Redaktion "german documentaries"-Katalog
c/o Ingrid Molnar
E-Mail: webmaster@agdok.de
Juliusstrasse 8a
22769 Hamburg
Tel.: 040 / 41 45 55 14
Fax: 040 / 41 45 55 13
Folgende Angaben sind erforderlich:
1.) Englischer Titel
2.) Name der Regisseurin/des Regisseurs
3.) Thema (für das Schlagwortregister)
4.) Kurze englische Inhaltsangabe (max. 800 Anschläge)
5.) Deutscher Titel
6.) Festivalteilnahmen/Preise
7.) Länge
8.) Format
9.) Erhältliche Sprachfassungen
10.) Rechteinhaber für den Vertrieb/Verkauf außerhalb Deutschlands
(bitte komplette Adresse angeben)
11.) Drei Fotos (jpg, pct, tiff)
Rückfragen bitte direkt an Ingrid Molnar, Tel: 040-41 45 55 14, webmaster@agdok.de.
Die Eintragung in den Katalog erfolgt kostenlos. Voraussetzung für eine internationale Vermarktung ist allerdings die Verfügbarkeit von Auslandsrechten für die betreffenden Filme sowie das Vorhandensein englischer Sprachfassungen. Produzenten und Vertriebsfirmen, die ihre aktuellen Dokumentarfilme (ab Fertigstellungsjahr 2009) eintragen lassen wollen, können ihre Angaben bevorzugt per E-Mail bis Donnerstag, 14. Januar 2010 an folgende Adresse schicken:
AG Dokumentarfilm / Redaktion "german documentaries"-Katalog
c/o Ingrid Molnar
E-Mail: webmaster@agdok.de
Juliusstrasse 8a
22769 Hamburg
Tel.: 040 / 41 45 55 14
Fax: 040 / 41 45 55 13
Folgende Angaben sind erforderlich:
1.) Englischer Titel
2.) Name der Regisseurin/des Regisseurs
3.) Thema (für das Schlagwortregister)
4.) Kurze englische Inhaltsangabe (max. 800 Anschläge)
5.) Deutscher Titel
6.) Festivalteilnahmen/Preise
7.) Länge
8.) Format
9.) Erhältliche Sprachfassungen
10.) Rechteinhaber für den Vertrieb/Verkauf außerhalb Deutschlands
(bitte komplette Adresse angeben)
11.) Drei Fotos (jpg, pct, tiff)
Rückfragen bitte direkt an Ingrid Molnar, Tel: 040-41 45 55 14, webmaster@agdok.de.
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(21.12.09) Das aus der AGDOK heraus gegründete und zur Berlinale 2008 mit 30 Filmen gestartete Projekt Onlinefilm.org vermeldet den 999.ten Film, der über den online-Marktplatz angeboten wird. Diese Plattform stellt jedem Nutzer die technische Grundlage für den Vertrieb als "Video On Demand - download to own" zur Verfügung und ermöglicht es den Filmemachern ihre Filme selbst verantwortlich einzustellen und zum selbst bestimmten Preis anzubieten. Das Onlinefilm-Portal...
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Onlinefilm.org meldet den 999.ten Film
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(21.12.09) Das aus der AGDOK heraus gegründete und zur Berlinale 2008 mit 30 Filmen gestartete Projekt Onlinefilm.org vermeldet den 999.ten Film, der über den online-Marktplatz angeboten wird. Diese Plattform stellt jedem Nutzer die technische Grundlage für den Vertrieb als "Video On Demand - download to own" zur Verfügung und ermöglicht es den Filmemachern ihre Filme selbst verantwortlich einzustellen und zum selbst bestimmten Preis anzubieten. Das Onlinefilm-Portal wurde von der ONLINEFILM AG zusammen mit der Stiftung Kulturserver.de g(emeinnützige) Gmbh ins Leben gerufen und bietet allen interessierten Filmemachern und Produzenten, Vertrieben, Förderern oder Festivals, aber auch anderen Kulturschaffenden, Theatern und Institutionen, die bewegte Bilder im Internet präsentieren möchten, seine Dienste an. Die Technologie, die die beiden Partner gemeinsam für Filme im Internet als Streaming oder Download entwickelt haben, bildet neben dem onlinefilm.org-Portal u.a. auch bereits die Basis der Internetauftritte der Berliner Bühnen, der European Film Awards und der Mediathek der AGDOK.
Da die Onlinefilm.org Technologie bereits in die Webseiten www.agdok.de und www.german-documentaries.de eingebunden wurde, ist es für alle deutschen Dokumentarfilmer möglich, das volle Leistungsspektrum dieser Technologie für die tägliche Arbeit zu nutzen - um Teaser/Trailer der eigenen Filme bereitzuhalten, fertige Filme oder Rohschnitte als Download via Bittorrent an Koproduzenten, Einkäufer, Festivals, Redakteure zu senden oder Filme direkt als "download to own" Interessierten weltweit zum Kauf anzubieten. Sind die Filme einmal eingestellt und dafür freigeschaltet, können sie dann -wie eine DVD, nur ohne Trägermedium- direkt vom Zuschauer erworben werden, der sie auf seinen Rechner herunterlädt und beliebig oft ansehen kann. Neben einer breitbandigen Internetverbindung und einem Standard Computer (Mac, PC Linux...) benötigt der Interessierte ein Paypal-Konto und eine Bittorrent-Software, die kostenfrei heruntergeladen werden kann und die den zuverlässigen download der in diesem Fall legal erworbenen Filmdatei regelt.
Die Erfahrung zeigt, dass auch online angebotene Filme vor allem dann erfolgreich verkauft werden, wenn sie beworben werden, zum Beispiel indem sie auf der eigenen und anderen thematisch verbundenen Seiten eingebettet (embedding) oder wenigstens verlinkt werden. Nur wer das virale Marketing richtig betreibt und dafür sorgt dass seine Filme an vielen Stellen im Netz auftauchen, dessen Filme werden auch gefunden und gekauft.
Um Filmemacher in die Lage zu versetzen das Marketing und den Verkauf ihrer Filme selbst in die Hand zu nehmen, stellt Onlinefilm.org zahlreiche Tutorials und entsprechende Werkzeuge bereit und hat im Büro in Berlin einen telefonischen Support eingerichtet, der zur Lösung dringender Fragen zur Verfügung steht (mail: office@onlinefilm.org, tel. 030 - 22 66 77 48).
In den vergangenen 24 Monaten ist es gelungen, Onlinefilm.org so in der europäischen Filmcommunity zu verankern, dass inzwischen ständig neue Filme eingestellt werden.
Die nun erreichte Vielfalt des Angebots hat unter anderem die Redaktionen der Zeitungen "der FREITAG" und der "Neuen Rheinischen Zeitung" dazu bewogen im neuen Jahr eigene Mediatheken auf ihren Webseiten einzurichten, die mit Filmen aus dem Onlinefilmportal bestückt werden. Von diesen Kooperationen verspricht sich die Onlinefilm AG ein signifikantes Anwachsen der Verkäufe.
2010 steht der Relaunch der Onlinefilm.org Webseite an, die bislang hauptsächlich für die Akquise der Filme benutzt wurde, und ihr Umbau zum vollwertigen VOD-Portal mit Such-, Sortier- und Empfehlungs-Tools für internationale Kunden. Das Angebot zur Beteiligung an der Betreiberfirma Onlinefilm AG, deren Aktien sich überwiegend im Streubesitz von Filmschaffenden befinden, ist ab Januar 2010 ebenfalls wieder eröffnet. Allen Interessierten, denen die Grundidee der Onlinefilm.org sympathisch ist, sind dazu aufgerufen sich an dieser kleinen Aktiengesellschaft zu beteiligen, um so zum weiteren Ausbau des gemeinsamen digitalen Markplatzes beizutragen.
Kontakt: office@onlinefilm.org
WEB: www.onlinefilm.org
Da die Onlinefilm.org Technologie bereits in die Webseiten www.agdok.de und www.german-documentaries.de eingebunden wurde, ist es für alle deutschen Dokumentarfilmer möglich, das volle Leistungsspektrum dieser Technologie für die tägliche Arbeit zu nutzen - um Teaser/Trailer der eigenen Filme bereitzuhalten, fertige Filme oder Rohschnitte als Download via Bittorrent an Koproduzenten, Einkäufer, Festivals, Redakteure zu senden oder Filme direkt als "download to own" Interessierten weltweit zum Kauf anzubieten. Sind die Filme einmal eingestellt und dafür freigeschaltet, können sie dann -wie eine DVD, nur ohne Trägermedium- direkt vom Zuschauer erworben werden, der sie auf seinen Rechner herunterlädt und beliebig oft ansehen kann. Neben einer breitbandigen Internetverbindung und einem Standard Computer (Mac, PC Linux...) benötigt der Interessierte ein Paypal-Konto und eine Bittorrent-Software, die kostenfrei heruntergeladen werden kann und die den zuverlässigen download der in diesem Fall legal erworbenen Filmdatei regelt.
Die Erfahrung zeigt, dass auch online angebotene Filme vor allem dann erfolgreich verkauft werden, wenn sie beworben werden, zum Beispiel indem sie auf der eigenen und anderen thematisch verbundenen Seiten eingebettet (embedding) oder wenigstens verlinkt werden. Nur wer das virale Marketing richtig betreibt und dafür sorgt dass seine Filme an vielen Stellen im Netz auftauchen, dessen Filme werden auch gefunden und gekauft.
Um Filmemacher in die Lage zu versetzen das Marketing und den Verkauf ihrer Filme selbst in die Hand zu nehmen, stellt Onlinefilm.org zahlreiche Tutorials und entsprechende Werkzeuge bereit und hat im Büro in Berlin einen telefonischen Support eingerichtet, der zur Lösung dringender Fragen zur Verfügung steht (mail: office@onlinefilm.org, tel. 030 - 22 66 77 48).
In den vergangenen 24 Monaten ist es gelungen, Onlinefilm.org so in der europäischen Filmcommunity zu verankern, dass inzwischen ständig neue Filme eingestellt werden.
Die nun erreichte Vielfalt des Angebots hat unter anderem die Redaktionen der Zeitungen "der FREITAG" und der "Neuen Rheinischen Zeitung" dazu bewogen im neuen Jahr eigene Mediatheken auf ihren Webseiten einzurichten, die mit Filmen aus dem Onlinefilmportal bestückt werden. Von diesen Kooperationen verspricht sich die Onlinefilm AG ein signifikantes Anwachsen der Verkäufe.
2010 steht der Relaunch der Onlinefilm.org Webseite an, die bislang hauptsächlich für die Akquise der Filme benutzt wurde, und ihr Umbau zum vollwertigen VOD-Portal mit Such-, Sortier- und Empfehlungs-Tools für internationale Kunden. Das Angebot zur Beteiligung an der Betreiberfirma Onlinefilm AG, deren Aktien sich überwiegend im Streubesitz von Filmschaffenden befinden, ist ab Januar 2010 ebenfalls wieder eröffnet. Allen Interessierten, denen die Grundidee der Onlinefilm.org sympathisch ist, sind dazu aufgerufen sich an dieser kleinen Aktiengesellschaft zu beteiligen, um so zum weiteren Ausbau des gemeinsamen digitalen Markplatzes beizutragen.
Kontakt: office@onlinefilm.org
WEB: www.onlinefilm.org
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(c) C. Cay Wesnigk
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(06.12.09) Cay Wesnigk, Director, Producer, Vorstandsmitglied der AG DOK und Vorstand der Onlinefilm AG/Deutschland wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden (Chairman of the Board) des European Documentary Network EDN gewählt. Drei neue Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt: Ivana Miloševič, Director & Coordinator beim Institute of Documentary Film/Tschechische Republik; Raffaele Brunetti, Director, Producer und CEO von B&B Film/Italien sowie Kees Ryninks, Producer bei...
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AG DOK-Mitglied an Spitze von EDN
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(c) C. Cay Wesnigk
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(06.12.09) Cay Wesnigk, Director, Producer, Vorstandsmitglied der AG DOK und Vorstand der Onlinefilm AG/Deutschland wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden (Chairman of the Board) des European Documentary Network EDN gewählt. Drei neue Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt: Ivana Miloševič, Director & Coordinator beim Institute of Documentary Film/Tschechische Republik; Raffaele Brunetti, Director, Producer und CEO von B&B Film/Italien sowie Kees Ryninks, Producer bei Cobos Films/Niederlande.
Bereits im Board vertreten waren: Alexandre Cornu, Producer, Les Films du Tambour de Soie/Frankreich, Joan Gonzalez, Producer und Head of Docs Barcelona, Parallel 40/Spanien, Serge Tréfaut, Director und Producer/Portugal.
Das EDN hatte sich im vergangenen Herbst nach nicht einmal 12 Monaten Amtszeit von seiner neuen Direktorin Line Sandsmark getrennt. Sie war Tue Steen Müller und Lena Passanen gefolgt, die diese Position vor ihr bekleidet hatten.
"Es war eine schwierige Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben, aber Line und das EDN passten nicht richtig zusammen", sagte Wesnigk, der die einstimmige Entscheidung des alten Vorstandes unter dem Vorsitz des nun leider ausgeschiedenen Michael Ostrup mitgetragen hat. Das EDN wird nun nicht mehr von einem Direktor, sondern vom Head of office geleitet. Diese Position hat der Vorstand Cecilia Lidin übertragen, die nun die Geschäfte des EDN in enger Zusammenarbeit mit EDN Network Manager Hanne Skjødt führt.
Als neuer Chairman hofft Wesnigk das EDN auch stärker in die Europäische Politik zu involvieren, denn so Wesnigk, " auf europäischer Ebene fehlt eine Lobby für den unabhängigen Dokumentarfilm, die auch in Brüssel wahrgenommen wird und Einfluss nehmen kann. EDN hat schon dem Namen nach die Verantwortung dort stärker als Vertreter des Dokumentarfilmes aufzutreten und sollte in Zukunft verstärkt versuchen die verschiedenen Interessen der nationalen Dokumentarfilmorganisationen zu bündeln".
EDN hat sich bisher durch die vorwiegend in Süd- und Ost-Europa durchgeführten Dokumentarfilm-workshops einen Namen gemacht und gibt einmal jährlich den European Financing Guide heraus, der sich großer Beliebtheit erfreut.
Das ebenfalls vom EDN herausgegebene Dox Magazin lag zur IDFA in seiner neusten erweiterten Ausgabe aus. Es hat an Umfang deutlich zugenommen und wurde erstmals mit einer DVD ausgeliefert, auf der sich bei dieser Ausgabe der Dokumentarfilm "Crude" von Joe Berlinger befindet. Statt bisher sechs soll es nur noch vier mal pro Jahr erscheinen. Der neue Chefredakteur des Magazins ist der Norweger Truls Lie, der sich in Norwegen bereits als Filmkritiker und Herausgeber der Norwegischen Edition von Le Monde Diplomatique einen Namen gemacht hat.
Für Mitglieder der AG DOK, die auch Mitglieder im EDN werden, gibt es einen Rabatt auf den regulären Mitgliedsbeitrag von € 130.-; die Mitgliedschaft bei der AG DOK muss bei der Anmeldung angegeben werden, dann bezahlt man nur € 104.-. Das DOX Abonnement und der einmal jährlich erscheinende Financing Guide sind im Beitrag enthalten, wie auch der Zugang zum internen Bereich der neuen Internetpräsenz, die dem Dokumentarfilmer viele nützliche Informationen und Zugang zu einem großen Netzwerk von internationalen Kollegen bietet.
Bereits im Board vertreten waren: Alexandre Cornu, Producer, Les Films du Tambour de Soie/Frankreich, Joan Gonzalez, Producer und Head of Docs Barcelona, Parallel 40/Spanien, Serge Tréfaut, Director und Producer/Portugal.
Das EDN hatte sich im vergangenen Herbst nach nicht einmal 12 Monaten Amtszeit von seiner neuen Direktorin Line Sandsmark getrennt. Sie war Tue Steen Müller und Lena Passanen gefolgt, die diese Position vor ihr bekleidet hatten.
"Es war eine schwierige Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben, aber Line und das EDN passten nicht richtig zusammen", sagte Wesnigk, der die einstimmige Entscheidung des alten Vorstandes unter dem Vorsitz des nun leider ausgeschiedenen Michael Ostrup mitgetragen hat. Das EDN wird nun nicht mehr von einem Direktor, sondern vom Head of office geleitet. Diese Position hat der Vorstand Cecilia Lidin übertragen, die nun die Geschäfte des EDN in enger Zusammenarbeit mit EDN Network Manager Hanne Skjødt führt.
Als neuer Chairman hofft Wesnigk das EDN auch stärker in die Europäische Politik zu involvieren, denn so Wesnigk, " auf europäischer Ebene fehlt eine Lobby für den unabhängigen Dokumentarfilm, die auch in Brüssel wahrgenommen wird und Einfluss nehmen kann. EDN hat schon dem Namen nach die Verantwortung dort stärker als Vertreter des Dokumentarfilmes aufzutreten und sollte in Zukunft verstärkt versuchen die verschiedenen Interessen der nationalen Dokumentarfilmorganisationen zu bündeln".
EDN hat sich bisher durch die vorwiegend in Süd- und Ost-Europa durchgeführten Dokumentarfilm-workshops einen Namen gemacht und gibt einmal jährlich den European Financing Guide heraus, der sich großer Beliebtheit erfreut.
Das ebenfalls vom EDN herausgegebene Dox Magazin lag zur IDFA in seiner neusten erweiterten Ausgabe aus. Es hat an Umfang deutlich zugenommen und wurde erstmals mit einer DVD ausgeliefert, auf der sich bei dieser Ausgabe der Dokumentarfilm "Crude" von Joe Berlinger befindet. Statt bisher sechs soll es nur noch vier mal pro Jahr erscheinen. Der neue Chefredakteur des Magazins ist der Norweger Truls Lie, der sich in Norwegen bereits als Filmkritiker und Herausgeber der Norwegischen Edition von Le Monde Diplomatique einen Namen gemacht hat.
Für Mitglieder der AG DOK, die auch Mitglieder im EDN werden, gibt es einen Rabatt auf den regulären Mitgliedsbeitrag von € 130.-; die Mitgliedschaft bei der AG DOK muss bei der Anmeldung angegeben werden, dann bezahlt man nur € 104.-. Das DOX Abonnement und der einmal jährlich erscheinende Financing Guide sind im Beitrag enthalten, wie auch der Zugang zum internen Bereich der neuen Internetpräsenz, die dem Dokumentarfilmer viele nützliche Informationen und Zugang zu einem großen Netzwerk von internationalen Kollegen bietet.
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(c) filmbüro NW
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(01.12.09) Unter dem Titel "Wirklichkeitsspiele - Zum Einzug des Fiktionalen in den dokumentarischen Film" veranstaltet das Filmbüro NRW am 3.12.09 ein Symposium in Köln im Filmforum/Kino im Museum Ludwig - Info
In den letzten Jahren ist eine Veränderung des dokumentarischen Erzählens zu beobachten. Der aktuelle Dokumentarfilm macht sich auf vielfältige Weise Formen des Fiktiven zunutze. Der Trend geht zur Integration von inszenierten Passagen,...
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Dok-Symposion in Köln
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(c) filmbüro NW
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(01.12.09) Unter dem Titel "Wirklichkeitsspiele - Zum Einzug des Fiktionalen in den dokumentarischen Film" veranstaltet das Filmbüro NRW am 3.12.09 ein Symposium in Köln im Filmforum/Kino im Museum Ludwig - Info
In den letzten Jahren ist eine Veränderung des dokumentarischen Erzählens zu beobachten. Der aktuelle Dokumentarfilm macht sich auf vielfältige Weise Formen des Fiktiven zunutze. Der Trend geht zur Integration von inszenierten Passagen, die den Zuschauer emotional binden sollen.
Es scheint, dass kaum ein Filmemacher oder Kritiker die zunehmende Fiktionalisierung im Mix mit dokumentarischen Elementen im Dokumentarfilm auch hierzulande öffentlich in Frage stellen würde. Anlass genug für das Filmbüro NW und die dfi, den Einzug des Fiktionalen in den dokumentarischen Film unter dem Titel “Wirklichkeitsspiele“ am 3. Dezember zum Thema eines ganztägigen Symposiums zu machen.
Die Vermischung von fiktionalen und dokumentarischen Formen ist kein neues Thema; schon Grierson und Flaherty begingen den ‘Sündenfall’: Sie inszenierten in ihren Filmen nach. Gerne werden sie von denen zitiert, für die die Vermischung von Dokumentarischem und Fiktionalem aus Quoten- oder sonstigen Erfolg versprechenden Gründen ohnehin schon alternativlos ist.
International ausgezeichnete Filme wie “Man on Wire“ von James Marsh spielen mit allen Mitteln der Fiktion, um auf spannungsreiche und emotional verdichtete Weise eine ungewöhnliche Geschichte aus der Wirklichkeit zu erzählen. Das Gleiche gilt für “Stranded“ von Gonzalo Arijon. Beiden Filmen ist gemeinsam, dass die inszenierten Anteile nicht die Illusion herstellen, dass “es so gewesen ist“. Der Zuschauer bleibt Zeuge der Darstellung und behält dadurch den Zugang zur Reflexion des Geschehenen.
Die zentrale Frage des Symposions lautet: Welche Möglichkeiten bieten und welche Gefahren bergen fiktionale Anleihen im Dokumentarfilm? Zugespitzt formuliert: Fördert die Dramatisierung des Dokumentarfilms eine Vertiefung der Einsicht in gesellschaftliche, zwischenmenschliche Zusammenhänge, indem sie auch Emotionales und Unsagbares mit einbezieht? Oder verkürzt sie die politischen, kulturellen und sozialen Zusammenhänge auf banale zwischenmenschliche Interaktion und emotionale Identifikation, in denen sich der Zuschauer, ohne viel nachdenken zu müssen, jederzeit wiederfindet und bestätigt fühlt?
Zugesagt, über diese spannenden Fragen öffentlich zu streiten, haben bislang namhafte Publizisten, Filmwissenschaftler, Regisseure und Produzenten wie Gonzalo Arijon, Bettina Blümner, Axel Engstfeld, Volker Heise, Dietrich Leder, Egon Netenjakob, Karl-Ludwig Rettinger und Beate Schlanstein; die Tagesmoderation hat der Medienjournalist Fritz Wolf übernommen.
Den krönenden Abschluss des Symposiums bildet um 19.00 Uhr die Präsentation des Kino-Dokumentarfilms “Stranded“. Der Film des aus Uruguay stammenden Regisseurs Gonzalo Arijon wird als deutsche Erstaufführung gezeigt; anschließend gibt es ein Filmgespräch zwischen dem Regisseur und dem Kölner Dokumentaristen Robert Krieg.
Information und Anmeldung:
Eintritt Symposium: 10 EUR
Filmvorführung “Stranded“ mit Filmgespräch: 5 EUR
Mitglieder des Filmbüro NW, Studenten, Presse: Eintritt frei
Anmeldung unter: Filmbüro NW, Tel: 0221 - 9499 2697,
email: info(at)filmbuero-nw.de
www.filmbuero-nw.de
Pressekontakt "Wirklichkeitsspiele":
Elfriede Schmitt
tel 0221-729596
fax 0221-728611
mobil 0178 7295960
elfriede.schmitt(at)gmx.biz
In den letzten Jahren ist eine Veränderung des dokumentarischen Erzählens zu beobachten. Der aktuelle Dokumentarfilm macht sich auf vielfältige Weise Formen des Fiktiven zunutze. Der Trend geht zur Integration von inszenierten Passagen, die den Zuschauer emotional binden sollen.
Es scheint, dass kaum ein Filmemacher oder Kritiker die zunehmende Fiktionalisierung im Mix mit dokumentarischen Elementen im Dokumentarfilm auch hierzulande öffentlich in Frage stellen würde. Anlass genug für das Filmbüro NW und die dfi, den Einzug des Fiktionalen in den dokumentarischen Film unter dem Titel “Wirklichkeitsspiele“ am 3. Dezember zum Thema eines ganztägigen Symposiums zu machen.
Die Vermischung von fiktionalen und dokumentarischen Formen ist kein neues Thema; schon Grierson und Flaherty begingen den ‘Sündenfall’: Sie inszenierten in ihren Filmen nach. Gerne werden sie von denen zitiert, für die die Vermischung von Dokumentarischem und Fiktionalem aus Quoten- oder sonstigen Erfolg versprechenden Gründen ohnehin schon alternativlos ist.
International ausgezeichnete Filme wie “Man on Wire“ von James Marsh spielen mit allen Mitteln der Fiktion, um auf spannungsreiche und emotional verdichtete Weise eine ungewöhnliche Geschichte aus der Wirklichkeit zu erzählen. Das Gleiche gilt für “Stranded“ von Gonzalo Arijon. Beiden Filmen ist gemeinsam, dass die inszenierten Anteile nicht die Illusion herstellen, dass “es so gewesen ist“. Der Zuschauer bleibt Zeuge der Darstellung und behält dadurch den Zugang zur Reflexion des Geschehenen.
Die zentrale Frage des Symposions lautet: Welche Möglichkeiten bieten und welche Gefahren bergen fiktionale Anleihen im Dokumentarfilm? Zugespitzt formuliert: Fördert die Dramatisierung des Dokumentarfilms eine Vertiefung der Einsicht in gesellschaftliche, zwischenmenschliche Zusammenhänge, indem sie auch Emotionales und Unsagbares mit einbezieht? Oder verkürzt sie die politischen, kulturellen und sozialen Zusammenhänge auf banale zwischenmenschliche Interaktion und emotionale Identifikation, in denen sich der Zuschauer, ohne viel nachdenken zu müssen, jederzeit wiederfindet und bestätigt fühlt?
Zugesagt, über diese spannenden Fragen öffentlich zu streiten, haben bislang namhafte Publizisten, Filmwissenschaftler, Regisseure und Produzenten wie Gonzalo Arijon, Bettina Blümner, Axel Engstfeld, Volker Heise, Dietrich Leder, Egon Netenjakob, Karl-Ludwig Rettinger und Beate Schlanstein; die Tagesmoderation hat der Medienjournalist Fritz Wolf übernommen.
Den krönenden Abschluss des Symposiums bildet um 19.00 Uhr die Präsentation des Kino-Dokumentarfilms “Stranded“. Der Film des aus Uruguay stammenden Regisseurs Gonzalo Arijon wird als deutsche Erstaufführung gezeigt; anschließend gibt es ein Filmgespräch zwischen dem Regisseur und dem Kölner Dokumentaristen Robert Krieg.
Information und Anmeldung:
Eintritt Symposium: 10 EUR
Filmvorführung “Stranded“ mit Filmgespräch: 5 EUR
Mitglieder des Filmbüro NW, Studenten, Presse: Eintritt frei
Anmeldung unter: Filmbüro NW, Tel: 0221 - 9499 2697,
email: info(at)filmbuero-nw.de
www.filmbuero-nw.de
Pressekontakt "Wirklichkeitsspiele":
Elfriede Schmitt
tel 0221-729596
fax 0221-728611
mobil 0178 7295960
elfriede.schmitt(at)gmx.biz
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Prof. Dr. Sabine Rollberg
(c) WDR |
(29.10.09) Prof. Dr. Sabine Rollberg ist neue Preisträgerin des "Dicken Fells". Mit dieser ungewöhnlichen Auszeichnung ehrte die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK), Interessenverband von mehr als 850 unabhängigen Autoren, Regisseuren und Produzenten jetzt am Rande des Leipziger Dokumentarfilmfestivals die Leiterin der WDR-ARTE-Redaktion für ihr hervorragendes Bemühen um den Erhalt und die Pflege des Kino-Dokumentarfilms als Bestandteil öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme. Der Preis...
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AG DOK zeichnet WDR/ARTE -Redakteurin aus
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Prof. Dr. Sabine Rollberg
(c) WDR |
(29.10.09) Prof. Dr. Sabine Rollberg ist neue Preisträgerin des "Dicken Fells". Mit dieser ungewöhnlichen Auszeichnung ehrte die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK), Interessenverband von mehr als 850 unabhängigen Autoren, Regisseuren und Produzenten jetzt am Rande des Leipziger Dokumentarfilmfestivals die Leiterin der WDR-ARTE-Redaktion für ihr hervorragendes Bemühen um den Erhalt und die Pflege des Kino-Dokumentarfilms als Bestandteil öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme. Der Preis wird in zweijährlichem Abstand an deutsche Fernseh-Redakteure oder Redaktionen vergeben, deren Einsatz für das Dokumentarfilm-Genre über das redaktionelle Alltagsgeschäft hinausweist.
Denn obwohl die klassische Form des Dokumentarfilms nach Ansicht der AG DOK im Zentrum öffentlich-rechtlicher Kernkompetenz stehen müsste, wird sie immer stärker finanziell ausgezehrt und in Randbereiche des Programms abgedrängt. Darüber kann auch der nach wie vor anhaltende Boom dokumentarischer Formate nicht hinwegtäuschen: kompliziert erscheinende Stoffe und die damit verbundene Autorenhandschrift sind im quotenorientierten Sendebetrieb nicht gefragt. Sich diesem Trend zu widersetzen, verlangt nach Ansicht der AG DOK ein Dickes Fell.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, die von der Preisträgerin in die Projektentwicklung eines neuen Dokumentarfilms investiert werden können. Denn auch für die sorgfältige Entwicklung neuer Dokumentarfilmprojekte stellen die Sender kaum Mittel zur Verfügung.
Die diesjährige Preisvergabe steht vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um eine neue ARTE-Programmstruktur, die offensichtlich eine stärkere Popularisierung des Programms zum Ziel hat. Das "Dicke Fell" würdigt deshalb zugleich den Einsatz der Redaktionsleiterin für ein eigenständiges ARTE-Profil, das nicht, wie in anderen ARD-Anstalten leider üblich, ARTE nur als Appendix der eigenen Dritten Programme begreift und alle Themenvorschläge auf ihre regionale Verwertbarkeit hin zurechtstutzt. Vermeintlich "schwierige" Themen, zumal mit starken internationalen Bezügen, werden dadurch zunehmend ausgeklammert. Diese zuerst beim Norddeutschen Rundfunk verfügte Vereinnahmung der ARTE-Mittel für eigene Zwecke steht nach Ansicht der AG DOK im krassen Gegensatz zur Gründungsidee des Europäischern Kulturkanals, "Fernsehsendungen zu konzipieren, zu gestalten und ... auszustrahlen, die in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern."
Sabine Rollberg hat sich solchen Vorgaben nie unterworfen. Sie ist nach wie vor von der Vision eines völlig anderen, nur dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und insbesondere der Kultur verpflichteten Fernsehens erfüllt.
Mit der Wahl der diesjährigen Preisträgerin will die AG DOK den Westdeutschen Rundfunk und andere Sender zu einer intensiveren Wertschätzung des Autorenfilms ermutigen. Sie verbindet damit die Hoffnung auf Erhalt der Eigenständigkeit der WDR/ARTE-Redaktion. Herausragende Programmarbeit, wie sie in dieser Redaktion nachweislich über viele Jahre hinweg geleistet wurde, verlangt nach einem adäquaten redaktionellen Freiraum, der von äußeren Vorgaben freigehalten werden muss. Filme, die in den letzten zehn Jahren von Sabine Rollberg angestoßen und begleitet wurden, haben ihren Machern und damit auch dem WDR von Festival-Anerkennungen über den Deutschen Filmpreis bis hin zur Oscar- und Emmy-Nominierung eine Fülle kultureller Anerkennungen eingetragen.
In ihren von einer Kollegin verlesenen Dankesworten warb die Preisträgerin um Unterstützung für das Bemühen, Qualität und Güte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens neu zu beleben. Ohne ein "besonders dickes Fell" sei dieser Kampf gegen vermeintliche Sachzwänge überhaupt nicht zu bestehen - und regelmäßig sei ihr dieses Fell in den letzten Jahren auch schon geschoren worden.
Denn obwohl die klassische Form des Dokumentarfilms nach Ansicht der AG DOK im Zentrum öffentlich-rechtlicher Kernkompetenz stehen müsste, wird sie immer stärker finanziell ausgezehrt und in Randbereiche des Programms abgedrängt. Darüber kann auch der nach wie vor anhaltende Boom dokumentarischer Formate nicht hinwegtäuschen: kompliziert erscheinende Stoffe und die damit verbundene Autorenhandschrift sind im quotenorientierten Sendebetrieb nicht gefragt. Sich diesem Trend zu widersetzen, verlangt nach Ansicht der AG DOK ein Dickes Fell.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, die von der Preisträgerin in die Projektentwicklung eines neuen Dokumentarfilms investiert werden können. Denn auch für die sorgfältige Entwicklung neuer Dokumentarfilmprojekte stellen die Sender kaum Mittel zur Verfügung.
Die diesjährige Preisvergabe steht vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um eine neue ARTE-Programmstruktur, die offensichtlich eine stärkere Popularisierung des Programms zum Ziel hat. Das "Dicke Fell" würdigt deshalb zugleich den Einsatz der Redaktionsleiterin für ein eigenständiges ARTE-Profil, das nicht, wie in anderen ARD-Anstalten leider üblich, ARTE nur als Appendix der eigenen Dritten Programme begreift und alle Themenvorschläge auf ihre regionale Verwertbarkeit hin zurechtstutzt. Vermeintlich "schwierige" Themen, zumal mit starken internationalen Bezügen, werden dadurch zunehmend ausgeklammert. Diese zuerst beim Norddeutschen Rundfunk verfügte Vereinnahmung der ARTE-Mittel für eigene Zwecke steht nach Ansicht der AG DOK im krassen Gegensatz zur Gründungsidee des Europäischern Kulturkanals, "Fernsehsendungen zu konzipieren, zu gestalten und ... auszustrahlen, die in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern."
Sabine Rollberg hat sich solchen Vorgaben nie unterworfen. Sie ist nach wie vor von der Vision eines völlig anderen, nur dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und insbesondere der Kultur verpflichteten Fernsehens erfüllt.
Mit der Wahl der diesjährigen Preisträgerin will die AG DOK den Westdeutschen Rundfunk und andere Sender zu einer intensiveren Wertschätzung des Autorenfilms ermutigen. Sie verbindet damit die Hoffnung auf Erhalt der Eigenständigkeit der WDR/ARTE-Redaktion. Herausragende Programmarbeit, wie sie in dieser Redaktion nachweislich über viele Jahre hinweg geleistet wurde, verlangt nach einem adäquaten redaktionellen Freiraum, der von äußeren Vorgaben freigehalten werden muss. Filme, die in den letzten zehn Jahren von Sabine Rollberg angestoßen und begleitet wurden, haben ihren Machern und damit auch dem WDR von Festival-Anerkennungen über den Deutschen Filmpreis bis hin zur Oscar- und Emmy-Nominierung eine Fülle kultureller Anerkennungen eingetragen.
In ihren von einer Kollegin verlesenen Dankesworten warb die Preisträgerin um Unterstützung für das Bemühen, Qualität und Güte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens neu zu beleben. Ohne ein "besonders dickes Fell" sei dieser Kampf gegen vermeintliche Sachzwänge überhaupt nicht zu bestehen - und regelmäßig sei ihr dieses Fell in den letzten Jahren auch schon geschoren worden.
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AG DOK-Vorsitzender Thomas Frickel übergibt Fell & Urkunde stellvertretend an ARTE-Redakteurin Ulle Schröder. Rechts: Festivalleiter Claas Danielsen.
(c) 2009 N.C. Bolbrinker |
(29.10.09) Die Laudatio des AG DOK-Vorsitzenden Thomas Frickel:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Dokumentarfilms,
hier sehen Sie das "Dicke Fell". Es stammt von einem relativ unaggressiven Tier, aber als wir diesen Preis vor zwei Jahren gestiftet haben, haben wir durchaus ernsthaft erwogen, statt eines Schafs- ein Wildschweinfell zu nehmen.
Besonders in diesem Jahr würde das natürlich sehr gut passen, denn morgen ist, wie Sie vielleicht wissen, ein Geburtstag besonderer...
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Laudatio und Dankesrede für AG-DOK-Auszeichnung
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AG DOK-Vorsitzender Thomas Frickel übergibt Fell & Urkunde stellvertretend an ARTE-Redakteurin Ulle Schröder. Rechts: Festivalleiter Claas Danielsen.
(c) 2009 N.C. Bolbrinker |
(29.10.09) Die Laudatio des AG DOK-Vorsitzenden Thomas Frickel:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Dokumentarfilms,
hier sehen Sie das "Dicke Fell". Es stammt von einem relativ unaggressiven Tier, aber als wir diesen Preis vor zwei Jahren gestiftet haben, haben wir durchaus ernsthaft erwogen, statt eines Schafs- ein Wildschweinfell zu nehmen.
Besonders in diesem Jahr würde das natürlich sehr gut passen, denn morgen ist, wie Sie vielleicht wissen, ein Geburtstag besonderer Art zu feiern: Asterix wird 50 Jahre alt, und mit ihm jenes widerständische gallische Dorf, das sich, obwohl längst umzingelt, unbeugsam allen Vereinnahmungsversuchen der römischen Mainstream-Kultur widersetzt.
Im deutschen Medienbetrieb -und insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Sendern- gibt es zum Glück noch einige solcher Dörfer, und diejenigen, in denen wir uns am besten auskennen und in denen wir uns am ehesten zu Hause fühlen, sind natürlich die Dokumentarfilm-Redaktionen. Besonders gut befestigt sind sie nicht, und uneinnehmbar sind sie leider auch nicht - viele sind ständig bedroht und in langwierige zermürbende Abwehrkämpfe verstrickt. Dabei liegen sie doch mitten im öffentlich-rechtlichen Stammland, auf der Schnittstelle von Information, Kultur, Bildung - und oftmals auch anspruchsvoller Unterhaltung - also genau dort, wo sich alle Erfordernisse des öffentlich-rechtlichen Funktionsauftrags in geradezu idealtypischer Weise vereinigen. In Feuilletons, Festivalprogrammen und bei der Vergabe von Medienpreisen wird diese Bedeutung immer wieder gesondert herausgestellt, nur in den Programmdirektionen der Sender sieht man es offenbar anders: wachsender Quotendruck, schlechte Sendeplätze, ungenügende Finanzausstattung, die sich durch Budgetkürzungen oft genug noch weiter verschlimmert- das ist die Realität, mit der sich diejenigen herumschlagen müssen, die dieses Filetstück öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme redaktionell betreuen.
So richtig lustig ist das nicht. Und trotzdem gibt es in den Sendern nach wie vor viele aufrechte Verfechter unseres Genres, die in ihrer Position mehr als einfach nur irgend einen Job sehen, die dem ständig wachsenden Konformitätsdruck innerhalb der Funkhäuser und der Programmplanung nicht nachgeben und die für die Ideen "ihrer" Autoren, Regisseure und Produzenten kämpfen.
Gerne würden wir diesen Redakteurinnen und Redakteuren von Zeit zu Zeit mit einem besonders kräftigen Zaubertrank helfen. Aber vielleicht hilft ihnen ja auch ein "Dickes Fell".
Zum zweiten Mal waren die Autoren, Regisseure und Produzenten der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm in diesem Jahr aufgerufen, Redakteure, Redakteurinnen oder auch komplette Fernseh-Redaktionen zu benennen, die sich in außergewöhnlicher Weise um den unformatierten langen Dokumentarfilm verdient gemacht haben - also um die "Königsdisziplin", wie es der heutige ARTE-Programmchef Christoph Hauser einmal formuliert hat. Und wie schon bei unserem ersten Aufruf 2007 fiel das Votum auch diesmal erstaunlich eindeutig aus:
Das Dicke Fell 2009 erhält Frau Dr. Sabine Rollberg als Leiterin der WDR/ARTE-Redaktion - zum einen und vor allem, weil sie in den zehn Jahren in denen sie die WDR-Arte-Redaktion leitet, eine ganz unglaubliche Fülle interessanter, wichtiger und auch erfolgreicher dokumentarischer Kinofilme auf den Weg gebracht und begleitet hat - das Spektrum der Würdigungen, die diese Filme erfahren haben, reicht von Festivalauszeichnungen über den Deutschen Filmpreis bis zur Oscar-Nominierung. "Sie begnügt sich nicht damit, irgend welche verschämte "Nischen" offen zu halten (was schon verdienstvoll genug wäre), sondern sie ermöglicht immer wieder "bedeutende" und -in einer größeren Sicht- außerordentlich erfolgreiche Filme", schreibt uns ein Filmemacher, der die Szene seit vielen Jahren kennt. Und er hat recht: Was in dieser Redaktion entstanden ist, zählt zweifellos zum Tafelsilber des öffentlich-rechtlichen Programmangebots, es lässt sich weltweit sehen und gereicht dem Hause WDR zur Ehre.
- Aber noch ein weiteres Argument erscheint in den Rückmeldungen unserer Mitglieder gleich mehrfach: Sabine Rollberg -und auch hier zitiere ich, diesmal aus einer anderen Zuschrift: "hat sich dem allgemeinen Trend zur Missachtung von Filmemachern nicht angeschlossen, sie respektiert sie, lässt sie nicht wochen- bis monatelang warten, bevor sie ein Exposé liest, obwohl ihr Tisch sicherlich genau so wie bei anderen unter Bergen von Exposés schwankt." Auch das ist offenbar nicht mehr so selbstverständlich, dass es keiner gesonderten Erwähnung bedürfte.
Und noch ein weiterer Aspekt erscheint uns vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um eine neue Programmstruktur bei ARTE wichtig: die ARTE-Redaktion des WDR steht nicht nur in besonderer Weise für den unformatierten Dokumentarfilm, sondern damit zugleich auch für einen inhaltlichen und künstlerischen Freiraum, der leider sehr selten geworden ist. Auch hier darf ich noch einmal aus einer der vielen Zuschriften zitieren: "Sabine Rollberg wagt sich immer noch an Themen, die andere Redakteurinnen und Redakteure nicht machen wollen, weil sie vielleicht keine Quote versprechen oder im Haus nicht durchzusetzen sind, oder weil sie einfach kein Interesse an sperrigern Themen haben - während sie diese Themen, die sie wichtig findet, aber durchsetzt, auch gegen zahlreiche Widerstände."
Mit diesem bedingungslosen Einsatz für ein breites internationales Themenspektrum hat sich Sabine Rollberg über zehn Jahre hinweg zugleich einer Doktrin widersetzt, die sich in den neunziger Jahren zunächst als "Kellermeier-Erlaß" in den Norddeutschen Rundfunk einschlich (Kellermeier - da war doch was?), bevor sie nach und nach auch auf andere Sender übergriff: Programm-Vorschläge für den Europäischen Kulturkanal sollen demnach von Thematik, regionaler Anbindung und Machart her ins Regionalprogramm des jeweiligen ARD-Senders passen. Wir reden dabei wohlgemerkt nicht von der fragwürdigen Querfinanzierung der Dritten Programme durch Gebührengelder, die von der KEF ja eigentlich bereitgestellt werden, damit ein eigenständiger Sender namens ARTE ein eigenständiges, unverwechselbares Programm machen kann.
Wir reden von der Provinzialisierung einer einstmals großen Idee.
Denn dass die großen internationalen Themen in unserer globalisierten Welt nicht an den Grenzen eines regionalen deutschen Sendegebiets Halt machen, dass ein Kulturkanal mit europäischem Anspruch Fragen wie Klimaschutz und Weltwirtschaft nicht jedes Mal und um jeden Preis vor der Haustür des jeweiligen Landesfunkhauses verorten kann, sollte ja eigentlich jedem einleuchten. Jeder weiß zugleich, dass solche Vorgaben keinen inhaltlich-journalistischen oder gar künstlerischen, sondern rein finanziellen und damit technokratischen Überlegungen folgen. Trotzdem wird es verlangt.
Sabine Rollberg hat sich diesem Trend auch deshalb verweigert, weil sie nach wie vor an die Gründungsidee von ARTE glaubt. Um am Aufbau dieses neuen europäischen Kulturkanals mitzuwirken, war sie bereits 1994 aus der Position der Pariser ARD-Korrespondentin als Chefredakteurin zu ARTE gewechselt - und die Vision eines völlig anderen, nur dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und insbesondere der Kultur verpflichteten Fernsehens beseelt sie nach wie vor.
Darin trifft sich Sabine Rollberg mit vielen, die dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gut wollen, die es stärken und die es erhalten wollen. Die eine eindeutige Abgrenzung gegenüber dem Quotenwahn des übrigen Medienbetriebs für unverzichtbar, ja für den Fortbestand des öffentlich-rechtlichen Systems sogar für überlebenswichtig halten. Qualität und Originalität müssen an erster Stelle stehen. Dafür steht Sabine Rollberg, und dafür steht auch unser Preis, das "Dicke Fell".
Das Dicke Fell ist damit mehr eine Würdigung herausragender redaktioneller Arbeit und vorbildlicher Umgangsformen im Kontakt mit freien Autoren, Regisseuren und Produzenten - es will die Programmverantwortlichen in den Führungsetagen zugleich ermutigen, noch stärker als seither der Strahlkraft des langen, unformatierten Dokumentarfilms zu vertrauen, ihn aus seinem Nischendasein zu befreien und ihn als das zu würdigen, was er ist: als ein Stück öffentlich-rechtlicher Kernkompetenz, als Aushängeschild des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.
Dazu gehört natürlich auch eine bessere Finanzausstattung. Und die fängt bei der Finanzierung der Projektentwicklung an. Leider sehen die Sender-Budgets für die Projektentwicklung außergewöhnlicher Dokumentarfilmvorhaben so gut wie keine Mittel vor - deshalb ist die heutige Preisvergabe mit einem Betrag in Höhe von 5000 Euro verknüpft, die Frau Dr. Rollberg nach eigenem Ermessen in die Entwicklung eines neuen Dokumentarfilmvorhabens investieren kann.
Wir hoffen, dass diese Botschaft an der richtigen Stelle verstanden wird, und dass die Sender künftig auch von sich aus Geld in die Entwicklung interessanter Dokumentarfilmprojekte investieren.
Ein Wermutstropfen zum Schluss: weil sie derzeit noch krank geschrieben ist, kann Frau Dr. Rollberg bedauerlicher Weise heute Abend nicht hier persönlich anwesend sein. Sie hat daher ihre Straßburger Kollegin Ulle Schröder gebeten, den Preis stellvertretend für sie entgegenzunehmen. Ich darf deshalb Ulle Schröder hier nach vorne bitten, und sie hat uns, wie ich hörte, auch eine Botschaft unserer Preisträgerin mitgebracht.
Frau Dr. Rollberg wünschen wir von hier aus gute Genesung - und viel Kraft für die Fortsetzung ihrer Bemühungen zur Verteidigung des kleinen gallischen Dorfs "Dokumentarfilm".
Die Dankesrede von Prof. Dr. Sabine Rollberg:
Lieber Herr Frickel, liebe Produzenten,
herzlichen Dank für die Ehre heute hier eine Anerkennung dafür zu bekommen, dass auch die Arbeit mit regelmäßigem Gehalt in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht ganz so einfach ist.
Diese Anerkennung berührt mich auch deshalb, weil sie von Menschen kommt, deren Konto eher von regelmäßigen Überziehungen gezeichnet ist. Denn wir alle hier wissen, der Dokumentarfilm hat es schwer, und eigentlich lebt er nur vom Idealismus all derer, die sich noch für ihn einsetzen, weil sie überzeugt sind, dass Kultur Sozialarbeit für morgen ist, dass wir gerade mit Dokumentarfilmen die Gesellschaften anderer besser verstehen, dass wir Menschen im globalen Zeitalter uns so ein bisschen besser kennen lernen. Kulturvermittlung sollte eines der Leitmotive unserer Arbeit sein.
Alle die sich für den Dokumentarfilm einsetzen, sind unerschütterliche Optimisten, Menschen, die an die Kraft der Kultur glauben. Ich freue mich auch ganz besonders, dass Ulle Schröder von ARTE in Strasbourg hier heute diesen Preis für mich entgegen nimmt. Sie gehört zu meinen engagiertesten Mitstreiterinnen im Kampf, qualitative Projekte auf den Sender zu bringen.
Ich musste die letzten Jahre ein besonders dickes Fell haben, denn ich setze mich dafür ein, dass da, wo ARTE drauf bzw. drunter steht, auch ARTE drin ist. Das Fell wird mir regelmäßig geschoren. Die Sender müssen sparen, und so ist es naheliegend, Geldquellen zu suchen. ARTE ist eine. So wird eben für ARTE nicht mehr ARTE Programm produziert, sondern das, was eigentlich für den eigenen Sender bestimmt ist. Das schränkt die Vielfalt, die Qualität und vor allem die Internationalität der Stoffe ein. Wir kennen die Sätze, Afrika ist nicht sexy, Balkan hatten wir gerade, nicht schon wieder Afghanistan. Viele sachkundige Autoren werden ihre Themen nicht mehr los. Anspruchsvolle Produzenten sind in Existenzgefahr. Noch immer gibt es herausragende Ausnahmen, aber sie werden deutlich weniger.
Ich danke Ihnen von Herzen für diese Ermutigung. Auch mit dem dicksten Fell kann ich nicht aufhalten, was offenbar politisch gewollt ist. Keine Kampagne von Zuschauern, die sich in ihrer Intelligenz beleidigt fühlen, zwingt bisher zur Umkehr. Wir haben von den Amerikanern ein wertvolles Geschenk, das des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bekommen. Günter Gaus hat uns 1981 das Wort von den „hochbezahlten Feiglingen“ mit auf den Weg gegeben, als wir den offenen Rundfunk gegen den Parteieneinfluss gegründet haben. Heute würde ich mir wünschen, die Politiker würden uns laut und nachhaltig ermahnen, wieder ernsthaft für die Demokratie-Fähigkeit in unserer Gesellschaft zu sorgen, und nicht an weiteren Vernebelungspraktiken mitzuwirken. Es ist wie bei der Klimakatastrophe, wir sind kurz davor und haben noch kleine Chancen sie zu verhindern. Ich möchte sie auffordern, auch wenn es nur Fernsehen ist, alles zu tun, um die Güte und Qualität eines öffentlich-rechtlichen Fernsehens wieder zu beleben.
Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen einen schönen Abend.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Dokumentarfilms,
hier sehen Sie das "Dicke Fell". Es stammt von einem relativ unaggressiven Tier, aber als wir diesen Preis vor zwei Jahren gestiftet haben, haben wir durchaus ernsthaft erwogen, statt eines Schafs- ein Wildschweinfell zu nehmen.
Besonders in diesem Jahr würde das natürlich sehr gut passen, denn morgen ist, wie Sie vielleicht wissen, ein Geburtstag besonderer Art zu feiern: Asterix wird 50 Jahre alt, und mit ihm jenes widerständische gallische Dorf, das sich, obwohl längst umzingelt, unbeugsam allen Vereinnahmungsversuchen der römischen Mainstream-Kultur widersetzt.
Im deutschen Medienbetrieb -und insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Sendern- gibt es zum Glück noch einige solcher Dörfer, und diejenigen, in denen wir uns am besten auskennen und in denen wir uns am ehesten zu Hause fühlen, sind natürlich die Dokumentarfilm-Redaktionen. Besonders gut befestigt sind sie nicht, und uneinnehmbar sind sie leider auch nicht - viele sind ständig bedroht und in langwierige zermürbende Abwehrkämpfe verstrickt. Dabei liegen sie doch mitten im öffentlich-rechtlichen Stammland, auf der Schnittstelle von Information, Kultur, Bildung - und oftmals auch anspruchsvoller Unterhaltung - also genau dort, wo sich alle Erfordernisse des öffentlich-rechtlichen Funktionsauftrags in geradezu idealtypischer Weise vereinigen. In Feuilletons, Festivalprogrammen und bei der Vergabe von Medienpreisen wird diese Bedeutung immer wieder gesondert herausgestellt, nur in den Programmdirektionen der Sender sieht man es offenbar anders: wachsender Quotendruck, schlechte Sendeplätze, ungenügende Finanzausstattung, die sich durch Budgetkürzungen oft genug noch weiter verschlimmert- das ist die Realität, mit der sich diejenigen herumschlagen müssen, die dieses Filetstück öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme redaktionell betreuen.
So richtig lustig ist das nicht. Und trotzdem gibt es in den Sendern nach wie vor viele aufrechte Verfechter unseres Genres, die in ihrer Position mehr als einfach nur irgend einen Job sehen, die dem ständig wachsenden Konformitätsdruck innerhalb der Funkhäuser und der Programmplanung nicht nachgeben und die für die Ideen "ihrer" Autoren, Regisseure und Produzenten kämpfen.
Gerne würden wir diesen Redakteurinnen und Redakteuren von Zeit zu Zeit mit einem besonders kräftigen Zaubertrank helfen. Aber vielleicht hilft ihnen ja auch ein "Dickes Fell".
Zum zweiten Mal waren die Autoren, Regisseure und Produzenten der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm in diesem Jahr aufgerufen, Redakteure, Redakteurinnen oder auch komplette Fernseh-Redaktionen zu benennen, die sich in außergewöhnlicher Weise um den unformatierten langen Dokumentarfilm verdient gemacht haben - also um die "Königsdisziplin", wie es der heutige ARTE-Programmchef Christoph Hauser einmal formuliert hat. Und wie schon bei unserem ersten Aufruf 2007 fiel das Votum auch diesmal erstaunlich eindeutig aus:
Das Dicke Fell 2009 erhält Frau Dr. Sabine Rollberg als Leiterin der WDR/ARTE-Redaktion - zum einen und vor allem, weil sie in den zehn Jahren in denen sie die WDR-Arte-Redaktion leitet, eine ganz unglaubliche Fülle interessanter, wichtiger und auch erfolgreicher dokumentarischer Kinofilme auf den Weg gebracht und begleitet hat - das Spektrum der Würdigungen, die diese Filme erfahren haben, reicht von Festivalauszeichnungen über den Deutschen Filmpreis bis zur Oscar-Nominierung. "Sie begnügt sich nicht damit, irgend welche verschämte "Nischen" offen zu halten (was schon verdienstvoll genug wäre), sondern sie ermöglicht immer wieder "bedeutende" und -in einer größeren Sicht- außerordentlich erfolgreiche Filme", schreibt uns ein Filmemacher, der die Szene seit vielen Jahren kennt. Und er hat recht: Was in dieser Redaktion entstanden ist, zählt zweifellos zum Tafelsilber des öffentlich-rechtlichen Programmangebots, es lässt sich weltweit sehen und gereicht dem Hause WDR zur Ehre.
- Aber noch ein weiteres Argument erscheint in den Rückmeldungen unserer Mitglieder gleich mehrfach: Sabine Rollberg -und auch hier zitiere ich, diesmal aus einer anderen Zuschrift: "hat sich dem allgemeinen Trend zur Missachtung von Filmemachern nicht angeschlossen, sie respektiert sie, lässt sie nicht wochen- bis monatelang warten, bevor sie ein Exposé liest, obwohl ihr Tisch sicherlich genau so wie bei anderen unter Bergen von Exposés schwankt." Auch das ist offenbar nicht mehr so selbstverständlich, dass es keiner gesonderten Erwähnung bedürfte.
Und noch ein weiterer Aspekt erscheint uns vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um eine neue Programmstruktur bei ARTE wichtig: die ARTE-Redaktion des WDR steht nicht nur in besonderer Weise für den unformatierten Dokumentarfilm, sondern damit zugleich auch für einen inhaltlichen und künstlerischen Freiraum, der leider sehr selten geworden ist. Auch hier darf ich noch einmal aus einer der vielen Zuschriften zitieren: "Sabine Rollberg wagt sich immer noch an Themen, die andere Redakteurinnen und Redakteure nicht machen wollen, weil sie vielleicht keine Quote versprechen oder im Haus nicht durchzusetzen sind, oder weil sie einfach kein Interesse an sperrigern Themen haben - während sie diese Themen, die sie wichtig findet, aber durchsetzt, auch gegen zahlreiche Widerstände."
Mit diesem bedingungslosen Einsatz für ein breites internationales Themenspektrum hat sich Sabine Rollberg über zehn Jahre hinweg zugleich einer Doktrin widersetzt, die sich in den neunziger Jahren zunächst als "Kellermeier-Erlaß" in den Norddeutschen Rundfunk einschlich (Kellermeier - da war doch was?), bevor sie nach und nach auch auf andere Sender übergriff: Programm-Vorschläge für den Europäischen Kulturkanal sollen demnach von Thematik, regionaler Anbindung und Machart her ins Regionalprogramm des jeweiligen ARD-Senders passen. Wir reden dabei wohlgemerkt nicht von der fragwürdigen Querfinanzierung der Dritten Programme durch Gebührengelder, die von der KEF ja eigentlich bereitgestellt werden, damit ein eigenständiger Sender namens ARTE ein eigenständiges, unverwechselbares Programm machen kann.
Wir reden von der Provinzialisierung einer einstmals großen Idee.
Denn dass die großen internationalen Themen in unserer globalisierten Welt nicht an den Grenzen eines regionalen deutschen Sendegebiets Halt machen, dass ein Kulturkanal mit europäischem Anspruch Fragen wie Klimaschutz und Weltwirtschaft nicht jedes Mal und um jeden Preis vor der Haustür des jeweiligen Landesfunkhauses verorten kann, sollte ja eigentlich jedem einleuchten. Jeder weiß zugleich, dass solche Vorgaben keinen inhaltlich-journalistischen oder gar künstlerischen, sondern rein finanziellen und damit technokratischen Überlegungen folgen. Trotzdem wird es verlangt.
Sabine Rollberg hat sich diesem Trend auch deshalb verweigert, weil sie nach wie vor an die Gründungsidee von ARTE glaubt. Um am Aufbau dieses neuen europäischen Kulturkanals mitzuwirken, war sie bereits 1994 aus der Position der Pariser ARD-Korrespondentin als Chefredakteurin zu ARTE gewechselt - und die Vision eines völlig anderen, nur dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und insbesondere der Kultur verpflichteten Fernsehens beseelt sie nach wie vor.
Darin trifft sich Sabine Rollberg mit vielen, die dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gut wollen, die es stärken und die es erhalten wollen. Die eine eindeutige Abgrenzung gegenüber dem Quotenwahn des übrigen Medienbetriebs für unverzichtbar, ja für den Fortbestand des öffentlich-rechtlichen Systems sogar für überlebenswichtig halten. Qualität und Originalität müssen an erster Stelle stehen. Dafür steht Sabine Rollberg, und dafür steht auch unser Preis, das "Dicke Fell".
Das Dicke Fell ist damit mehr eine Würdigung herausragender redaktioneller Arbeit und vorbildlicher Umgangsformen im Kontakt mit freien Autoren, Regisseuren und Produzenten - es will die Programmverantwortlichen in den Führungsetagen zugleich ermutigen, noch stärker als seither der Strahlkraft des langen, unformatierten Dokumentarfilms zu vertrauen, ihn aus seinem Nischendasein zu befreien und ihn als das zu würdigen, was er ist: als ein Stück öffentlich-rechtlicher Kernkompetenz, als Aushängeschild des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.
Dazu gehört natürlich auch eine bessere Finanzausstattung. Und die fängt bei der Finanzierung der Projektentwicklung an. Leider sehen die Sender-Budgets für die Projektentwicklung außergewöhnlicher Dokumentarfilmvorhaben so gut wie keine Mittel vor - deshalb ist die heutige Preisvergabe mit einem Betrag in Höhe von 5000 Euro verknüpft, die Frau Dr. Rollberg nach eigenem Ermessen in die Entwicklung eines neuen Dokumentarfilmvorhabens investieren kann.
Wir hoffen, dass diese Botschaft an der richtigen Stelle verstanden wird, und dass die Sender künftig auch von sich aus Geld in die Entwicklung interessanter Dokumentarfilmprojekte investieren.
Ein Wermutstropfen zum Schluss: weil sie derzeit noch krank geschrieben ist, kann Frau Dr. Rollberg bedauerlicher Weise heute Abend nicht hier persönlich anwesend sein. Sie hat daher ihre Straßburger Kollegin Ulle Schröder gebeten, den Preis stellvertretend für sie entgegenzunehmen. Ich darf deshalb Ulle Schröder hier nach vorne bitten, und sie hat uns, wie ich hörte, auch eine Botschaft unserer Preisträgerin mitgebracht.
Frau Dr. Rollberg wünschen wir von hier aus gute Genesung - und viel Kraft für die Fortsetzung ihrer Bemühungen zur Verteidigung des kleinen gallischen Dorfs "Dokumentarfilm".
Die Dankesrede von Prof. Dr. Sabine Rollberg:
Lieber Herr Frickel, liebe Produzenten,
herzlichen Dank für die Ehre heute hier eine Anerkennung dafür zu bekommen, dass auch die Arbeit mit regelmäßigem Gehalt in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht ganz so einfach ist.
Diese Anerkennung berührt mich auch deshalb, weil sie von Menschen kommt, deren Konto eher von regelmäßigen Überziehungen gezeichnet ist. Denn wir alle hier wissen, der Dokumentarfilm hat es schwer, und eigentlich lebt er nur vom Idealismus all derer, die sich noch für ihn einsetzen, weil sie überzeugt sind, dass Kultur Sozialarbeit für morgen ist, dass wir gerade mit Dokumentarfilmen die Gesellschaften anderer besser verstehen, dass wir Menschen im globalen Zeitalter uns so ein bisschen besser kennen lernen. Kulturvermittlung sollte eines der Leitmotive unserer Arbeit sein.
Alle die sich für den Dokumentarfilm einsetzen, sind unerschütterliche Optimisten, Menschen, die an die Kraft der Kultur glauben. Ich freue mich auch ganz besonders, dass Ulle Schröder von ARTE in Strasbourg hier heute diesen Preis für mich entgegen nimmt. Sie gehört zu meinen engagiertesten Mitstreiterinnen im Kampf, qualitative Projekte auf den Sender zu bringen.
Ich musste die letzten Jahre ein besonders dickes Fell haben, denn ich setze mich dafür ein, dass da, wo ARTE drauf bzw. drunter steht, auch ARTE drin ist. Das Fell wird mir regelmäßig geschoren. Die Sender müssen sparen, und so ist es naheliegend, Geldquellen zu suchen. ARTE ist eine. So wird eben für ARTE nicht mehr ARTE Programm produziert, sondern das, was eigentlich für den eigenen Sender bestimmt ist. Das schränkt die Vielfalt, die Qualität und vor allem die Internationalität der Stoffe ein. Wir kennen die Sätze, Afrika ist nicht sexy, Balkan hatten wir gerade, nicht schon wieder Afghanistan. Viele sachkundige Autoren werden ihre Themen nicht mehr los. Anspruchsvolle Produzenten sind in Existenzgefahr. Noch immer gibt es herausragende Ausnahmen, aber sie werden deutlich weniger.
Ich danke Ihnen von Herzen für diese Ermutigung. Auch mit dem dicksten Fell kann ich nicht aufhalten, was offenbar politisch gewollt ist. Keine Kampagne von Zuschauern, die sich in ihrer Intelligenz beleidigt fühlen, zwingt bisher zur Umkehr. Wir haben von den Amerikanern ein wertvolles Geschenk, das des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bekommen. Günter Gaus hat uns 1981 das Wort von den „hochbezahlten Feiglingen“ mit auf den Weg gegeben, als wir den offenen Rundfunk gegen den Parteieneinfluss gegründet haben. Heute würde ich mir wünschen, die Politiker würden uns laut und nachhaltig ermahnen, wieder ernsthaft für die Demokratie-Fähigkeit in unserer Gesellschaft zu sorgen, und nicht an weiteren Vernebelungspraktiken mitzuwirken. Es ist wie bei der Klimakatastrophe, wir sind kurz davor und haben noch kleine Chancen sie zu verhindern. Ich möchte sie auffordern, auch wenn es nur Fernsehen ist, alles zu tun, um die Güte und Qualität eines öffentlich-rechtlichen Fernsehens wieder zu beleben.
Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen einen schönen Abend.
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(c) DOK Leipzig
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(20.10.2009) Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK Leipzig (26.10. bis 01.11.2009) ist das größte deutsche und eines der führenden internationalen Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm mit vier Wettbewerben, diversen Sonderprogrammen und einem breiten Angebot für die Vertreter der Filmindustrie Infos
Auch 2009 setzen die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und DOK Leipzig ihre...
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AG DOK auf Leipziger Filmfestival
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(c) DOK Leipzig
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(20.10.2009) Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK Leipzig (26.10. bis 01.11.2009) ist das größte deutsche und eines der führenden internationalen Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm mit vier Wettbewerben, diversen Sonderprogrammen und einem breiten Angebot für die Vertreter der Filmindustrie Infos
Auch 2009 setzen die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und DOK Leipzig ihre erfolgreiche Kooperation fort. Die AG DOK ist Sponsor des "Doc Summit" am 28.10.2009 und lädt die Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung zum Lunch. Ebenfalls am 28.10. begrüßt die AG DOK zusammen mit dem Haus des Dokumentarfilms (HDF) und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) alle Festivalgäste zur großen "DOK Night" ins Spiegelzelt. Bei dieser Gelegenheit wird die AG DOK das "Dicke Fell" verleihen - ihren Preis an einen Fernsehredakteur (oder an eine Redaktion) mit besonderen Verdiensten um den unformatierten programmfüllenden Dokumentarfilm. Am 29.10. ist AG DOK-Vorstandsmitglied Cay Wesnigk auf dem "DOK-Summit-Podium" zum Thema "Dokumentarfilm im Internet" vertreten.
Die AG DOK ist auch Partner des Koproduktions-Workshops und insbesondere der vierten Leipzig Screenings, einer Verkaufsveranstaltung für den langen Dokumentarfilm im Kino-Format. Diese Veranstaltung wurde einst von der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm angeregt und wird aus Projektmitteln finanziert, die German Films zur Absatzförderung deutscher Dokumentarfilme im Ausland bereitstellt. Die AG DOK gehört der Gesellschafterversammlung von German Films an und hält dort zehn Prozent der Geschäftsanteile.
Auch 2009 setzen die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und DOK Leipzig ihre erfolgreiche Kooperation fort. Die AG DOK ist Sponsor des "Doc Summit" am 28.10.2009 und lädt die Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung zum Lunch. Ebenfalls am 28.10. begrüßt die AG DOK zusammen mit dem Haus des Dokumentarfilms (HDF) und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) alle Festivalgäste zur großen "DOK Night" ins Spiegelzelt. Bei dieser Gelegenheit wird die AG DOK das "Dicke Fell" verleihen - ihren Preis an einen Fernsehredakteur (oder an eine Redaktion) mit besonderen Verdiensten um den unformatierten programmfüllenden Dokumentarfilm. Am 29.10. ist AG DOK-Vorstandsmitglied Cay Wesnigk auf dem "DOK-Summit-Podium" zum Thema "Dokumentarfilm im Internet" vertreten.
Die AG DOK ist auch Partner des Koproduktions-Workshops und insbesondere der vierten Leipzig Screenings, einer Verkaufsveranstaltung für den langen Dokumentarfilm im Kino-Format. Diese Veranstaltung wurde einst von der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm angeregt und wird aus Projektmitteln finanziert, die German Films zur Absatzförderung deutscher Dokumentarfilme im Ausland bereitstellt. Die AG DOK gehört der Gesellschafterversammlung von German Films an und hält dort zehn Prozent der Geschäftsanteile.
Premiere der Initiative dok you auf der Duisburger Filmwoche
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(c) Bettina Braun
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(19.10.2009) Kinder mit Dokumentarfilmen vertraut zu machen, ist das Anliegen des Projekts dok you. 2008 von den Initiatoren Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und doxs!, der Kinderfilmsektion der Duisburger Filmwoche gestartet, arbeiten die beiden Veranstalter an der Etablierung von Strukturen für die Produktion von Kinderdokumentarfilmen und an deren Rezeption.
Partner des Projekts sind das Land NRW und das Kuratorium junger deutscher Film als Projektförderer sowie der WDR und die Filmstiftung...
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Dokumentarische Kurzfilme für Kinder
Premiere der Initiative dok you auf der Duisburger Filmwoche
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(c) Bettina Braun
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(19.10.2009) Kinder mit Dokumentarfilmen vertraut zu machen, ist das Anliegen des Projekts dok you. 2008 von den Initiatoren Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und doxs!, der Kinderfilmsektion der Duisburger Filmwoche gestartet, arbeiten die beiden Veranstalter an der Etablierung von Strukturen für die Produktion von Kinderdokumentarfilmen und an deren Rezeption.
Partner des Projekts sind das Land NRW und das Kuratorium junger deutscher Film als Projektförderer sowie der WDR und die Filmstiftung NRW als Filmfinanzierer. Gefördert wurden einige der Filme ebenfalls von der gemeinsamen Kinderfilmförderung des BKM und des Kuratorium junger deutscher Film.
Am Projekt direkt beteiligt sind professionelle Dokumentarfilmer sowie Schulen aus NRW. Nach Dokumentarfilmworkshops in Schulen, nach Ideensuche und der Qualifizierung für die Stoffentwicklung in einer dok you-Werkstatt, nach Dreharbeiten und Postproduktion sind nun die ersten vier Filme fertig.
Am 6. November 2009, ab 13.00 Uhr sind diese Filme in einer Premiere während der Duisburger Filmwoche zu sehen. Vorgestellt von den beiden dok you-Paten Nora Tschirner und Ralph Caspers.
Zwei weitere der geförderten und von einer dok you-Jury ausgewählten Filme sollen im Frühjahr 2010 fertig sein. Dann startet auch die Kinoauswertung der dokumentarischen Kurzfilme, die eine Länge zwischen 20 und 12 Minuten haben.
Die inhaltliche Klammer zwischen allen Filmen bildet das Thema ‚Integration’. So erzählen die Filme etwa von Edna, dem bosnischen Mädchen und ihrem Tag in einer deutschen Schulklasse oder von Nico, dem Außenseiter. Sie erzählen von den eineiigen Zwillingen Nick & Tim, die um ihre jeweilige Eigenständigkeit hart kämpfen müssen sowie von den Geschwistern Alina und Christina, bei denen es ebenfalls darum geht, einen Platz im Leben zu finden.
Diesen unterschiedlichen Lebenswelten begegnen die Autoren Bettina Braun, Bernd Sahling, Alexandra Schröder und Anna Wahle mit ihren ganz eigenen filmischen Handschriften. Das junge Publikum wird so mit vielfältigen dokumentarischen Formen bekannt gemacht. Formen, die sie nicht kennen und kaum in ihrer medialen Alltagswelt wahrnehmen.
Und auch die zwei weiteren Filme beobachten Situationen, in denen es um Fremdsein und Anerkennung geht: so, wenn sich drei Jungen aus Griechenland, Polen und Ruanda über tägliche Gewalt und ihren Umgang damit äußern, oder wenn Eiki, der in Deutschland aufgewachsene japanische Junge, sich auf seine Rückkehr in ein fremdes Herkunftsland vorbereiten muss.
In der Filmauswertung ab 2010 werden verschiedene Präsentationsformen für die dokumentarischen Kurzfilme im Kino ausprobiert und entwickelt. Der WDR wird außerdem auf dem Bildungsserver ‚Planet Schule’ ein Modul zur Filmbildung und zum Dokumentarfilm bereitstellen.
Ab 2010 ist ebenfalls der Beginn einer zweiten Staffel von dok you geplant mit neuen Filmemachern und Schulen. Infos
Kontakt und Information
dok you Köln
Petra L. Schmitz
DFI im Filmbüro NW
0221 – 170 66 508
dfi@filmbuero-nw.de
Partner des Projekts sind das Land NRW und das Kuratorium junger deutscher Film als Projektförderer sowie der WDR und die Filmstiftung NRW als Filmfinanzierer. Gefördert wurden einige der Filme ebenfalls von der gemeinsamen Kinderfilmförderung des BKM und des Kuratorium junger deutscher Film.
Am Projekt direkt beteiligt sind professionelle Dokumentarfilmer sowie Schulen aus NRW. Nach Dokumentarfilmworkshops in Schulen, nach Ideensuche und der Qualifizierung für die Stoffentwicklung in einer dok you-Werkstatt, nach Dreharbeiten und Postproduktion sind nun die ersten vier Filme fertig.
Am 6. November 2009, ab 13.00 Uhr sind diese Filme in einer Premiere während der Duisburger Filmwoche zu sehen. Vorgestellt von den beiden dok you-Paten Nora Tschirner und Ralph Caspers.
Zwei weitere der geförderten und von einer dok you-Jury ausgewählten Filme sollen im Frühjahr 2010 fertig sein. Dann startet auch die Kinoauswertung der dokumentarischen Kurzfilme, die eine Länge zwischen 20 und 12 Minuten haben.
Die inhaltliche Klammer zwischen allen Filmen bildet das Thema ‚Integration’. So erzählen die Filme etwa von Edna, dem bosnischen Mädchen und ihrem Tag in einer deutschen Schulklasse oder von Nico, dem Außenseiter. Sie erzählen von den eineiigen Zwillingen Nick & Tim, die um ihre jeweilige Eigenständigkeit hart kämpfen müssen sowie von den Geschwistern Alina und Christina, bei denen es ebenfalls darum geht, einen Platz im Leben zu finden.
Diesen unterschiedlichen Lebenswelten begegnen die Autoren Bettina Braun, Bernd Sahling, Alexandra Schröder und Anna Wahle mit ihren ganz eigenen filmischen Handschriften. Das junge Publikum wird so mit vielfältigen dokumentarischen Formen bekannt gemacht. Formen, die sie nicht kennen und kaum in ihrer medialen Alltagswelt wahrnehmen.
Und auch die zwei weiteren Filme beobachten Situationen, in denen es um Fremdsein und Anerkennung geht: so, wenn sich drei Jungen aus Griechenland, Polen und Ruanda über tägliche Gewalt und ihren Umgang damit äußern, oder wenn Eiki, der in Deutschland aufgewachsene japanische Junge, sich auf seine Rückkehr in ein fremdes Herkunftsland vorbereiten muss.
In der Filmauswertung ab 2010 werden verschiedene Präsentationsformen für die dokumentarischen Kurzfilme im Kino ausprobiert und entwickelt. Der WDR wird außerdem auf dem Bildungsserver ‚Planet Schule’ ein Modul zur Filmbildung und zum Dokumentarfilm bereitstellen.
Ab 2010 ist ebenfalls der Beginn einer zweiten Staffel von dok you geplant mit neuen Filmemachern und Schulen. Infos
Kontakt und Information
dok you Köln
Petra L. Schmitz
DFI im Filmbüro NW
0221 – 170 66 508
dfi@filmbuero-nw.de
Auszeichnungen für Carmen Tartarotti, Klaus Stern und Wolf Lindner
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(c) Markus Nass
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(19.10.2009) Am 16.10.09 wurde in Frankfurt/Main der Hessische Filmpreis verliehen; der Hauptpreis, dotiert mit 75.000 Euro, wurde auf zwei Dokumentarfilme aufgeteilt. Damit wurden gleich AG DOK-Mitglieder ausgezeichnet: Carmen Tartarotti für "Das Schreiben und das Schweigen. Die Schriftstellerin Friederike Mayröcker" Infos und Klaus Stern für "Henners Traum" über den Bürgermeister Henner Sattler, der in der hessischen Provinz "das größte...
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Preisregen beim Hessischen Filmpreis für AG DOK-Mitglieder
Auszeichnungen für Carmen Tartarotti, Klaus Stern und Wolf Lindner
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(c) Markus Nass
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(19.10.2009) Am 16.10.09 wurde in Frankfurt/Main der Hessische Filmpreis verliehen; der Hauptpreis, dotiert mit 75.000 Euro, wurde auf zwei Dokumentarfilme aufgeteilt. Damit wurden gleich AG DOK-Mitglieder ausgezeichnet: Carmen Tartarotti für "Das Schreiben und das Schweigen. Die Schriftstellerin Friederike Mayröcker" Infos und Klaus Stern für "Henners Traum" über den Bürgermeister Henner Sattler, der in der hessischen Provinz "das größte Tourismusprojekt Europas" errichten will Infos
Einer der Hessischen Kinokulturpreise für kommunale Kinos ging an ebenfalls an einen AG DOK-Kollegen; Wolf Lindner zeigt im Naxos-Kino in Frankfurt ausschließlich Dokumentarfilme und wurde für seine engagierte Programmgestaltung ausgezeichnet Info
Einer der Hessischen Kinokulturpreise für kommunale Kinos ging an ebenfalls an einen AG DOK-Kollegen; Wolf Lindner zeigt im Naxos-Kino in Frankfurt ausschließlich Dokumentarfilme und wurde für seine engagierte Programmgestaltung ausgezeichnet Info
Filmsymposium in Mannheim
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(c) Cinema Quadrat
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(21.10.2009) Schwerpunktthema des 24. Mannheimer Filmsymposiums (23. bis 25.10.2009) ist die Grundfrage, ob es sich bei der digitalen Technik im Film nur um technische Innovationen handelt oder ob sie inhaltliche und/oder ästhetische Veränderungen nach sich zieht. Das Symposium findet im Cinema Quadrat, dem kommunalen Kino in Mannheim statt und besteht aus diversen Filmprogrammen, Vorträgen, Werkstattberichten und Diskussionsrunden, die sich mit der Zukunft des Kinos im digitalen Zeitalter beschäftigen....
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Digitale Welten – Reine Technik oder ästhetische Chance?
Filmsymposium in Mannheim
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(21.10.2009) Schwerpunktthema des 24. Mannheimer Filmsymposiums (23. bis 25.10.2009) ist die Grundfrage, ob es sich bei der digitalen Technik im Film nur um technische Innovationen handelt oder ob sie inhaltliche und/oder ästhetische Veränderungen nach sich zieht. Das Symposium findet im Cinema Quadrat, dem kommunalen Kino in Mannheim statt und besteht aus diversen Filmprogrammen, Vorträgen, Werkstattberichten und Diskussionsrunden, die sich mit der Zukunft des Kinos im digitalen Zeitalter beschäftigen.
AG DOK-Mitglied und Kameramann Rolf Coulanges analysiert in seinem Beitrag die Qualität von bewegten Bildern, die mit unterschiedlichen Produktionsprozessen hergestellt wurden und fragt nach, ob nicht eben die Mobilität und Verfügbarkeit des Bildes seine Erscheinung bzw. Wahrnehmung heute mehr prägt als seine Ästhetik. Info
AG DOK-Mitglied und Kameramann Rolf Coulanges analysiert in seinem Beitrag die Qualität von bewegten Bildern, die mit unterschiedlichen Produktionsprozessen hergestellt wurden und fragt nach, ob nicht eben die Mobilität und Verfügbarkeit des Bildes seine Erscheinung bzw. Wahrnehmung heute mehr prägt als seine Ästhetik. Info
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G. Böhm, G. Hanfgarn, T. Frickel
(c) E. Lottmann |
Gerlinde Böhm, langjähriges Vorstandsmitglied der AG Dokumentarfilm und viele Jahre lang zugleich Koordinatorin der zahlreichen Berliner AG DOK-Veranstaltungen, wird Deutschland für einen mehrjährigen Auslandsaufenthalt verlassen.
Dieser relativ kurzfristig getroffene Entschluß bot beim diesjährigen Sommerfest der Berliner Dokumentarfilmer Anfang September im beliebten Berliner AG DOK-Treffpunkt „Sloppy Joes Bar“ Anlaß zu einer kurzen Würdigung durch den AG DOK-Vorsitzenden Thomas...
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AG DOK-Vorstandsmitglied Gerlinde Böhm verabschiedet
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G. Böhm, G. Hanfgarn, T. Frickel
(c) E. Lottmann |
Gerlinde Böhm, langjähriges Vorstandsmitglied der AG Dokumentarfilm und viele Jahre lang zugleich Koordinatorin der zahlreichen Berliner AG DOK-Veranstaltungen, wird Deutschland für einen mehrjährigen Auslandsaufenthalt verlassen.
Dieser relativ kurzfristig getroffene Entschluß bot beim diesjährigen Sommerfest der Berliner Dokumentarfilmer Anfang September im beliebten Berliner AG DOK-Treffpunkt „Sloppy Joes Bar“ Anlaß zu einer kurzen Würdigung durch den AG DOK-Vorsitzenden Thomas Frickel (rechts), der daran erinnerte, daß Gerlinde Böhm bereits Ende der achtziger Jahre in den damals noch dreiköpfigen Vorstand des Verbands gewählt wurde – zu einer Zeit, in der die AG DOK bundesweit noch halb so viele Mitglieder hatte als heute die Region Berlin allein.
Nach einer mehrjährigen Unterbrechung, in der sie unter anderem als Regisseurin und Produzentin ihre erfolgreiche Serie „Hab und Gut in aller Welt“ realisierte, kehrte Gerlinde Böhm in den Vorstand zurück, wo sie -allerdings aus der Ferne- noch bis zur nächsten Hauptversammlung die Schatzmeister-Funktion ausübt. Gunter Hanfgarn (mitte) überreichte ihr unter dem Beifall der rund 60 anwesenden Mitglieder einen Blumenstrauß in den AG DOK-Farben blau und weiß. Den Dank der Region Berlin brachte Dirk Szuszies zum Ausdruck (08.09.09)
Dieser relativ kurzfristig getroffene Entschluß bot beim diesjährigen Sommerfest der Berliner Dokumentarfilmer Anfang September im beliebten Berliner AG DOK-Treffpunkt „Sloppy Joes Bar“ Anlaß zu einer kurzen Würdigung durch den AG DOK-Vorsitzenden Thomas Frickel (rechts), der daran erinnerte, daß Gerlinde Böhm bereits Ende der achtziger Jahre in den damals noch dreiköpfigen Vorstand des Verbands gewählt wurde – zu einer Zeit, in der die AG DOK bundesweit noch halb so viele Mitglieder hatte als heute die Region Berlin allein.
Nach einer mehrjährigen Unterbrechung, in der sie unter anderem als Regisseurin und Produzentin ihre erfolgreiche Serie „Hab und Gut in aller Welt“ realisierte, kehrte Gerlinde Böhm in den Vorstand zurück, wo sie -allerdings aus der Ferne- noch bis zur nächsten Hauptversammlung die Schatzmeister-Funktion ausübt. Gunter Hanfgarn (mitte) überreichte ihr unter dem Beifall der rund 60 anwesenden Mitglieder einen Blumenstrauß in den AG DOK-Farben blau und weiß. Den Dank der Region Berlin brachte Dirk Szuszies zum Ausdruck (08.09.09)
(13.09.09) Die AG DOK hat sich einem Aufruf des European Documentary Network (EDN) angeschlossen und gegen das Vorgehen des Food-Konzerns Dole gegen den Dokumentarfilm BANANAS!* protestiert. Der Film der schwedischen Produktionsfirma porträtiert den Anwalt Juan Dominguez, der nicaraguanische Plantagenarbeiter bei einer Klage gegen Dole vertritt und den Einsatz von verbotenen und extrem gesundheitsschädlichen Pestiziden in Südamerika anprangert. Dole hat versucht die Premiere des Films in Los Angeles...
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AG DOK: Protest gegen Dole
(13.09.09) Die AG DOK hat sich einem Aufruf des European Documentary Network (EDN) angeschlossen und gegen das Vorgehen des Food-Konzerns Dole gegen den Dokumentarfilm BANANAS!* protestiert. Der Film der schwedischen Produktionsfirma porträtiert den Anwalt Juan Dominguez, der nicaraguanische Plantagenarbeiter bei einer Klage gegen Dole vertritt und den Einsatz von verbotenen und extrem gesundheitsschädlichen Pestiziden in Südamerika anprangert. Dole hat versucht die Premiere des Films in Los Angeles zu verhindern und droht die schwedische Produktionsfirma WG Film zu verklagen: Infos
Im Folgenden der Brief des AG DOK Vorsitzenden Thomas Frickel im Wortlaut, im Servicebereich findet sich die Antwort von Dole.
Jean-Christophe Juilliard, CEO/Directeur Général Europe de Dole, Dole Europe S.A.S.
92, rue de Courcelles, 75008 Paris, Frankreich
David DeLorenzo, President and CEO, Dole Food Company, Inc.
1 Dole Dr. Westlake Village, CA 91362 USA
phone: +1-818-879-6600 fax: +1-818-879-6615
Sehr geehrte Herren,
empört beobachtet die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, wie ihr Unternehmen die unabhängige schwedische Produktionsfirma WG Film unter Druck setzt, um die Verbreitung des Films „Bananas“ zu verhindern.
Wir sehen in diesem Vorgehen einen dreisten Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit, der einer offenen Gesellschaft im freien Teil der Welt unwürdig ist und der nicht hingenommen werden kann. Ihr Versuch, Festivalsponsoren unter Druck zu setzen und gleichzeitig ein kleines Filmproduktionsunternehmen in Gerichtsverfahren zu verstricken, um es wirtschaftlich zu ruinieren, ist ebenso durchschaubar wie schäbig. Der Imageverlust, den Sie mit diesen machiavellistischen Methoden erkaufen, ist immens und kaum wieder gutzumachen.
Die AG DOK, Berufsverband von mehr als 850 professionellen Dokumentarfilmautoren, Regisseuren und Produzenten in Deutschland, erwartet von Ihnen, dass Sie Ihre Anschläge auf die Informationsfreiheit unverzüglich einstellen und stattdessen die im Film kritisieren menschenverachtenden Praktiken Ihres Unternehmens in Lateinamerika beenden.
Andernfalls werden wir unsere Mitglieder und Mitgliedsfirmen offiziell auffordern, ihre guten Kontakte zu Fernsehsendern im In- und Ausland zu nutzen, um sich in Filmen und Magazinbeiträgen in besonderer Weise intensiv und kritisch mit der Firma Dole und ihren Methoden auseinanderzusetzen. Gleichzeitig werden wir über unsere guten Kontakte zu Partnerorganisationen in Europa anregen, dass sich auch in anderen europäischen Ländern Journalisten und Medienschaffende einer solchen Kampagne anschließen. Viele der uns angeschlossenen Journalisten und Filmautoren sind zudem gut mit Nicht-Regierungsorganisationen vernetzt, die wiederum mit der Organisation und Verbreitung von Boykott-Aufrufen Erfahrung haben. Ich denke, das alles kann nicht in Ihrem Interesse sein.
Wir sehen Ihrer Antwort daher mit Interesse entgegen und verbleiben bis dahin
Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm
Thomas Frickel, Vorsitzender und Geschäftsführer
Im Folgenden der Brief des AG DOK Vorsitzenden Thomas Frickel im Wortlaut, im Servicebereich findet sich die Antwort von Dole.
Jean-Christophe Juilliard, CEO/Directeur Général Europe de Dole, Dole Europe S.A.S.
92, rue de Courcelles, 75008 Paris, Frankreich
David DeLorenzo, President and CEO, Dole Food Company, Inc.
1 Dole Dr. Westlake Village, CA 91362 USA
phone: +1-818-879-6600 fax: +1-818-879-6615
Sehr geehrte Herren,
empört beobachtet die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, wie ihr Unternehmen die unabhängige schwedische Produktionsfirma WG Film unter Druck setzt, um die Verbreitung des Films „Bananas“ zu verhindern.
Wir sehen in diesem Vorgehen einen dreisten Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit, der einer offenen Gesellschaft im freien Teil der Welt unwürdig ist und der nicht hingenommen werden kann. Ihr Versuch, Festivalsponsoren unter Druck zu setzen und gleichzeitig ein kleines Filmproduktionsunternehmen in Gerichtsverfahren zu verstricken, um es wirtschaftlich zu ruinieren, ist ebenso durchschaubar wie schäbig. Der Imageverlust, den Sie mit diesen machiavellistischen Methoden erkaufen, ist immens und kaum wieder gutzumachen.
Die AG DOK, Berufsverband von mehr als 850 professionellen Dokumentarfilmautoren, Regisseuren und Produzenten in Deutschland, erwartet von Ihnen, dass Sie Ihre Anschläge auf die Informationsfreiheit unverzüglich einstellen und stattdessen die im Film kritisieren menschenverachtenden Praktiken Ihres Unternehmens in Lateinamerika beenden.
Andernfalls werden wir unsere Mitglieder und Mitgliedsfirmen offiziell auffordern, ihre guten Kontakte zu Fernsehsendern im In- und Ausland zu nutzen, um sich in Filmen und Magazinbeiträgen in besonderer Weise intensiv und kritisch mit der Firma Dole und ihren Methoden auseinanderzusetzen. Gleichzeitig werden wir über unsere guten Kontakte zu Partnerorganisationen in Europa anregen, dass sich auch in anderen europäischen Ländern Journalisten und Medienschaffende einer solchen Kampagne anschließen. Viele der uns angeschlossenen Journalisten und Filmautoren sind zudem gut mit Nicht-Regierungsorganisationen vernetzt, die wiederum mit der Organisation und Verbreitung von Boykott-Aufrufen Erfahrung haben. Ich denke, das alles kann nicht in Ihrem Interesse sein.
Wir sehen Ihrer Antwort daher mit Interesse entgegen und verbleiben bis dahin
Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm
Thomas Frickel, Vorsitzender und Geschäftsführer
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Christian Bauer auf "Dokville 2009" (Ludwigsburg)
(c) Pfister |
Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm trauert um zwei herausragende Kollegen, die beide innerhalb weniger Tage im Alter von 61 Jahren verstorben sind. Mit Peter Krieg und mit Christian Bauer verliert das deutsche Dokumentarfilmschaffen zwei bedeutende Filmemacher-Persönlichkeiten, deren umfangreiches Werk in mehrfacher Hinsicht prägend war. Peter Krieg war 1980 Mitbegründer der AG Dokumentarfilm und wirkte mehrere Jahre als Vorstandsmitglied, mit Filmen wie "Septemberweizen", oder "Vaters Land"...
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AG DOK trauert um Christian Bauer und um Peter Krieg
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Christian Bauer auf "Dokville 2009" (Ludwigsburg)
(c) Pfister |
Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm trauert um zwei herausragende Kollegen, die beide innerhalb weniger Tage im Alter von 61 Jahren verstorben sind. Mit Peter Krieg und mit Christian Bauer verliert das deutsche Dokumentarfilmschaffen zwei bedeutende Filmemacher-Persönlichkeiten, deren umfangreiches Werk in mehrfacher Hinsicht prägend war. Peter Krieg war 1980 Mitbegründer der AG Dokumentarfilm und wirkte mehrere Jahre als Vorstandsmitglied, mit Filmen wie "Septemberweizen", oder "Vaters Land" wurde er zu einer Ikone des politischen Dokumentarfilms der achtziger Jahre. Peter Krieg war stets und vor anderen ein Verfechter neuer, unkonventioneller Ideen, seine Kritik an eingeschliffenen Denkmustern und ausgetretenen Pfaden wird uns fehlen.
Christian Bauers Produktionsfirma "Tangram Film" zählt nicht allein in Deutschland, sondern europaweit zu den gefragtesten Produktionsfirmen im nicht-fiktionalen Bereich, viele seiner Produktionen waren auch international außerordentlich erfolgreich, in Deutschland wurden sie mit Preisen -vom Grimmepreis bis hin zum Bayerischen Fernsehpreis- gewürdigt. Aber auch seine eigenen Filme -etwa "Missing Allen" oder die "Ritchie-Boys"- werden unvergessen bleiben. Für die AG DOK war Christian Bauer stets ein verläßlicher und solidarischer Ansprechpartner, wenn es um die Wahrung der Produzentenrechte ging - als Vertreter unserer gemeinsamen Interessen war er klar in der Sache, aber stets verbindlich und nie verletzend. Sein Verlust für die deutsche Dokumentarfilmbranche wird spürbar sein.
Unsere Münchner Kollegin Kirsten Esch, die auch mit Christian Bauer zusammengearbeitet hat, hat einen sehr persönlich gehaltenen Nachruf verfasst, den wir im Folgenden wiedergeben. --
NACHRUF auf Christian Bauer
"Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen, mitten in uns“
(Rainer Maria Rilke)
Lieber Christian,
jäh, ja als brutal empfinden wir alle Deinen so plötzlichen Tod. Wie heißt es immer:„Er wurde aus unserer Mitte gerissen“. Nun gilt diese traurige Zeile Dir. Und wir müssen uns mühsam fassen im Unfassbaren: Dass Du nicht mehr auf der Welt bist, nicht mehr bei uns.
Oft habe ich Dich nicht gesehen, doch wenn wir uns sahen, habe ich mich immer gefreut. Mein Verhältnis zu Dir war geprägt von Zuneigung wie Wertschätzung. Und auch wenn ich Dich nicht sah, so wusste ich doch, dass Du da bist. Das war mir eine Beruhigung. Ich habe fest mit Dir gerechnet, als Mensch, als Mitstreiter.
Wir alle haben einen großen Mitstreiter verloren für die filmische und erzählerische Qualität des Dokumentarfilmes. Einen, der mit großer Ernsthaftigkeit und beharrlicher, sehr bedachter Neugierde spannende, bewegende Filme machte.
Als Produzent und Regisseur standest Du ein für die Bedeutung des Dokumentarischen in der deutschen und internationalen Film- und Fernsehlandschaft – ohne Larmoyanz hast Du gekämpft für eine partnerschaftliche Atmosphäre zwischen Sendern und Produzenten, in der man neue Formen gemeinsam riskiert. Du warst einer der wenigen, der früh die Bedeutung internationaler Kooperation erkannt und verfolgt hat. Im Dialog mit Produzenten, Sendern und Filmemachern aus aller Welt suchtest und fandest Du immer neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Und so warst Du auch im Ausland ein stets geschätzter Partner und Freund, der offen war für kreativen Austausch und kulturübergreifende Projekte. Aus dieser Weltoffenheit, die Dich auszeichnete, sind große, erfolgreiche Filme entstanden.
Und, Christian, Du warst einer, mit dem man sich streiten konnte. Du hast hinterfragt, motiviert und Dich nicht leicht zufrieden gegeben. Still, fein und beharrlich hieltest Du an Deinem Ziel fest: das Beste zu wollen. Du warst einer, der auf höchstem Niveau arbeitete und das auch von allen anderen erwartete. Deinen Erwartungen zu entsprechen, war nicht immer leicht. Doch man wusste sich aufgehoben bei Dir, in Deiner Kompetenz und Deiner menschlichen Wärme.
Deine Ruhe war groß, du konntest schweigen - Dir Zeit lassen. Aufregung war Deine Sache nicht. Und wenn Du dann schließlich gesprochen hast, dann wusstest Du, was Du sagst und man spürte, dass Du das liebst, was Du tust. „Leise implodierender Enthusiast“ so habe ich dich immer im Stillen genannt. Wir vermissen Dich!
Verloren haben wir Dich, vergessen werden wir Dich nie.
Deine Kirsten
---
Christian Bauer: www.agdok.de/-/mitglied/10001
Peter Krieg: www.agdok.de/-/mitglied/16758
www.agdok.de/download/Peter_is...
Christian Bauers Produktionsfirma "Tangram Film" zählt nicht allein in Deutschland, sondern europaweit zu den gefragtesten Produktionsfirmen im nicht-fiktionalen Bereich, viele seiner Produktionen waren auch international außerordentlich erfolgreich, in Deutschland wurden sie mit Preisen -vom Grimmepreis bis hin zum Bayerischen Fernsehpreis- gewürdigt. Aber auch seine eigenen Filme -etwa "Missing Allen" oder die "Ritchie-Boys"- werden unvergessen bleiben. Für die AG DOK war Christian Bauer stets ein verläßlicher und solidarischer Ansprechpartner, wenn es um die Wahrung der Produzentenrechte ging - als Vertreter unserer gemeinsamen Interessen war er klar in der Sache, aber stets verbindlich und nie verletzend. Sein Verlust für die deutsche Dokumentarfilmbranche wird spürbar sein.
Unsere Münchner Kollegin Kirsten Esch, die auch mit Christian Bauer zusammengearbeitet hat, hat einen sehr persönlich gehaltenen Nachruf verfasst, den wir im Folgenden wiedergeben. --
NACHRUF auf Christian Bauer
"Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen, mitten in uns“
(Rainer Maria Rilke)
Lieber Christian,
jäh, ja als brutal empfinden wir alle Deinen so plötzlichen Tod. Wie heißt es immer:„Er wurde aus unserer Mitte gerissen“. Nun gilt diese traurige Zeile Dir. Und wir müssen uns mühsam fassen im Unfassbaren: Dass Du nicht mehr auf der Welt bist, nicht mehr bei uns.
Oft habe ich Dich nicht gesehen, doch wenn wir uns sahen, habe ich mich immer gefreut. Mein Verhältnis zu Dir war geprägt von Zuneigung wie Wertschätzung. Und auch wenn ich Dich nicht sah, so wusste ich doch, dass Du da bist. Das war mir eine Beruhigung. Ich habe fest mit Dir gerechnet, als Mensch, als Mitstreiter.
Wir alle haben einen großen Mitstreiter verloren für die filmische und erzählerische Qualität des Dokumentarfilmes. Einen, der mit großer Ernsthaftigkeit und beharrlicher, sehr bedachter Neugierde spannende, bewegende Filme machte.
Als Produzent und Regisseur standest Du ein für die Bedeutung des Dokumentarischen in der deutschen und internationalen Film- und Fernsehlandschaft – ohne Larmoyanz hast Du gekämpft für eine partnerschaftliche Atmosphäre zwischen Sendern und Produzenten, in der man neue Formen gemeinsam riskiert. Du warst einer der wenigen, der früh die Bedeutung internationaler Kooperation erkannt und verfolgt hat. Im Dialog mit Produzenten, Sendern und Filmemachern aus aller Welt suchtest und fandest Du immer neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Und so warst Du auch im Ausland ein stets geschätzter Partner und Freund, der offen war für kreativen Austausch und kulturübergreifende Projekte. Aus dieser Weltoffenheit, die Dich auszeichnete, sind große, erfolgreiche Filme entstanden.
Und, Christian, Du warst einer, mit dem man sich streiten konnte. Du hast hinterfragt, motiviert und Dich nicht leicht zufrieden gegeben. Still, fein und beharrlich hieltest Du an Deinem Ziel fest: das Beste zu wollen. Du warst einer, der auf höchstem Niveau arbeitete und das auch von allen anderen erwartete. Deinen Erwartungen zu entsprechen, war nicht immer leicht. Doch man wusste sich aufgehoben bei Dir, in Deiner Kompetenz und Deiner menschlichen Wärme.
Deine Ruhe war groß, du konntest schweigen - Dir Zeit lassen. Aufregung war Deine Sache nicht. Und wenn Du dann schließlich gesprochen hast, dann wusstest Du, was Du sagst und man spürte, dass Du das liebst, was Du tust. „Leise implodierender Enthusiast“ so habe ich dich immer im Stillen genannt. Wir vermissen Dich!
Verloren haben wir Dich, vergessen werden wir Dich nie.
Deine Kirsten
---
Christian Bauer: www.agdok.de/-/mitglied/10001
Peter Krieg: www.agdok.de/-/mitglied/16758
www.agdok.de/download/Peter_is...
DOKVILLE diskutiert darüber, ob der Dokumentarfilm Erfolg hat – oder wie er ihn kriegen könnte. Von Eckart Lottmann
Groß Britannia, du hast es besser! So mag mancher Teilnehmer von DOKVILLE (einer mit rund 130 Gästen gut besuchten Tagung in Ludwigsburg im Juni 09) geseufzt haben, als er hörte, wie die unabhängigen Film- und Fernsehproduzenten Großbritanniens ihre Rechte gegenüber den Fernsehanstalten durchgesetzt haben. Die im Produzentenverband PACT organisierten Firmen haben das Regelwerk ausgehandelt, das nun seit fünf Jahren in England gilt – und glaubt man Alex Graham, der es bei DOKVILLE vorstellte,...
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„Erfolg am Medienmarkt!“
DOKVILLE diskutiert darüber, ob der Dokumentarfilm Erfolg hat – oder wie er ihn kriegen könnte. Von Eckart Lottmann
Groß Britannia, du hast es besser! So mag mancher Teilnehmer von DOKVILLE (einer mit rund 130 Gästen gut besuchten Tagung in Ludwigsburg im Juni 09) geseufzt haben, als er hörte, wie die unabhängigen Film- und Fernsehproduzenten Großbritanniens ihre Rechte gegenüber den Fernsehanstalten durchgesetzt haben. Die im Produzentenverband PACT organisierten Firmen haben das Regelwerk ausgehandelt, das nun seit fünf Jahren in England gilt – und glaubt man Alex Graham, der es bei DOKVILLE vorstellte, dann profitieren alle Seiten davon. Nur fünf Jahre darf der Fernsehsender die von ihm in Auftrag gegebene Produktion ausstrahlen, dann fallen die Rechte an den Produzenten zurück. Und die Nebenrechte (Merchandising, digitale Verwertungen etc.) bleiben sowieso beim Produzenten. Eine „gelungene Hochzeit zwischen Löwen und Schafen“ sei das, was da in England erreicht worden sei, meinte der kürzlich verstorbene Christian Bauer, Filmproduzent und Moderator bei DOKVILLE. In Deutschland geht das freilich nicht so – das glaubt jedenfalls ARD-Intendant Peter Boudgoust, der allerdings keine neuen Argumente mitgebracht hatte.
„Erfolg am Medienmarkt!“ Ja, es gibt ihn durchaus. „Unsere Erde“, das ist ja wohl ein Dokumentarfilm (er zeigt die Schönheiten dieses Planeten), hatte in Deutschland allein über 3 Millionen Zuschauer im Kino, spielte weltweit bisher 119 Millionen Dollar ein. Michael Henrichs, Produktionsdirektor der coproduzierenden Berliner „Greenlight Media AG“, beantwortet die Frage, was denn die BBC bewogen habe, Greenlight zum Coproduzenten zu machen, recht nüchtern: Greenlight habe ja den Vorschlag für diese Produktion gemacht. Natürlich ist auch Henrichs die Finanzierungsproblematik klar: „Sagen Sie einem möglichen Geldgeber, ich biete Ihnen einen Dokumentarfilm an, sagt der, ich habe kein Geld. Aber wenn Sie ihm sagen: ’Ich produziere für Sie einen Blockbuster’, dann hat er Geld.“ Greenlight versprach halt Letzteres, und war erfolgreich.
Erhellender dazu war der Bericht von Carl-Ludwig Rettinger über die Produktions- und Finanzierungsgeschichte des Films „Little David wants to fly“, der von „Lichtblick“ produziert wird. „Lichtblick“ ist die Kölner Firma, die Rettinger als einer von zwei Produzenten betreibt. Zweieinhalb Jahre dauerte es, bis Rettinger den Etat von rund 850.000 Euro zusammen hatte. Der Film wird als deutsch-österreichisch-schweizer Coproduktion hergestellt, es geht um die Transzendentale Meditation, die seit vielen Jahren schon den Menschen Glück und Erkenntnis verspricht, und offenbar ein großes Geschäft ist. Ein gutes Dutzend Geldgeber hat Rettinger überzeugt, und damit herzlich wenig verdient. Das, was er den Förderungsregularien entsprechend als Produzent für seine Arbeit berechnen kann, ist ein besseres Trinkgeld. Das sei schon manchmal „kafkaesk“, sagte Rettinger, man müsse sich manchmal schon sehr verbiegen.
Und so paradiesisch wie in Großbritannien kann es in Deutschland wohl so schnell nicht werden – glaubt man Peter Boudgoust, dem ARD-Intendanten. Der hält die hierzulande üblichen „Buy out-Verträge“ (bei denen der Sender alle Rechte erhält, der Produzent keine) durchaus nicht für das allein mögliche Modell – aber er sagt auch, dass die Produktionssummen erheblich kleiner werden müssen, wenn die Produzenten nennenswerte Nutzungsrechte erhalten möchten. Der ARD-Intendant bringt einen Vergleich: Den Auto-Kauf. Da könne man ja auch nicht einen VW verkaufen, und nach fünf Jahren sagen: Jetzt möchte ich den Wagen im Leasing-Verfahren von Ihnen mieten lassen, und zusätzliches Geld bekommen. Dem widersprach Thomas Frickel, der AG DOK-Vorsitzende. Die deutschen Fernsehsender lassen sich in ihr „Rechte-Paket“ seit vielen Jahren schon möglichst alle Nutzungsrechte packen, sagte er. Auch wenn sie einen Großteil der Rechte dann gar nicht nutzen. Dabei müsse man doch einmal grundsätzlich unterscheiden zwischen der Werkleistung, also der Herstellung eines Films, und der Urheberleistung, die mit gesonderten Nutzungsrechten abgegolten werden müsse. In Frankreich beispielsweise werde schon so verfahren. Dr. Christoph Palmer, der Geschäftsführer der „Allianz der Produzenten“, der neben Boudgoust auf dem Podium saß, sprach von „Gesprächen“, die die „Allianz“ mit allen wichtigen Sendergruppen führen werde. In der „Allianz“ sind größere Produzenten mit einem Mindestumsatz von 5 Mio € im Jahr beitrittsberechtigt. Die „Allianz“, so Palmer, werde sich nicht mit „Brosamen“ abspeisen lassen. Thomas Frickel fände es ja gut, wenn sich die Sender auf solche Gespräche einlassen würden – nur weiß die AG DOK nichts davon. Schon seit langem fordert sie Gespräche mit den Sendern über „angemessene Vergütungen“ – und die Sender, sie schweigen dazu vornehm.
Das abschließende Panel von „DOKVILLE“, moderiert von Berlinale-Sektionschef Alfred Holighaus, sah zwei Chancen für den Dokumentarfilm: Regionale Themen sind die eine Chance. Und „Blockbuster“ sind offenbar die andere. Die „Mitte“ dagegen dünne aus. Vermutung oder begründete Analyse? So genau wusste mans nicht. Man sieht sich. Holighaus jedenfalls fühlte die Melancholie, die über allem lag: „Wir werden hier oben nicht fröhlicher.“
Erfolg fühlt sich anders an.
„Erfolg am Medienmarkt!“ Ja, es gibt ihn durchaus. „Unsere Erde“, das ist ja wohl ein Dokumentarfilm (er zeigt die Schönheiten dieses Planeten), hatte in Deutschland allein über 3 Millionen Zuschauer im Kino, spielte weltweit bisher 119 Millionen Dollar ein. Michael Henrichs, Produktionsdirektor der coproduzierenden Berliner „Greenlight Media AG“, beantwortet die Frage, was denn die BBC bewogen habe, Greenlight zum Coproduzenten zu machen, recht nüchtern: Greenlight habe ja den Vorschlag für diese Produktion gemacht. Natürlich ist auch Henrichs die Finanzierungsproblematik klar: „Sagen Sie einem möglichen Geldgeber, ich biete Ihnen einen Dokumentarfilm an, sagt der, ich habe kein Geld. Aber wenn Sie ihm sagen: ’Ich produziere für Sie einen Blockbuster’, dann hat er Geld.“ Greenlight versprach halt Letzteres, und war erfolgreich.
Erhellender dazu war der Bericht von Carl-Ludwig Rettinger über die Produktions- und Finanzierungsgeschichte des Films „Little David wants to fly“, der von „Lichtblick“ produziert wird. „Lichtblick“ ist die Kölner Firma, die Rettinger als einer von zwei Produzenten betreibt. Zweieinhalb Jahre dauerte es, bis Rettinger den Etat von rund 850.000 Euro zusammen hatte. Der Film wird als deutsch-österreichisch-schweizer Coproduktion hergestellt, es geht um die Transzendentale Meditation, die seit vielen Jahren schon den Menschen Glück und Erkenntnis verspricht, und offenbar ein großes Geschäft ist. Ein gutes Dutzend Geldgeber hat Rettinger überzeugt, und damit herzlich wenig verdient. Das, was er den Förderungsregularien entsprechend als Produzent für seine Arbeit berechnen kann, ist ein besseres Trinkgeld. Das sei schon manchmal „kafkaesk“, sagte Rettinger, man müsse sich manchmal schon sehr verbiegen.
Und so paradiesisch wie in Großbritannien kann es in Deutschland wohl so schnell nicht werden – glaubt man Peter Boudgoust, dem ARD-Intendanten. Der hält die hierzulande üblichen „Buy out-Verträge“ (bei denen der Sender alle Rechte erhält, der Produzent keine) durchaus nicht für das allein mögliche Modell – aber er sagt auch, dass die Produktionssummen erheblich kleiner werden müssen, wenn die Produzenten nennenswerte Nutzungsrechte erhalten möchten. Der ARD-Intendant bringt einen Vergleich: Den Auto-Kauf. Da könne man ja auch nicht einen VW verkaufen, und nach fünf Jahren sagen: Jetzt möchte ich den Wagen im Leasing-Verfahren von Ihnen mieten lassen, und zusätzliches Geld bekommen. Dem widersprach Thomas Frickel, der AG DOK-Vorsitzende. Die deutschen Fernsehsender lassen sich in ihr „Rechte-Paket“ seit vielen Jahren schon möglichst alle Nutzungsrechte packen, sagte er. Auch wenn sie einen Großteil der Rechte dann gar nicht nutzen. Dabei müsse man doch einmal grundsätzlich unterscheiden zwischen der Werkleistung, also der Herstellung eines Films, und der Urheberleistung, die mit gesonderten Nutzungsrechten abgegolten werden müsse. In Frankreich beispielsweise werde schon so verfahren. Dr. Christoph Palmer, der Geschäftsführer der „Allianz der Produzenten“, der neben Boudgoust auf dem Podium saß, sprach von „Gesprächen“, die die „Allianz“ mit allen wichtigen Sendergruppen führen werde. In der „Allianz“ sind größere Produzenten mit einem Mindestumsatz von 5 Mio € im Jahr beitrittsberechtigt. Die „Allianz“, so Palmer, werde sich nicht mit „Brosamen“ abspeisen lassen. Thomas Frickel fände es ja gut, wenn sich die Sender auf solche Gespräche einlassen würden – nur weiß die AG DOK nichts davon. Schon seit langem fordert sie Gespräche mit den Sendern über „angemessene Vergütungen“ – und die Sender, sie schweigen dazu vornehm.
Das abschließende Panel von „DOKVILLE“, moderiert von Berlinale-Sektionschef Alfred Holighaus, sah zwei Chancen für den Dokumentarfilm: Regionale Themen sind die eine Chance. Und „Blockbuster“ sind offenbar die andere. Die „Mitte“ dagegen dünne aus. Vermutung oder begründete Analyse? So genau wusste mans nicht. Man sieht sich. Holighaus jedenfalls fühlte die Melancholie, die über allem lag: „Wir werden hier oben nicht fröhlicher.“
Erfolg fühlt sich anders an.
Deutscher Kamerapreis schafft den Dokumentarfilm ab - Protest der AG DOK. Von Thomas Frickel
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v.l.: Helga Reidemeister, Rosemarie Schatter, Simone Stewens
(c) Fosco Dubini |
Vor der Verleihung des Deutschen Kamerapreises am 21. Juni in der Vulkan-Halle Köln-Ehrenfeld haben Mitglieder der AG Dokumentarfilm mit einer Flugblattverteilung gegen die Streichung der Preiskategorie "Dokumentarfilm" protestiert. Auch Preisträgerin Sophie Maintigneux wies in ihrer Dankesrede darauf hin, daß der von ihr fotografierte Film "Die dünnen Mädchen" ein Dokumentarfilm und keine Dokumentation ist.
Von der Fach-Öffentlichkeit nahezu unbemerkt wurde im Reglement des Deutschen Kamerapreises...
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Auf dem Weg zur Beliebigkeit
Deutscher Kamerapreis schafft den Dokumentarfilm ab - Protest der AG DOK. Von Thomas Frickel
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v.l.: Helga Reidemeister, Rosemarie Schatter, Simone Stewens
(c) Fosco Dubini |
Vor der Verleihung des Deutschen Kamerapreises am 21. Juni in der Vulkan-Halle Köln-Ehrenfeld haben Mitglieder der AG Dokumentarfilm mit einer Flugblattverteilung gegen die Streichung der Preiskategorie "Dokumentarfilm" protestiert. Auch Preisträgerin Sophie Maintigneux wies in ihrer Dankesrede darauf hin, daß der von ihr fotografierte Film "Die dünnen Mädchen" ein Dokumentarfilm und keine Dokumentation ist.
Von der Fach-Öffentlichkeit nahezu unbemerkt wurde im Reglement des Deutschen Kamerapreises die traditionsreiche Kategorie „Dokumentarfilm“ gestrichen. Seit 2009 segelt alles Nicht-Fiktionale, wenn es nicht gleich zur Reportage abgewertet wird, im nichtssagend weichgespülten Sender-Jargon unter dem bunten Wimpel der „Dokumentation“ und es steht zu vermuten, dass die Träger-Organisationen des Kamerapreises die Filmkunst damit in ihr eigenes beschränktes Weltbild zwängen wollen.
Dahinter steckt Methode - wissen wir doch seit Ferdinand de Saussure, dass in unserem Denken Dinge und Begriffe untrennbar miteinander verbunden sind. Was sich nicht benennen läßt, das gibt es auch nicht – und so sieht das Fernsehen über weite Strecken ja auch aus. Der Dokumentarfilm, die Urmutter der Kinematographie, wurde in den Fernsehprogrammen längst in die hintersten Nischen verbannt, und jetzt nimmt man ihm sogar noch seinen letzten Stolz: die eigene Begrifflichkeit. Was auf den ersten Blick wie eine ganz alltägliche Sprachverwilderung daherkommt, offenbart in Wahrheit eine erbärmliche Ignoranz gegenüber der Filmgeschichte und legt die Kulturlosigkeit derer bloß, die diese Änderung vollzogen haben.
Dokumentarfilm ist immer mehr als das gewesen, was uns das Fernsehen heute zapauf, zapab als „Dokumentation“ serviert. Ja, oftmals ist er sogar das genaue Gegenteil davon. Dokumentarfilm läßt sich nicht in strenge Formate zwängen, er stülpt der Wirklichkeit kein vorgefertigtes Denkmodell über, sondern gibt den handelnden Menschen Gesicht, Stimme und Raum. Der Dokumentarfilm ist immer ein künstlerisch gefertigtes Einzelstück. Er ist im Kino groß geworden, deshalb entfaltet er einen anderen Rhythmus, und deshalb verlangt er auch nach anderen Bildern als die handelsüblich konfektionierte „Dokumentation“. Damit ist nicht gesagt, dass die Kameraarbeit einer Dokumentation nicht auch eigene, adäquate und künstlerische Ausdrucksformen finden kann. Doch sie spielt in einer anderen Liga.
Dokumentarfilm ist eine eigenständige Kunstform der Kinematographie – das weiß die Filmwissenschaft, das wissen auch Kulturpolitiker, Festivals und viele Redakteure. Wenn die Veranstalter des Deutschen Kamerapreises das nicht wissen, müssen wir sie eben daran erinnern.
Denn wenn wir heute zulassen, die künstlerische Bildgestaltung eines Dokumentarfilms in die Rubrik „Dokumentation“ einzuordnen, werden morgen Picasso, Gerhard Richter oder Neo Rauch als Innendekorateure geehrt.
Von der Fach-Öffentlichkeit nahezu unbemerkt wurde im Reglement des Deutschen Kamerapreises die traditionsreiche Kategorie „Dokumentarfilm“ gestrichen. Seit 2009 segelt alles Nicht-Fiktionale, wenn es nicht gleich zur Reportage abgewertet wird, im nichtssagend weichgespülten Sender-Jargon unter dem bunten Wimpel der „Dokumentation“ und es steht zu vermuten, dass die Träger-Organisationen des Kamerapreises die Filmkunst damit in ihr eigenes beschränktes Weltbild zwängen wollen.
Dahinter steckt Methode - wissen wir doch seit Ferdinand de Saussure, dass in unserem Denken Dinge und Begriffe untrennbar miteinander verbunden sind. Was sich nicht benennen läßt, das gibt es auch nicht – und so sieht das Fernsehen über weite Strecken ja auch aus. Der Dokumentarfilm, die Urmutter der Kinematographie, wurde in den Fernsehprogrammen längst in die hintersten Nischen verbannt, und jetzt nimmt man ihm sogar noch seinen letzten Stolz: die eigene Begrifflichkeit. Was auf den ersten Blick wie eine ganz alltägliche Sprachverwilderung daherkommt, offenbart in Wahrheit eine erbärmliche Ignoranz gegenüber der Filmgeschichte und legt die Kulturlosigkeit derer bloß, die diese Änderung vollzogen haben.
Dokumentarfilm ist immer mehr als das gewesen, was uns das Fernsehen heute zapauf, zapab als „Dokumentation“ serviert. Ja, oftmals ist er sogar das genaue Gegenteil davon. Dokumentarfilm läßt sich nicht in strenge Formate zwängen, er stülpt der Wirklichkeit kein vorgefertigtes Denkmodell über, sondern gibt den handelnden Menschen Gesicht, Stimme und Raum. Der Dokumentarfilm ist immer ein künstlerisch gefertigtes Einzelstück. Er ist im Kino groß geworden, deshalb entfaltet er einen anderen Rhythmus, und deshalb verlangt er auch nach anderen Bildern als die handelsüblich konfektionierte „Dokumentation“. Damit ist nicht gesagt, dass die Kameraarbeit einer Dokumentation nicht auch eigene, adäquate und künstlerische Ausdrucksformen finden kann. Doch sie spielt in einer anderen Liga.
Dokumentarfilm ist eine eigenständige Kunstform der Kinematographie – das weiß die Filmwissenschaft, das wissen auch Kulturpolitiker, Festivals und viele Redakteure. Wenn die Veranstalter des Deutschen Kamerapreises das nicht wissen, müssen wir sie eben daran erinnern.
Denn wenn wir heute zulassen, die künstlerische Bildgestaltung eines Dokumentarfilms in die Rubrik „Dokumentation“ einzuordnen, werden morgen Picasso, Gerhard Richter oder Neo Rauch als Innendekorateure geehrt.

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