Chinas Staatsfeindin Nr. 1/ Trailer
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Sie war einst eine der reichsten Frauen in Ost-Turkestan, im Westen Chinas: Rebiya Kadeer. Bis sie in Peking in Ungnade fiel, weil sie Rechte für ihr Volk, die Uiguren, einforderte. Menschenrechte. Sie wurde beobachtet, inhaftiert und zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Rebiya Kadeer ist heute Chinas bekannteste Dissidentin. Sie kämpft für die Freiheit ihres Volkes.
Ost-Turkestan wurde 1949 von den Chinesen genauso besetzt wie Tibet. Doch den Uiguren, einem Turkvolk, geht es schlechter als den Tibetern. Fernab der Weltöffentlichkeit wird ihre Kultur vernichtet: Sie dürfen ihre Sprache nicht sprechen, ihre Religion nicht ausüben, werden von den Chinesen aus ihrem eigenen Land vertrieben. Denn sie sind Moslems und werden besonders seit der Anschläge auf das World Trade Center 2001 als Terroristen gesehen. Aber nicht nur das. Ost-Turkestan ist auch reich an Bodenschätzen, Öl und Gas, die für die chinesische Wirtschaft extrem wichtig sind. Immer mehr Chinesen werden in dieser Region angesiedelt.
Dagegen wehrt sich Rebiya Kadeer, die Mutter die Uiguren, wie sie auch genannt wird. Denn sie ist, so hat es ihr Vater ihr einst in die Wiege gelegt, für ihr Volk bestimmt.
Als Rebiya Kadeer in den 80ger/90er Jahren zur Multimillionärin aufstieg, ließen die Chinesen sie gewähren. Sie glaubten wohl, sie als Vermittlerin zwischen China und den Uiguren benutzen zu können. Doch Rebiya Kadeer ließ sich nicht kaufen. 1997 fiel sie in Ungnade, als sie nach einem Massaker gegenüber Peking aufbegehrte und Menschenrechte und Selbstbestimmung für ihr Volk forderte. Im Gefängnis wurde sie psychisch gefoltert und musste mit ansehen, wie die Chinesen vor ihren Augen andere Uiguren misshandelten. Nur weil sie auf China einen Eid leistete und durch die Unterstützung von Menschenrechtsorganisationen kam Rebiya Kadeer nach fünf Jahren frei.
Seitdem lebt sie in den USA, in Washington, mit ihrem Mann, der ebenfalls neun Jahre im Gefängnis saß, und einem Teil ihrer Familie. Fünf ihrer 11 Kinder sind noch in der Heimat. Zwei Söhne wurden zu langen Haftstrafen verurteilt, drei weitere stehen unter ständiger Beobachtung. Sie hat diese Kinder vor rund neun Jahren das letzte Mal gesehen.
In den USA und Europa macht Rebiya Kadeer immer wieder auf die Situation ihres Volkes aufmerksam. Sie trifft sich mit Politikern und Menschenrechtlern, demonstriert für die Freilassung ihrer Kinder. Bisher ohne Erfolg. Doch die kleine, agile Frau mit den langen grauen Zöpfen wird ihren Kampf niemals aufgeben. Das hat sie sich und ihrem Volk versprochen. – Rebiya Kadeer wurde bereits drei Mal für den Friedensnobelpreis nominiert.
Der Film erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Rebiya Kadeer und begleitet sie in den USA bei ihrem Kampf um Selbstbestimmung für ihr Volk. Der Film führt auch nach Ost-Turkestan zu den Uiguren. Er zeigt, wie die Restriktionen gegen sie immer härter werden, wie China sie immer weiter aus ihrem eigenen Land vertreibt und wie sie immer wieder als Terroristen gebrandmarkt werden.
Festivals (u.a.): 9th WATCH DOCS – Human Rights in Film, Warschau, Polen (04.-13.12.2009)
Thessaloniki Documentary Festival (12.-21.03.2010)
Human Rights Forum Nantes (28.06.2010)
Multimedia Festival. The Art of the Document, Warschau (26.11.-5.12.2010), Wettbewerb
| Drehbuch: | Sylvia Nagel |
| Regie: | Sylvia Nagel |
| Kamera: | Bernhard Wagner, Bernardo De Niz, Jeff Daniels |
| Schnitt: | Alexander Fisch / Bianca Heukeroth |
| Produktionsfirma: | a&o büro |
| Festivals: | 2009 9th Watch Docs - Human Rights in Film 2010 4th World Forum on Human Rights 2010 Thessaloniki Documentary Festival 2010 Multimedia Festival. The Art of the Document 2010 Cinema City International Film Festival |
| Format: | Autorenfilm, Doku, TV-Film, Trailer |
| Genre: | Politik, Diskussion |
| Zielgruppe: | Erwachsene |
| WWW: | www.arte.tv www.a-o-buero.de |

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