Künstlicher Kosmos
Das winzige Atoll Kapingamarangi ist eine polynesische Enklave in Mikronesien. Touhou, die Insel, auf der die meisten Bewohner leben, ist rätselhaft: Ganz Touhou ist eine menschliche Schöpfung. Wo heute Land ist, war vor Ankunft der Polynesier nichts als Ozean. Der alte Ersin weiß noch zu berichten, dass es der Held Utamatu’a war, der Touhou vor langer Zeit geschaffen hatte. Archäologische Forschungen belegen den wahren Kern des Mythos: Touhou ist eine künstliche Insel, die seit der Ankunft der Polynesier vor etwa 700 Jahren stetig ausgebaut und vergrößert wurde.
Auch im gut 1000 Kilometer entfernten Pohnpei stößt man auf ein derartiges Phänomen: Die einstige Königsstadt Nan Madol besteht gleich aus 92 künstlichen Inseln, die über eine Fläche von vielen Quadratkilometern verstreut in einer Lagune liegen. Ein Kanalsystem verbindet die Inseln miteinander, die fast 2000 Jahre lang den Königen als Residenz dienten. Um 1800, nachdem ein Jahrhunderttaifun ganz Pohnpei verwüstet hatte, wurde Nan Madol aufgegeben. Die Bauten verfielen und Mangroven begannen, die Kanäle zu überwuchern.
(Zum Download freigegeben nur für wissenschaftliche Recherche).
| Drehbuch: | Thorolf Lipp |
| Regie: | Thorolf Lipp |
| Kamera: | Thorolf Lipp |
| Schnitt: | Thorolf Lipp |
| Produktionsfirma: | Arcadia Filmproduktion |
| Festivals: | 2006 FIFO | Festival International du film documentaire océanien 2005 Ethnofilmfest Berlin |
| Format: | Doku |
| Genre: | Reise, Ethnologie, Kultur |
| Zielgruppe: | Kinder, Senioren, Fachpublikum Geschichte, Familie, Randgruppen |

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