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Pressemitteilungen

25 Jahre Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm
Größter deutscher Filmverband feiert mit zahlreichen Aktivitäten (Presse-Erklärung vom 4.10.2005)
Diskussion "Rückkehr des Politischen?"
Eine breit angelegte Retrospektive politischer Dokumentarfilme eröffnet im Rahmen des gerade begonnenen Leipziger Dokumentarfilmfestivals die Aktivitäten zum 25-jährigen Bestehen der „Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm“. Der Dokumentarfilmverband AG DOK wurde am 19. September 1980 in Duisburg gegründet und ist heute mit mehr als 750 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband im Spektrum des unabhängigen Filmschaffens. Die Leipziger Jubiläums-Retrospektive, vom Bundesarchiv kuratiert, trägt den Titel „Rote Filme sieht man besser“ und will anhand ausgewählter Beispiele aus den letzten 25 Jahren nachweisen, daß die Kinoerfolge eines Michael Moore in den inzwischen schon fast wieder vergessenen Filmen der Ökologie- und Friedensbewegung, in Filmen über Hausbesetzungen oder in den Filmen der politisch bewegten Wendezeit durchaus ihre Vorläufer hatten.

Nicht nur als Rückschau auf die eigene Verbandsgeschichte, sondern zugleich als eine Bestandsaufnahme des aktuellen Dokumentarfilmschaffens versteht sich die Jubiläums-Publikation „Die Verteidigung des Realen“, die ebenfalls in Leipzig der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Auf rund 200 Seiten beleuchten Medienjournalisten, Filmwissenschaftler und Filmemacher darin die unterschiedlichen Facetten des aktuellen Dokumentarfilmschaffens unter urheberrechtlichen, technischen und künstlerischen Aspekten, und es fehlt auch nicht eine visionäre Vorausschau in das Jahr 2030, in dem die AG DOK ihr 50-jährigers Bestehen zu feiern gedenkt.

Kein Jubelfilm, sondern eine nachdenkliche Reflektion über das Filmemachen und die damit verbundenen Haltungen der Menschen hinter der Kamera ist der Jubiläumsfilm geworden, den der Münchner Kameramann Hans-Albrecht Lusznat zusammen mit Anna Crotti erstellt hat. Der Film „Wir sind auch Archivmaterial“ wird ebenfalls in Leipzig seine Uraufführung erfahren und beschreibt in Aussagen von Klaus Wildenhahn, Andres Veiel, Thomas Riedelsheimer und vielen anderen Kontinuitäten, aber auch Veränderungen in der Arbeitsweise der Dokumentarfilmer.

Eine große Jubiläumsparty bringt am 8. Oktober die Leipziger Aktivitäten zum AG DOK-Jubiläum zum Abschluß, gefolgt von einem Nachklang Anfang November bei der Duisburger Filmwoche des deutschsprachigen Dokumentarfilms: nach der Podiumsdiskussion „Freunde der Realität – Meister der Bilder“, in der die dokumentarische Kameraarbeit gewürdigt werden soll, lädt die AG DOK am 4. November auch in Duisburg zu einem Jubiläums-Empfang.

Thomas Frickel
Geschäftsführender Vorsitzender
Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK)
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