zurückdrucken
METROPOLIS, Mittwoch 18. Mai 2011, 19 Uhr
KAI DES AUFBRUCHS, Hamburg-Premiere
aus dem Film KAI DES AUFBRUCHS
(c) 2010
Viele Mitglieder AG DOK-Nord trifft man sicher wieder bei der Hamburg-Premiere von
KAI DES AUFBRUCHS
Dokumentarfilm von Brigitte Krause
80 Min., Farbe, HD

METROPOLIS, Mittwoch 18. Mai 2011, 19 Uhr
Steindamm 52/54 - 20099 Hamburg - 040-342353 - U-Bahn: Hauptbahnhof Süd

Presseheft, Fotos,Trailer und mehr zum Film:
www.aufbruch-steubenhoeft.de






Inhalt: Geschichten von Aufbruch und Abschied kreuzen sich am Steubenhöft - demvergessenen Hafen der europäischen Auswanderung.
Wie aus der Welt gefallen ist dieser Kai des ehemals so betriebsamenAufbruchs in die Neue Welt. Für die Filmemacherin Brigitte Krause war es Liebeauf den ersten Blick. Sie umwandert mit sehnsuchtsgefüllten Bildern dieseneinzig noch als Hafen betriebenen Auswanderstandort an der deutschen Nordseeküste.Das Steubenhöft in Cuxhaven war über hundert Jahre lang Ausgangsstation fürviele Auswanderer in die Neue Welt. Wenn um die JahrhundertwendeVergnügungsreisende, Geschäftsleute und jede Menge Auswanderer am ‚Kai derSehnsucht‘ an Bord der großen Ozeandampfer gingen, waren die Hallen, Gänge undPlätze von Stimmengewirr erfüllt. Die Spuren von Zeit und Geschichte beflügelndie eigenen Visionen, die sich mit diesem geschichts- und geschichtenträchtigenOrt verbinden. Hier begegnen wir einer Theatergruppe, Besuchern,Daheimgebliebenen und Zurückgekehrten. Sie alle tragen etwas zur Gegenwart undVergangenheit des Steubenhöft bei, erzählen von Fernweh, Heimatverbundenheitund von ihren Träumen.

„Der Film steht in krassem Gegensatz zu den modernenFilm- und Sehgewohnheiten des schnellen Schnitts und ungerichteten Zappings,dass er schon fast revolutionär erscheint. Der Film - Lustgewinn verliert auchnicht bei mehrmaligem Sehen, ja er entfaltet erst dann seine volleEindringlichkeit, weil man ganz unbefangen und frei von falschen Erwartungendie liebenswerten, lebenswerten Einzelheiten in sich aufnimmt." (DorisTylski, Zuschauerin)
„Hierher kam auch „Das letzteKleinod“: Eine Theatergruppe, die seit vielen Jahren Landschaften und Plätzeauftut und für die Momentaufnahme eines Theaterspiels deren Geschichte lebendigwerden lässt. Wie sich hier am Quai des Aufbruchs das Schauspielensemble dieÖrtlichkeit erschließt, indem es etwa mit verbundenen Augen das Interieur derZollhalle ertastet, erlauscht, sich mit allen Sinnen versunkene Spureneinverleibt und im Theaterspiel dann zu neuem Leben erweckt, dies mutet wieeine Erinnerungskartierung des Ortes an mit anderen, gleichsam die visuelleOrtserkundung der Regisseurin erweiternden Mitteln. Als Metaphern sinnlicherAnnäherung bleiben auch diese Bilder hängen, und im Nachsinnen haben sie etwasvon einem „Sesam‐öffne‐dich“ zu Vergangenheitsräumen, welche sich womöglich nurmit dem Schlüssel eines spirituellen Zaubers auftun lassen. (Elisabeth von Dücker, Kulturwissenschaftlerin)