(10.09.10) Die AG DOK feiert Geburtstag und in der Septemberausgabe der Zeitschrift cinearte erscheint in der Kolumne »Das wahre Leben« ein Interview mit dem AG DOK-VorsitzendenThomas Frickel:
Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK), der Berufsverband der Dokfilmer, wird am 19. September 30 Jahre alt. Fragen an den Vorsitzenden Thomas Frickel:
Wie lange sind Sie schon Mitglied in der AG DOK?
Ich bin quasi eine Viertelstunde nach Gründung der AG DOK dazu gekommen, noch 1980. Als ich dann Vorstandsmitglied wurde, habe ich mich gewundert, in welchen Verein ich da reingeraten bin. Das waren die Zeiten der politischen Fraktionierungskämpfe, und damit der regionale und politische Proporz gewahrt blieb, hatten wir damals 14 Vorstandsmitglieder, bei nur 80 Mitgliedern insgesamt. Thomas Mitscherlich vertrat eine Fraktion, Peter Krieg eine andere.
Ein anderes Vorstandsmitglied war der Hamburger Karl-Heinz Walloch, der der DKP nahestand. Und da gab es heftigste Diskussionen.
Das hört sich eher nach Partei als nach Berufsverband an.
Viele von uns waren tatsächlich politische Filmemacher, die gesagt haben, wir müssen unsere Interessen selbst in die Hand nehmen. Weil in der Gründungszeit das dokumentarische Filmemachen eben oft politisch motiviert war, ist die AG DOK aus diesem Umfeld
heraus entstanden.
War die Arbeit politisch?
Es gab in der Zeit der Gründung einen zentralen Konflikt: Ist dieser Verband gewerkschaftsähnlich und streitet somit auch für bessere Arbeitsbedingungen, oder bemüht er sich eher um das kulturelle Voranbringen des Dokumentarfilmes? Diese Frage ist damals zugunsten des zweiten Schwerpunkts entschieden worden. Wir wollten allgemein bessere Bedingungen des Dokumentarfilmes im Fernsehen, aber alle arbeits- und tarifrechtlichen Fragen überließen
wir der Gewerkschaft. Der große Schnitt kam in der zweiten Hälfte der 80er Jahre, als die AG Dok beschlossen hat, selbständig zu bleiben und nicht in die Mediengewerkschaft einzutreten. Wir haben dann
sukzessive angefangen, Felder zu besetzen, die wir vorher anderen überlassen hatten. Und so um 1990 herum waren wir sehr erfolgreich, weil wir es mit anderen zusammen geschafft haben, den Dokumentarfilm bei den Filmförderungen, oder als Verhandlungspartner gegenüber dem Fernsehen, und vor allem natürlich als Ansprechpartner gegenüber der Politik, zu einer festen Größe zu machen.
Welche Vorteile hat die Mitgliedschaft in der AG Dok?
Wir versuchen schon seit Gründung des Verbands, konkret berufsbezogen Hilfe anzubieten. Einer der größten Pluspunkte ist die Mailingliste, wo es möglich ist, auf die entlegensten Fragen innerhalb kürzester Zeit eine Antwort zu bekommen. Auf technische
Verständnisfragen, aber genauso auf Fragen nach Kontakt zu einem Hindi-sprechenden Tonmenschen in Neu-Delhi. Meist bekommt man schnell Antworten, die verwertbar sind. Außerdem bieten wir
Rechts- und Vertragsberatung, was ein kostenloser Service ist. Und wenn wir meinen, daß das im allgemeinen Interesse ist, führen wir auch Prozesse. Wir bieten die ganze Palette der German Documentaries, die Auslandsbewerbung der deutschen Dokumentarfilme an, wir organisieren Reisen von Filmen und Filmemachern zu internationalen Festivals, Messen und Märkten, Seminaren und Konferenzen. Damit der, der dabei ist, auch etwas davon hat. Und nicht zu vernachlässigen sind die Regionaltreffen mit Kollegen, um sich vor Ort über ähnliche Dinge auszutauschen.
Wohin geht die Reise der AG Dok in den nächsten 30 Jahren?
Wir haben Schwierigkeiten mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das den Dokfilm immer noch sehr stiefmütterlich behandelt. Sowohl von den Sendeplätzen, als auch von der finanziellen Ausstattung her. Aber wir gehen dagegen vor und sind in Gesprächen mit den Sendern, um die Rahmenbedingungen für Dokumentarfilmproduktionen neu zu definieren. Terms of Trade heißt das. Dann führen wir Diskussionen zum Thema Konvergenz, dem Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet. Zudem suchen wir nach neuen Modellen, die das Überleben unabhängiger
Produktionen sichern. Wir werden noch in diesem Jahr mit Vorschlägen kommen, die zukunftsweisend sind. Das Ganze geht einher mit einer Diskussion über den Zustand der deutschen Filmförderung. So werden wir in Leipzig eine Veranstaltung machen
unter dem Motto: »Hat das Fernsehen die Filmförderung gekapert?« Wir wollen den Finger in die Wunde legen, weil wir denken, daß die gesamte Filmförderung zu fernsehlastig geworden ist und dem unabhängig produzierten Film viel zu wenig Raum gibt. Das ist ein großes, weites Feld, auf dem es noch viel zu beackern gibt.
Interview: Christoph Brandl
cinearte 222 | 09. September 2010
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von cinearte
Interview mit Thomas Frickel zum 30jährigen Jubiläum der AG DOK
(10.09.10) Die AG DOK feiert Geburtstag und in der Septemberausgabe der Zeitschrift cinearte erscheint in der Kolumne »Das wahre Leben« ein Interview mit dem AG DOK-VorsitzendenThomas Frickel:
Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK), der Berufsverband der Dokfilmer, wird am 19. September 30 Jahre alt. Fragen an den Vorsitzenden Thomas Frickel:
Wie lange sind Sie schon Mitglied in der AG DOK?
Ich bin quasi eine Viertelstunde nach Gründung der AG DOK dazu gekommen, noch 1980....
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Eine feste Größe
Interview mit Thomas Frickel zum 30jährigen Jubiläum der AG DOK
AG DOK kritisiert Ergebnis der 3-Stufen-Tests
(20.07.10) In diesen Tagen winken die Rundfunk- und Fernsehräte die Drei-Stufen-Tests für den Internetauftritt von ARD und ZDF durch, und die Komödie endet vorhersehbar wie ein Degeto-Film. Ein paar kleine Veränderungen gibt es wohl noch hinsichtlich der Verweildauer fiktionaler Produktionen, gar keine Änderungen hingegen gibt es bei allen dokumentarischen Programmen: sie sollen auf unbestimmte Zeit im Internet abrufbar bleiben.
Völlig offen bleibt dabei, wie die Sender sich die Bezahlung...
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Rechte-Vergütung: Fehlanzeige! Öffentlich-rechtliches Internet auf Kosten von Urhebern und Produzenten
AG DOK kritisiert Ergebnis der 3-Stufen-Tests
(20.07.10) In diesen Tagen winken die Rundfunk- und Fernsehräte die Drei-Stufen-Tests für den Internetauftritt von ARD und ZDF durch, und die Komödie endet vorhersehbar wie ein Degeto-Film. Ein paar kleine Veränderungen gibt es wohl noch hinsichtlich der Verweildauer fiktionaler Produktionen, gar keine Änderungen hingegen gibt es bei allen dokumentarischen Programmen: sie sollen auf unbestimmte Zeit im Internet abrufbar bleiben.
Völlig offen bleibt dabei, wie die Sender sich die Bezahlung der anfallenden Urheber- und Produzentenrechte vorstellen. Denn in den Finanzierungskonzepten der öffentlich-rechtlichen online-Aktivitäten werden die "Rechte-Kosten" durchgehend zu niedrig angegeben. Trotz vereinzelter kritischer Nachfragen haben sich die Rundfunkräte in dieser Frage offenbar der Lesart der Sender gebeugt. Die Internet-Rechte, so wird behauptet, seien ja bereits mit der Erstvergütung abgegolten.
Wenn überhaupt, stimmt das allenfalls für tarifgebundene Mitarbeiter der Rundfunkanstalten. Für die zahllosen frei produzierten Filme und Auftragsproduktionen stimmt es jedenfalls nicht. Im Gegenteil: für viele Fernseh-Filme zahlen die Sender inzwischen nur noch einen Bruchteil der tatsächlichen Herstellungskosten - von einer Vergütung für die zahlreichen zusätzlichen Nutzungen - auch im Internet- kann keine Rede sein. Vor diesem Hintergrund entlarvt sich die populistische Behauptung, das Fernseh-Programm sei ja sowieso schon bezahlt und könne deshalb auch grenzenlos zugänglich gemacht werden, als Ammenmärchen.
Mit der Freigabe der Telemedien-Konzepte erteilen die Aufsichts-Gremien einem Rechte-Raub in großem Stil die Absolution. Offenbar wissen sie ganz genau, dass die öffentlich-rechtlichen Abrufdienste nur unter schonungsloser Ausbeutung des kreativen Potentials der Film- und Fernsehwirtschaft funktionieren können. Denn für ihre ehrgeizigen Internet-Pläne bekommen die Sender in der laufenden Gebührenperiode auf der Einnahmenseite bekanntlich keinen zusätzlichen Cent. Alles muss aus dem Bestand -sprich: aus dem laufenden Programm heraus finanziert werden. Bereits der im Dezember 2009 veröffentlichte KEF-Bericht kritisiert, dass darunter das gesamte Programm leidet. Schon jetzt rollen beispiellose Einsparungswellen durch die öffentlich-rechtlichen Sender. Und wo wird gespart? Etwa am Besitzstand des eigenen, gigantomanisch aufgeblähten Personalbestands? Etwa bei der absurd überzogenen Altersversorgung des Stammpersonals, die Jahr für Jahr dreistellige Millionenbeträge aus dem laufenden Gebührenaufkommen verschlingt? Etwa bei den Sport-Rechten, die seit Jahren den größten Teil der Programm-Budgets auffressen?
Nein. Die Ausbreitung öffentlich-rechtlicher Programme ins Internet trifft besonders diejenigen, die im deutschen Medienbetrieb schon seit Jahren am miserabelsten bezahlt werden: die nicht tarifgebunden freien Mitarbeiter, die Auftragsproduzenten - und immer wieder die Autoren, Regisseure und Produzenten von Dokumentarfilmen und Dokumentationen. Ein Genre, das mit den Qualitäts-Kriterien Information, Bildung und Kultur im Zentrum des öffentlich-rechtlichen Funktions-Auftrags steht, ein Genre, das für die inhaltliche und kreative Vielfalt des gebührenfinanzierten Fernsehens unverzichtbar ist, wird finanziell ausgetrocknet und damit systematisch ruiniert:
Dabei fehlt es den Sendern offenbar nicht an Geld - allein die Verfahren der drei Stufen-Tests haben dem Vernehmen nach mehr als zehn Millionen Euro gekostet. In Sendeminuten umgerechnet, hätten wir dafür ziemlich genau 39 Stunden Günter Jauch bekommen.
Oder, wenn wir die erbärmlichen Summen, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen derzeit dafür aufwendet, zugrunde legen: 300 bis 400 Stunden aufwändig produziertes, intelligentes, vielfach preisgekröntes Dokumentarfilm-Programm.
Schon dieses einfache Rechenbeispiel zeigt: hier ist eine Schieflage entstanden, die dringend korrigiert werden muss.
Völlig offen bleibt dabei, wie die Sender sich die Bezahlung der anfallenden Urheber- und Produzentenrechte vorstellen. Denn in den Finanzierungskonzepten der öffentlich-rechtlichen online-Aktivitäten werden die "Rechte-Kosten" durchgehend zu niedrig angegeben. Trotz vereinzelter kritischer Nachfragen haben sich die Rundfunkräte in dieser Frage offenbar der Lesart der Sender gebeugt. Die Internet-Rechte, so wird behauptet, seien ja bereits mit der Erstvergütung abgegolten.
Wenn überhaupt, stimmt das allenfalls für tarifgebundene Mitarbeiter der Rundfunkanstalten. Für die zahllosen frei produzierten Filme und Auftragsproduktionen stimmt es jedenfalls nicht. Im Gegenteil: für viele Fernseh-Filme zahlen die Sender inzwischen nur noch einen Bruchteil der tatsächlichen Herstellungskosten - von einer Vergütung für die zahlreichen zusätzlichen Nutzungen - auch im Internet- kann keine Rede sein. Vor diesem Hintergrund entlarvt sich die populistische Behauptung, das Fernseh-Programm sei ja sowieso schon bezahlt und könne deshalb auch grenzenlos zugänglich gemacht werden, als Ammenmärchen.
Mit der Freigabe der Telemedien-Konzepte erteilen die Aufsichts-Gremien einem Rechte-Raub in großem Stil die Absolution. Offenbar wissen sie ganz genau, dass die öffentlich-rechtlichen Abrufdienste nur unter schonungsloser Ausbeutung des kreativen Potentials der Film- und Fernsehwirtschaft funktionieren können. Denn für ihre ehrgeizigen Internet-Pläne bekommen die Sender in der laufenden Gebührenperiode auf der Einnahmenseite bekanntlich keinen zusätzlichen Cent. Alles muss aus dem Bestand -sprich: aus dem laufenden Programm heraus finanziert werden. Bereits der im Dezember 2009 veröffentlichte KEF-Bericht kritisiert, dass darunter das gesamte Programm leidet. Schon jetzt rollen beispiellose Einsparungswellen durch die öffentlich-rechtlichen Sender. Und wo wird gespart? Etwa am Besitzstand des eigenen, gigantomanisch aufgeblähten Personalbestands? Etwa bei der absurd überzogenen Altersversorgung des Stammpersonals, die Jahr für Jahr dreistellige Millionenbeträge aus dem laufenden Gebührenaufkommen verschlingt? Etwa bei den Sport-Rechten, die seit Jahren den größten Teil der Programm-Budgets auffressen?
Nein. Die Ausbreitung öffentlich-rechtlicher Programme ins Internet trifft besonders diejenigen, die im deutschen Medienbetrieb schon seit Jahren am miserabelsten bezahlt werden: die nicht tarifgebunden freien Mitarbeiter, die Auftragsproduzenten - und immer wieder die Autoren, Regisseure und Produzenten von Dokumentarfilmen und Dokumentationen. Ein Genre, das mit den Qualitäts-Kriterien Information, Bildung und Kultur im Zentrum des öffentlich-rechtlichen Funktions-Auftrags steht, ein Genre, das für die inhaltliche und kreative Vielfalt des gebührenfinanzierten Fernsehens unverzichtbar ist, wird finanziell ausgetrocknet und damit systematisch ruiniert:
Dabei fehlt es den Sendern offenbar nicht an Geld - allein die Verfahren der drei Stufen-Tests haben dem Vernehmen nach mehr als zehn Millionen Euro gekostet. In Sendeminuten umgerechnet, hätten wir dafür ziemlich genau 39 Stunden Günter Jauch bekommen.
Oder, wenn wir die erbärmlichen Summen, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen derzeit dafür aufwendet, zugrunde legen: 300 bis 400 Stunden aufwändig produziertes, intelligentes, vielfach preisgekröntes Dokumentarfilm-Programm.
Schon dieses einfache Rechenbeispiel zeigt: hier ist eine Schieflage entstanden, die dringend korrigiert werden muss.
AG DOK-Broschüre beschreibt den internationalen Dokumentarfilm-Markt
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(14.06.10) "Wegweiser Weltvertrieb": schon der Titel verortet die neue Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm als praxisorientierten Ratgeber: auf mehr als 100 Seiten in handlichem Format, zum Teil mit Listen, Tabellen und Grafiken veranschaulicht, will sie deutschen Dokumentarfilm-Produzenten bei der Erkundung eines nach wie vor nur teilweise erschlossenen Terrains helfen. Denn die erkennbare Strategie deutscher Fernseh-Sender, sich aus der Vollfinanzierung dokumentarischer Programme...
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Orientierungshilfe in schwierigem Gelände
AG DOK-Broschüre beschreibt den internationalen Dokumentarfilm-Markt
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(14.06.10) "Wegweiser Weltvertrieb": schon der Titel verortet die neue Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm als praxisorientierten Ratgeber: auf mehr als 100 Seiten in handlichem Format, zum Teil mit Listen, Tabellen und Grafiken veranschaulicht, will sie deutschen Dokumentarfilm-Produzenten bei der Erkundung eines nach wie vor nur teilweise erschlossenen Terrains helfen. Denn die erkennbare Strategie deutscher Fernseh-Sender, sich aus der Vollfinanzierung dokumentarischer Programme zurückzuziehen, zwingt immer mehr Produzenten dazu, sich nach anderen Einnahmequellen umzusehen. In dieser Situation erscheint der Weltmarkt vielen als ein möglicher Ausweg.
Aber ist er das wirklich? Wie und wo präsentiere ich mein Programm am effektivsten? Was muss ich dafür investieren? Welche Rechte sind vorab zu klären? Wie sollte der Vertrag mit dem ausländischen Partner aussehen? Und, nicht zu vergessen: Lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?
Jörg Langer, einst selbst Mitinhaber eines Weltvertriebs, Produzent und seit zehn Jahren verantwortlicher Koordinator für die Auslandsaktivitäten der AG Dokumentarfilm, hat sich gemeinsam mit weiteren Experten der Beantwortung dieser Fragen angenommen, und die so entstandene Bestandsaufnahme kann sicher dazu beitragen, überzogene Erwartungen auf ein realistisches Maß zurückzustutzen. Denn trotz seines immensen Programmhungers schluckt und verdaut der Weltmarkt bei weitem nicht alles, was deutsche Dokumentarfilm-Manufakturen ihm anbieten. Rund 1000 Filmangebote lehne sie Jahr für Jahr ab, weil sie nur für den eigenen und nicht für einen internationalen Markt gemacht sind, sagt die Chefin einer bekannten Vertriebsagentur im Interview mit dem Verfasser, und ein Kollege ergänzt, dass achtzig Prozent seiner Umsätze auf ganze fünf Prozent seines Film-Angebots entfallen.
Und doch will der "Wegweiser Weltvertrieb" seine Leser nicht entmutigen – im Gegenteil. Mit einer bemerkenswerten Informationsfülle, präzise beschrieben und für Branchenkenner verständlich aufbereitet, zielt dieser Crash-Kurs in Sachen Marketing ja gerade darauf, deutsche Produzenten vor Irrwegen in der umtriebigen Welt der Programm-Messen zu bewahren. Von der elementaren Frage nach den formalen und technischen Voraussetzungen, die einen Film überhaupt erst weltmarkttauglich machen, über die inhaltlichen Vorlieben internationaler Fernsehanstalten, die Formen der Zusammenarbeit mit ausländischen Sendern und Vertriebs-Organisationen bis zur Betrachtung kniffliger Steuerprobleme arbeitet sich die Broschüre Schritt für Schritt an nahezu alle möglichen Unwägbarkeiten heran. Fragen der Vertragsgestaltung mit ausländischen Partnern fehlen ebenso wenig wie die Betrachtung denkbarer Konfliktpotentiale im sensiblen Verhältnis zwischen Produzent und Vertrieb. Erfahrungsberichte, Hinweise zu den Vor- und Nachteilen weltweiter Internet-Vermarktung. und ein Service-Teil mit Vertriebs-Adressen, Messe-Kalender und marktüblichen Lizenzpreisen runden das Themenspektrum der Broschüre ab.
Nicht nur die vorformulierten Fragen, sondern auch die Antworten folgen dem praktischen Bedürfnis der Branche und bündeln hoch spezialisiertes Fachwissen in einer Dosierung, aus der selbst Profis noch etwas lernen können. Und zwar zum Null-Tarif - Dank der finanziellen Unterstützung durch die Service- und Marketing-Organisation "German Films" kann der "Wegweiser Weltvertrieb" kostenlos bezogen werden. Schriftliche Bestellungen nimmt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm / AG DOK, Schweizer Straße 6, 60594 Frankfurt/Main, E-Mail agdok@agdok.de gerne entgegen.
Aber ist er das wirklich? Wie und wo präsentiere ich mein Programm am effektivsten? Was muss ich dafür investieren? Welche Rechte sind vorab zu klären? Wie sollte der Vertrag mit dem ausländischen Partner aussehen? Und, nicht zu vergessen: Lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?
Jörg Langer, einst selbst Mitinhaber eines Weltvertriebs, Produzent und seit zehn Jahren verantwortlicher Koordinator für die Auslandsaktivitäten der AG Dokumentarfilm, hat sich gemeinsam mit weiteren Experten der Beantwortung dieser Fragen angenommen, und die so entstandene Bestandsaufnahme kann sicher dazu beitragen, überzogene Erwartungen auf ein realistisches Maß zurückzustutzen. Denn trotz seines immensen Programmhungers schluckt und verdaut der Weltmarkt bei weitem nicht alles, was deutsche Dokumentarfilm-Manufakturen ihm anbieten. Rund 1000 Filmangebote lehne sie Jahr für Jahr ab, weil sie nur für den eigenen und nicht für einen internationalen Markt gemacht sind, sagt die Chefin einer bekannten Vertriebsagentur im Interview mit dem Verfasser, und ein Kollege ergänzt, dass achtzig Prozent seiner Umsätze auf ganze fünf Prozent seines Film-Angebots entfallen.
Und doch will der "Wegweiser Weltvertrieb" seine Leser nicht entmutigen – im Gegenteil. Mit einer bemerkenswerten Informationsfülle, präzise beschrieben und für Branchenkenner verständlich aufbereitet, zielt dieser Crash-Kurs in Sachen Marketing ja gerade darauf, deutsche Produzenten vor Irrwegen in der umtriebigen Welt der Programm-Messen zu bewahren. Von der elementaren Frage nach den formalen und technischen Voraussetzungen, die einen Film überhaupt erst weltmarkttauglich machen, über die inhaltlichen Vorlieben internationaler Fernsehanstalten, die Formen der Zusammenarbeit mit ausländischen Sendern und Vertriebs-Organisationen bis zur Betrachtung kniffliger Steuerprobleme arbeitet sich die Broschüre Schritt für Schritt an nahezu alle möglichen Unwägbarkeiten heran. Fragen der Vertragsgestaltung mit ausländischen Partnern fehlen ebenso wenig wie die Betrachtung denkbarer Konfliktpotentiale im sensiblen Verhältnis zwischen Produzent und Vertrieb. Erfahrungsberichte, Hinweise zu den Vor- und Nachteilen weltweiter Internet-Vermarktung. und ein Service-Teil mit Vertriebs-Adressen, Messe-Kalender und marktüblichen Lizenzpreisen runden das Themenspektrum der Broschüre ab.
Nicht nur die vorformulierten Fragen, sondern auch die Antworten folgen dem praktischen Bedürfnis der Branche und bündeln hoch spezialisiertes Fachwissen in einer Dosierung, aus der selbst Profis noch etwas lernen können. Und zwar zum Null-Tarif - Dank der finanziellen Unterstützung durch die Service- und Marketing-Organisation "German Films" kann der "Wegweiser Weltvertrieb" kostenlos bezogen werden. Schriftliche Bestellungen nimmt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm / AG DOK, Schweizer Straße 6, 60594 Frankfurt/Main, E-Mail agdok@agdok.de gerne entgegen.
neue Mitglieder im ersten Halbjahr 2010
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(c) 2010 Margarete Fuchs
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(11.07.10) Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm ist mit 870 Mitgliedern (Stand 01.07.10) der größte Berufsverband fernsehunabhängiger Autoren, Regisseure, Produzenten sowie Filmschffenden aus den Bereichen Kamera, Ton und Schnitt in Deutschland. Als film- und medienpolitische Lobby des Dokumentarfilms steht die AG DOK Vertretern aller Filmgenres offen und versteht sich als Netzwerk von aktiven Mitgliedern aus verschiedenen Berufsgruppen, die sich dem dokumentarischen Filmschaffen verpflichtet...
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AG DOK: ein starker Verband
neue Mitglieder im ersten Halbjahr 2010
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(c) 2010 Margarete Fuchs
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(11.07.10) Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm ist mit 870 Mitgliedern (Stand 01.07.10) der größte Berufsverband fernsehunabhängiger Autoren, Regisseure, Produzenten sowie Filmschffenden aus den Bereichen Kamera, Ton und Schnitt in Deutschland. Als film- und medienpolitische Lobby des Dokumentarfilms steht die AG DOK Vertretern aller Filmgenres offen und versteht sich als Netzwerk von aktiven Mitgliedern aus verschiedenen Berufsgruppen, die sich dem dokumentarischen Filmschaffen verpflichtet fühlen.
Unter den im ersten Halbjahr 2010 neu eingetretenen Mitgliedern begrüßen wir (in alphabetischer Reihenfolge):
Michelle Barbin , Sören Bauermeister , Birgit Baumgärtner , Boris Becker , Thomas Beckmann , Dagmar Biller , Annette Brüggemann , Thomas Doberitzsch , Anja Dreschke , Manfred Andrej Hagbeck , Dirk Hamm , Kay Hoffmann , Andreas Horn , Hartmut Idzko , Ines Janosch , Karoline Kantenwein , Marietta Kesting , Steph Ketelhut , Sarah Moll , Diana Näcke , Astrid Schult , Sabine Streckhardt , Ines Thomsen , Sibylle Trost , Burkhard von Harder , Rainer Wälde , Gudrun Weiler , Sabine Zimmer
Unter den im ersten Halbjahr 2010 neu eingetretenen Mitgliedern begrüßen wir (in alphabetischer Reihenfolge):
Michelle Barbin , Sören Bauermeister , Birgit Baumgärtner , Boris Becker , Thomas Beckmann , Dagmar Biller , Annette Brüggemann , Thomas Doberitzsch , Anja Dreschke , Manfred Andrej Hagbeck , Dirk Hamm , Kay Hoffmann , Andreas Horn , Hartmut Idzko , Ines Janosch , Karoline Kantenwein , Marietta Kesting , Steph Ketelhut , Sarah Moll , Diana Näcke , Astrid Schult , Sabine Streckhardt , Ines Thomsen , Sibylle Trost , Burkhard von Harder , Rainer Wälde , Gudrun Weiler , Sabine Zimmer

Introduction to AG DOK