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Reise-Ausnahmegenehmigung für international preisgekrönten Filmemacher Hassan Fazili

Betrifft Festival-Anfrage IDFA Amsterdam für 12. September u.a.

vom 19.08.2019

Die Initiatoren und UnterzeichnerInnen dieses Appells wenden sich hiermit an alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, um dem vielfach ausgezeichneten Filmemacher Hassan Fazili die Präsentation seines Films "Midnight Traveler" im europäischen Ausland zu ermöglichen:

 

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Stamp, stellv. Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration,
sehr geehrter Herr Landrat Beckehoff,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Hundt,

wir, die Unterzeichner dieses Schreibens, ersuchen Sie hiermit um eine Reise-Ausnahmeregelung
für Herrn Hassan Fazili, afghanischer Filmemacher, zu Einladungen seines Films bei Fimfestivals im europäischen Ausland im Zusammenhang mit seinem preisgekrönten Dokumentarfilm Midgnight Traveler. Der Film beschreibt in einmaliger Weise Leid, Gefahren und tägliche Folgewirkungen von Flucht.

Die Situation könnte paradoxer nicht sein: Hassan Fazili und seine Familie können sich aufgrund ihres laufenden Asylverfahrens z.Z. nur in Deutschland bewegen. Zugleich wird der Dokumentarfilm von Hassan Fazili, Midgnight Traveler (www.midnighttravelerfilm.com/#awards) weltweit mit preisen überhäuft. Auf der jüngsten Berlinale wurde der Film, der die über zweijährige Odyssee der Familie Fazili von Afghanistan nach Deutschland erzählt, mit der Auszeichnung durch die Ökumenische Jury der Berlinale Filmfestspiele bedacht.

In Madrid, Saloniki oder Sheffield aber konnte er bei den Vorführungen seines eigenen Films nicht anwesend sein. Indem er die Einladungen internationaler Filmfestivals in Europa ablehnen muss, wird ihm gezielt seine Arbeit, sein Stolz und sein Selbstvetrauen genommen, um einige der offenkundigen Folgen für seinen aktuellen Zustand zu benennen. Alles andere wäre ein schädigender Eingriff in die Karriere von Hassan Fazili.

Dies steht in starkem Kontrast zu einer unleugbaren Tatsache: denn offensichtlich zählt Herr Fazili zu den aktuell erfolgreichsten Filmautoren aus Nahost/Zentralasien. Als Filmemacher in NRW ist er außerdem ein aktiver und künstlerisch wertvoller Teil der deutschen Gesellschaft. Seine Filmarbeiten wurden 2013 u.a. erfolgreich auf der Doucmenta13 gezeigt, der größten Kunstschau weltweit in Kassel.

Wir möchten daher mit Nachdruck an Sie appellieren, im Fall von Herrn Fazili eine Ausnahmeregelung zu erwirken, damit er Einladungen zu Filmfestivals in der EU und in den Nachbarstaaten Deutschlands wahrnehmen kann. Aktuell liegen Hassan Fazili Einladungen der IDFA Amsterdam vor, des größten Dokumentarfilmfestivals in Holland und von Diriti Humani/CH vor.

Der Fall von Hassan Fazili, der in Afghanistan von fundamentalisitschen Kräften bedroht und verfolgt worden ist, ist international vielfach dokumentiert. Zahlreiche Personen und Organisationen haben sich bei deutschen und diplomatischen Behörden für ihn eingesetzt. Über dieses Schreiben soll sein Fall auch deutschen Medien und der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Wir glauben insbesondere, dass die hier erbetene Ausnahmeregelung für Festivals auch elementaren Menschen- und Freiheitsrechten entspricht.

Eine Initiative von:
Martin Gerner, ARD-Autor, Filmregisseur
Christel Neudeck, Cap Anamur/Grünhelme

Unterzeichner u.a.:
Günter Wallraff, Autor und Menschenrechtsaktivist
Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin & Festivalleitung Berlinale / Internat. Filmfestspiele Berlin
Michael Stütz, Leiter Sektion Panorama, Berlinale / Internationale Filmfestspiele Berlin
Anna Grebe, Präsidentin der Ökumenischen Jury / Internationale Filmfestspiele Berlin 2019
Tom Koenigs, MdB a.D. Die Grünen, ehemaliger UN-Sondergesandter für Afghanistan
Prof. Jochen Hippler, Friedens- und Konfliktforscher, Universität Duisburg-Essen
Christine Buchholz, MdB Die Linke
Thomas Frickel, Vorsitzender der AG DOK

 

 

English version:

Travel Allowance for Award Winning Filmmaker Hassan Fazili to International/EU Festivals
Concerns next festival request IDFA Amsterdam for 12th September inbetween others

Dear Mr Stamp, Minister for Integration and Refugees NRW (FDP),
Dear Mr. Beckehoff (district council Olpe / CDU),
Dear Mr. Hundt (Mayor Lennestedt / Kreis Olpe, CDU) S.Hundt@lennestadt.de

We, the signatories of this letter, hereby request a travel allowance for Mr. Hassan Fazili, Afghan filmmaker, for invitations at film festivals abroad in the context of his award-winning documentary Midgnight Traveler. (Film content: https://en.qantara.de/content/berlinale-2019-hassan-fazilis-midnight-traveler-that-our-voices-wont-be-silenced). Mr. Fazilis's film is a unique document of the sufferings, the dangers and the daily challenges and impacts on migrating refugee families.
Hassan Fazili's situation could not be more paradoxical: he and his family are currently forced to limit their movements to Germany, due to the ongoing asylum procedure. At the same time, Mr. Fazili's feature film Midgnight Traveler (www.midnighttravelerfilm.com/#awards) is being praised worldwide and has received numerous internatinoal Awards. At the recent Berlinale Film Festival, the film, which tells the two-year odyssey of the Fazili family from Afghanistan to Germany, was honored with a special mention by the Ecumenical Jury of the Berlinale Festival.
Further Awards came from Madrid, Thessaloniki and Sheffield festivals. But at none of them Mr. Fazili could be present in person despite invitations. He remains thus heavily and ongoingly deprived of contact with his cerative and artistic work, equally affecting his pride and self-confidence, to name some of the obvious consequences for his current well being. All but this would be a damaging intervention to the career of Hassan Fazili.
This is in stark contrast with an obvious fact: Mr. Fazili is one of the most successful film authors from the Middle East and from Central Asia currently. As a filmmaker in German Northrhine-Westfalia, he is also an active and creatively valuable part of the German society. Some of his film works were successfully shown at Doucmenta13 in 2013, one of the largest international art show in Kassel.
We therefore would like to urge you to facilitate the situation of Mr Fazili, so that he can travel to invitations for film festivals in the EU and states in his reach he is invited to, the next one being an invitation from IDFA in Holland on Sept. 12th, the largest documentary festival in the Netherlands and by Diriti Humani/CH a few weeks later.
The case of Hassan Fazili, who has been threatened and persecuted in Afghanistan by fundamentalists (https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=5b0-7tvih7E) has been widely documented internationally. Numerous persons and organizations have supported him and his family in their case. This letter also aims to make his case known to the German media and public. We believe, in particular, that the allowance for him to travel to festivals outside of Germany corresponds wiht elementary human rights and basic freedom,

An initiative by:
Martin Gerner, Award Winner Film director, German ARD
Christel Neudeck, Cap Anamur / Green Helmets

signatories:
Mariette Rissenbeek, Executive Director Berlinale / Berlin International Film Festival
Michael Stütz, Head of Panorama Section, Berlinale / Berlin International Film Festival
Anna Grebe, President of the Ecumenical Jury, Berlinale Film Festival 2019
Günter Wallraff, Author and Human Rights activist
Tom Koenigs, ex MoP/Die Grünen, former UN Special Envoy to Afghanistan
Prof. Jochen Hippler, Peace and Conflict Researcher, University of Duisburg-Essen
Christine Buchholz, MdB/Die Linke
Thomas Frickel, Vorsitzender der AG DOK

tb continued

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