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Veränderung und Kontinuität - AG DOK-Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

vom 14.02.2026

David Bernet bleibt Ko-Vorsitzender der AG DOK und geht damit in dieser Position bereits in seine vierte Amtszeit. Unterstützt wird er fortan von der erfahrenen Berliner Produzentin Irene Höfer, die zur neuen Ko-Vorsitzenden gewählt wurde, nachdem Susanne Binninger sich aus persönlichen Gründen dazu entschieden hatte, nicht erneut zur Wahl anzutreten. Sie dankte David Bernet in einer bewegenden Rede für die erfolgreiche gemeinsame Arbeit der vergangenen sechs Jahre und betonte, dass ihr die Entscheidung nicht leicht gefallen sei, sie aber auch in Zukunft als Unterstützerin der AG DOK zur Verfügung stehe. So wird Susanne Binninger die AG DOK etwa auch weiterhin im FFA-Verwaltungsrat vertreten und somit für Kontinuität in dieser wichtigen Position sorgen.

Eine gute Mischung aus Kontinuität und Veränderung in den Vorstandspositionen zeigt sich auch im neu zusammengestellten Gesamtvorstand, in dem Produzent Martin Hagemann weiterhin als Schatzmeister vertreten sein wird. Genauso wie die Regisseurin Chiara Sambuchi und der langjährige ehemalige Münchner DOK.fest-Leiter und heutige Präsident der HFF-München, Daniel Sponsel. Beide werden damit ihre erfolgreiche Arbeit der letzten vier Jahre im Vorstand fortsetzen.

Neu in den Vorstand gewählt wurden die Regisseurin Andrea Schramm für die Sektion Buch und Regie sowie die Produzentin Maria Wischnewski, die die Sektion Produktion im Vorstand vertreten wird. Damit sind erstmals beide Sektionen mit ihren Sprecherinnen im Vorstand. Verstärkt wird das Vorstandsteam zudem von der Regisseurin Nele Dehnenkamp und Regisseur und Produzent Raphael Schanz, die sich in der AG DOK-Nachwuchsgruppe futurDOK engagiert hatten und insbesondere die Belange und Perspektiven der Berufseinsteiger*innen mit einbringen werden.

Damit sind nicht nur erstmals beide Sektionen mit ihren Sprecherinnen sowie der Nachwuchs mit zwei Kolleg*innen im Vorstand der AG DOK, sondern zum ersten Mal seit der Gründung der AG DOK im Jahr 1980 auch mehr Frauen als Männer im Vorstand der AG DOK. 
Angesichts der Vielzahl an Umbrüchen und der hohen Dynamik in der Branche, etwa mit dem neuen FFG, den weitreichenden Reformen im öffentlich rechtlichen Rundfunk, Kürzungen bei vielen Landes-Förderungen, einer sich weiter konzentrierenden Marktmacht im Bereich der Streamer, aber auch technologischem Innovationsdruck durch KI-Werkzeuge, wird die Vorstandsarbeit der nächsten Jahre vor vielen Herausforderungen stehen.



Neben dem Bericht über das zurückliegende Geschäftsjahr, das die AG DOK trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem leichten Mitgliederzuwachs abschließen konnte, kam in der Versammlung natürlich auch die Film- und Medienpolitik nicht zu kurz. In einer Keynote des Produzenten und ehemaligen künstlerischen Leiters der IDFA, Orwa Nyrabia, der ebenso schwarzhumorig wie nüchtern in seiner Analyse die herausfordernden Bedingungen vieler Dokumentarfilmschaffender überall auf dem Globus umriß, rief er dazu auf, sich nicht entmutigen zu lassen. Die geleistete Arbeit wirke und werde dringender gebraucht denn je.



Die AG DOK dankt Alice Agneskirchner, Morgane Remter, Andreas Schroth, Valentin Thurn und vor allem auch der bisherigen Ko-Vorsitzenden, Susanne Binninger für ihr herausragendes Engagement und die geleistete Arbeit.


Erik Meininger



Foto: Ann-Katrin Schafhauser

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